Nach Platz sieben in der 1. Klasse Ost zieht SV Union Raiba Ruden eine nüchterne Bilanz. Sektionsleiter Armin Rudolf Skorjanz spricht offen darüber, dass die vergangene Saison nicht nach Wunsch verlaufen ist. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits klar nach vorne: Mit neuem Trainer, drei genannten Neuzugängen und einer gesunden Mannschaft will SV Union Raiba Ruden in der kommenden Spielzeit wieder weiter nach oben.

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Bei der Einordnung der vergangenen Saison wich Armin Rudolf Skorjanz keiner klaren Aussage aus. Der Sektionsleiter machte sofort deutlich, dass man sich bei SV Union Raiba Ruden mehr ausgerechnet hatte als den siebenten Platz mit 40 Punkten. „Die letzte Saison ist leider nicht ganz nach Wunsch verlaufen. Wir hätten uns etwas mehr erwartet“, sagte Skorjanz. Gerade deshalb ist die Zielsetzung für die neue Spielzeit intern offenbar schnell formuliert worden. „Für die neue Saison erhoffen wir uns natürlich eine bessere Platzierung auf den vorderen Tabellenplätzen“, so der Funktionär. Diese Aussage passt auch zum Verlauf der vergangenen Monate, in denen sich die Mannschaft zwar immer wieder im vorderen Mittelfeld halten konnte, am Ende aber nicht ganz dort landete, wo man sich im Verein gesehen hätte. Der Tonfall von Skorjanz war dabei nicht dramatisch, aber klar: Zufriedenheit klingt anders, gleichzeitig soll der Blick nicht zurück, sondern nach vorne gehen.
Dass sich bei SV Union Raiba Ruden im Sommer etwas tut, zeigt vor allem ein Punkt ganz deutlich: Auf der Trainerbank gibt es einen Wechsel. „Es gibt einen neuen Trainer, Manfred Plösch“, sagte Skorjanz knapp, aber eindeutig. Dazu kommen bereits mehrere Neuzugänge, die der Sektionsleiter namentlich nannte. Mit Fabian Anetic kommt ein Spieler für das zentrale Mittelfeld aus Völkermarkt, Kevin Marketz ist als rechter Verteidiger aus Eberndorf neu dabei, außerdem verstärkt Raphael Melcher die Mannschaft. Gleichzeitig ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen. Skorjanz verwies darauf, dass sich der Verein noch mitten in der Transferphase befindet und sich bis zum Ende weiterhin alle Optionen offenhält. „Da wir uns noch in der Transferphase befinden, ist noch vieles offen, und wir lassen uns bis zum Ende der Transferphase alle Optionen offen“, erklärte er. Das zeigt recht gut, dass die aktuelle Phase in Ruden noch nicht als abgeschlossen betrachtet wird, sondern als Arbeitszeit, in der der Kader Schritt für Schritt für die kommende Saison ausgerichtet wird.
Ein Punkt, den Vereine in dieser Phase oft nur ungern erwähnen können, ist in Ruden derzeit kein Thema: verletzte oder angeschlagene Spieler. Skorjanz konnte dazu eine durchwegs positive Auskunft geben. „Nein, derzeit noch nicht. Alles gesund und fit“, sagte er. Für die Vorbereitung ist das natürlich ein wichtiger Faktor, weil ein neuer Trainer seine Ideen nur dann sauber einbringen kann, wenn ihm die Gruppe nahezu vollständig zur Verfügung steht. Auffällig ist außerdem, dass der Sektionsleiter die Hoffnung nicht nur auf Neuzugänge oder den Trainerwechsel stützt, sondern auch auf die Entwicklung der bestehenden Mannschaft. „Unsere Spieler entwickeln sich stetig weiter. Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden“, betonte Skorjanz. Er knüpfte daran gleich die Erwartung, dass diese Entwicklung anhalten soll: „Wir hoffen natürlich, dass diese Entwicklung weiter voranschreitet und sie uns in den nächsten Monaten und hoffentlich auch Jahren weiterhelfen wird in unserem Verein.“ Genau darin liegt wohl ein wesentlicher Teil des Rudener Plans: nicht alles neu zu machen, sondern vorhandene Spieler weiterzuentwickeln und mit gezielten Verstärkungen zu ergänzen.
Auch wenn Skorjanz bei zusätzlichen Themen bewusst knapp blieb, einen konkreten Ausblick gab es sehr wohl. Das nächste Testspiel ist bereits fixiert. „Das nächste Testspiel findet am Freitag, 10. Juli, um 19 Uhr in Ruden gegen Sankt Michael statt“, sagte der Sektionsleiter. Damit bekommt die Vorbereitung rasch einen ersten sportlichen Bezugspunkt, an dem sich der neue Trainerstab und die Mannschaft erstmals unter Wettkampfbedingungen zeigen können. Viel mehr wollte Skorjanz darüber hinaus nicht ankündigen, doch die Richtung ist nach dem Gespräch klar. SV Union Raiba Ruden bewertet die vergangene Saison ehrlich, will sich mit Platz sieben nicht zufriedengeben und richtet den Fokus auf eine bessere Platzierung. Der neue Trainer Manfred Plösch, die bereits genannten Neuzugänge und eine gesunde Mannschaft bilden dafür die Grundlage. Jetzt wird sich in den kommenden Wochen zeigen, wie schnell sich dieser Neustart auch sportlich bemerkbar macht.