Spielberichte

„Uns hat über die ganze Saison die Konstanz gefehlt“ – daran will Sportunion Oberlienz jetzt arbeiten

Oberlienz

Nach Rang fünf in der 1. Klasse West geht Sportunion Oberlienz mit einer klaren Aufgabenliste in die neue Saison. Trainer Mario Steiner blickt auf eine Spielzeit zurück, in der gute Auftritte etwa in Penk oder Ainet dabei waren, in der aber vor allem die Konstanz fehlte. Genau dort will der Verein ansetzen – personell fast unverändert, mit einer sehr jungen Truppe und der Hoffnung auf die baldige Rückkehr zweier verletzter Spieler.

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Gute Auftritte waren da, aber nicht über einen längeren Zeitraum

Mit Rang fünf hat Sportunion Oberlienz die Saison im oberen Tabellenbereich abgeschlossen, trotzdem richtet Mario Steiner den Blick nicht zuerst auf die Platzierung, sondern auf die Schwankungen im Verlauf der Spielzeit. Der Trainer verweist auf Begegnungen, in denen seine Mannschaft gezeigt habe, was in ihr steckt. „Gut funktioniert hat in einigen Spielen die Mannschaftsleistung, zum Beispiel in Penk oder in Ainet“, sagt Steiner. Dass diese Qualität vorhanden war, zeigt auch der Blick auf die letzten Wochen der Saison. Oberlienz gewann gegen SV Tristach und bei SV Penk/Reisseck, musste aber auch gegen SV Egg, SG Gitschtal und Admira Villach Niederlagen hinnehmen. Genau in diesem Wechsel zwischen starken und weniger starken Auftritten sieht Steiner den entscheidenden Punkt. „Was uns über die ganze Saison gefehlt hat, war mit Sicherheit die Konstanz“, hält er fest. Und genau auf dieses Thema soll nun das Hauptaugenmerk gelegt werden, weil dort aus seiner Sicht das größte Verbesserungspotenzial liegt.

Im Kader wenig Bewegung, bei zwei Verletzten läuft die Hoffnung auf ein Comeback

Große personelle Umbrüche sind bei Sportunion Oberlienz derzeit nicht zu erkennen. Als Abgänge nennt Steiner mit Daniel Gomig einen Innenverteidiger und Sandro Gasser (defensives Mittelfeld), auf der Zugangsseite gibt es dagegen noch keine fixen Neuigkeiten. „Stand jetzt gibt es noch keinen Neuzugang. Wir sprechen noch mit ein, zwei Spielern, aber da ist noch nichts spruchreif“, sagt der Trainer. Auch im Trainerstab und im Vereinsumfeld bleibt alles unverändert. „Es ist alles beim Alten geblieben“, beschreibt Steiner die Lage. Mit Simon Gasser kommt ein Langzeitverletzter wieder zum Team dazu. Aufmerksamkeit gilt dafür zwei verletzten Spielern. Niklas Oberhauser fällt mit einem Knorpelschaden aus, bei ihm hofft man darauf, dass er Mitte August wieder ins Training einsteigen kann. Manuel Gomig befindet sich nach einem Paragleiter-Unfall im Aufbau. Bei ihm besteht die Hoffnung, dass er bis Ende Juli oder Anfang August wieder mit Lauftraining beginnen kann. Für eine Mannschaft, die personell nicht breit mit Neuzugängen nachlegt, sind diese Rückkehrer entsprechend wichtig.

Junge Spieler rücken weiter in den Mittelpunkt

Dass der eingeschlagene Weg weitergehen soll, macht Steiner in seinen Aussagen deutlich. Oberlienz setzt bewusst auf junge Spieler und sieht darin nicht nur eine Notlösung, sondern einen klaren Teil der sportlichen Ausrichtung. Mit Matteo Huber in der Innenverteidigung und Jakob Weger als Außenverteidiger nennt der Trainer zwei Namen, die sich in den vergangenen Monaten besonders hervorgetan haben. „Das sind zwei sehr junge Spieler“, sagt Steiner, und genau das passt zu dem Bild, das er von seiner Mannschaft zeichnet. „Wir haben eine sehr junge Truppe. Das heißt, dass auch heuer wieder sehr viele Junge die Chance bekommen werden“, erklärt er. Das Ziel sei, weitere Talente ähnlich wie die bereits genannten im Team zu etablieren. Als Maßstab für die Liga nennt Steiner vor allem SG Gitschtal und SV Egg. Beide Mannschaften seien heuer herausragend gewesen und hätten auch von der Klasse ihrer Einzelspieler gelebt. Für Oberlienz ist das weniger Neid als vielmehr eine Orientierung. „Daran können wir uns messen, beziehungsweise das soll in den nächsten Jahren das Ziel sein“, sagt Steiner. Damit ist die Richtung klar: mehr Konstanz, weiter auf die Jugend setzen und Schritt für Schritt näher an die Spitze der 1. Klasse West heranrücken.