Nach Platz zehn mit 29 Punkten in der 1. Klasse Ost zieht SG SV Tainach/SV Haimburg eine ehrliche Zwischenbilanz. Trainer Horst Erwin Scheucher sieht nach 26 Runden keine fertige Mannschaft, sondern weiterhin ein Team im Aufbau. Der Grundton ist klar: Der Weg mit jungen Spielern und Routiniers hat funktioniert, wirklich zufrieden ist man damit aber noch nicht. „Es ist halt wieder ein Neuaufbau“, sagt der Trainer und richtet den Blick bereits auf die nächsten Schritte.

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Horst Erwin Scheucher beschreibt den vergangenen Abschnitt nicht mit großen Worten, sondern sehr bodenständig. „Wir haben voriges Jahr eine neue Mannschaft aufgebaut“, sagt der Trainer, und genau aus dieser Aussage lässt sich der bisherige Weg gut ablesen. Bei SG SV Tainach/SV Haimburg ging es zunächst darum, junge Spieler in die Gruppe zu holen und ihnen ein stabiles Umfeld zu geben. „Junge Spieler in die Mannschaft einzubauen und mit Routiniers zu stabilisieren, hat ganz gut funktioniert“, so Scheucher. Dass er trotzdem nicht stehen bleibt, zeigt der zweite Teil seiner Analyse. Gerade bei der Chancenauswertung sieht er noch Luft nach oben, auch wenn er die Unbekümmertheit der jungen Spieler ausdrücklich positiv hervorhebt. „Das hat schon funktioniert, aber es ist noch viel Luft nach oben“, sagt Scheucher und formuliert damit klar, dass der eingeschlagene Weg für ihn stimmt, die Mannschaft aber noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist.
Der Neuaufbau zeigt sich auch im Kader. Mit Daniel Ramsauer hat ein Innenverteidiger den Verein verlassen. Dazu verweist Scheucher allgemein darauf, dass einige Spieler, die in den vergangenen Monaten aufgefallen seien, inzwischen wieder weg sind, zurück nach Völkermarkt zum Stammverein oder in höhere Ligen. Auf der Zugangsseite setzt SG SV Tainach/SV Haimburg auf eine Mischung aus Entwicklung und sofortiger Verstärkung. Adnan Zukic kam aus Maria Rojach und ist im offensiven Mittelfeld eingeplant. Arthur Kulnik wechselte als junger Tormann aus Völkermarkt, „wird aber noch Zeit brauchen“, sagt Scheucher. Dazu kam mit Pascal Beckert aus Griffen ein Spieler, den der Trainer klar einordnet: „Das ist ein sehr guter Spieler.“ Gerade diese Mischung passt zu dem Bild, das der Trainer von seiner Mannschaft zeichnet: Es geht nicht um einen schnellen Umbau, sondern um einen Kader, der Schritt für Schritt zusammenwachsen soll.
Auch personell ist die Lage derzeit typisch für den Sommer im Unterhaus. Akute Verletzungen hat SG SV Tainach/SV Haimburg laut dem Trainer keine zu beklagen, was in dieser Phase ein wichtiger Punkt ist. Ganz sorgenfrei ist die Situation dennoch nicht, weil nun die Urlaubszeit beginnt und dadurch immer wieder Spieler fehlen. „Verletzt ist zurzeit eigentlich keiner. Nur jetzt beginnt die Urlaubszeit, da sind viele nicht anwesend oder im Urlaub“, erklärt Scheucher. Dazu passt auch seine Einschätzung zur Liga insgesamt. Besonders beeindruckt haben ihn die Aufsteiger, weil sie für ihn kontinuierlich gearbeitet und eine gute Mannschaft gehabt haben. Viele andere Vereine sieht er hingegen in einer ähnlichen Lage wie sein eigenes Team: im Aufbau, im Neuanfang und mit der täglichen Herausforderung, überhaupt konstant eine Mannschaft auf den Platz zu bringen. „Es ist nicht mehr so einfach, eine Mannschaft aufzustellen“, sagt Scheucher sehr offen. Umso zurückhaltender formuliert er auch den Ausblick. „Zurzeit heißt es einmal, eine Mannschaft zu formen, zu schauen und zu stabilisieren. Dann schauen wir, wie es weitergeht.“ Dass bei SG SV Tainach/SV Haimburg trotzdem nicht alles nur um Kaderplanung kreist, zeigt auch das Vereinsumfeld. Für Sonntag ist das „Koolotto“ angekündigt, ein großes Fest mit Hüpfburg sowie Sach- und Geldpreisen. Für den kleinen Verein ist diese Veranstaltung laut Scheucher „einfach eine große Veranstaltung“ – und damit ein weiterer Baustein in einem Sommer, in dem in Tainach und Haimburg an mehreren Fronten gearbeitet wird.