Kräftiges Ausrufezeichen zum Saisonkehraus in der 1. Klasse West: Die Sportunion Oberlienz gewann auswärts beim SV Gregoritsch Penk/Reißeck mit 4:2 (0:1). Oberlienz legte früh vor, blieb auch nach Rückschlägen stabil und machte die Partie in der Schlussphase klar. Doppelpacker Elias Ebner und eine gelungene Eckballvariante gaben die Richtung vor. Trainer Mario Steiner brachte es auf den Punkt: „Wir waren über neunzig Minuten die klar bessere Mannschaft und haben uns diesmal auch belohnt.“

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Oberlienz kam entschlossen ins Spiel und setzte rasch die ersten Akzente. In Minute 13 zog Elias Ebner aus der Distanz ab, der Ball sprang vor dem Torhüter noch tückisch auf – 0:1. Die frühe Führung gab dem Steiner-Team Sicherheit. „Wir haben leidenschaftlich verteidigt und über neunzig Minuten kaum etwas Nennenswertes zugelassen“, erklärte der Coach. Auch offensiv blieben die Gäste gefährlich und suchten immer wieder den direkten Weg zum Tor. Penk/Reißeck versuchte, spielerische Lösungen zu finden, bekam aber gegen die kompakt arbeitenden Oberlienzer selten klare Abschlüsse. Zur Pause stand ein verdientes 0:1 auf der Tafel, weil die Gäste das Zentrum dicht machten, die zweiten Bälle eroberten und aus ihren Umschaltmomenten immer wieder Druck aufbauten, ohne dabei die Ordnung zu verlieren.
Nach dem Seitenwechsel blieben die Lienzer am Drücker. Das 0:2 fiel in der 64. Minute nach einem Eckball: Benjamin Bürgler kam zum Abschluss und traf. „Das war eine einstudierte Variante – genau so wollten wir sie spielen“, so Steiner. Im Gegenzug kam Penk durch ein unglückliches Eigentor von Florian Stotter auf 1:2 heran (65.). Anstatt zu wackeln, suchte Oberlienz sofort die Antwort. In Minute 85 wurde es sehenswert: „Das 3:1 war richtig schön herausgespielt – über Theo Fuetsch und Elias Ebner, der den Stanglpass auf Maximilian Pichlkostner serviert hat“, schilderte der Trainer. Nur eine Minute später fasste sich Ebner aus rund 40 Metern ein Herz und hob den Ball zum 1:4 ins Tor (86.). Penk verkürzte zwar durch Andreas Stranig noch auf 2:4 (87.), doch die Gäste brachten den hochverdienten Auswärtssieg souverän über die Zeit.
Für Mario Steiner stand nicht eine einzelne Szene über allem, sondern das Gesamtpaket: „Die geschlossene Mannschaftsleistung über neunzig Minuten war heute der wichtigste Punkt.“ Der Coach verteilte zugleich Lob an mehrere Akteure: „Theo Fuetsch, Matteo Huber und Christoph Gomig haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Für mich war Theo Fuetsch der Mann des Spiels.“ Auch dem Gegner zollte er Respekt: „Penk war eine der spielerisch stärksten Mannschaften, gegen die wir im Frühjahr gespielt haben. Obwohl für sie als Dritter nicht mehr viel angestanden ist, haben sie sehr gut gespielt und uns Paroli geboten.“ Ein Sonderlob gab es für den Unparteiischen: „Es war eine sehr gute Schiedsrichterleistung.“ Zum Abschluss schickte Steiner noch Grüße: „Ich wünsche Penk für die Relegation alles Gute – und meinem ehemaligen Mitspieler und Trainerkollegen Antun Miskovic ebenfalls.“