Zum Auftakt in der 1. Klasse West hat FC Lurnfeld gegen TSU Ainet einen klaren 3:0-Heimsieg gefeiert und damit genau den Start hingelegt, den sich Trainer Bernhard Marktl erhofft hatte. Der Coach sprach nach dem Spiel von einer Partie „auf einer schiefen Ebene“ und sah vor allem im ersten Treffer sowie im frühen 3:0 nach der Pause die entscheidenden Momente einer über weite Strecken eindeutigen Begegnung.
Schon in seiner ersten Einordnung machte Bernhard Marktl keinen Hehl daraus, wie er die 90 Minuten gesehen hatte. „Es war ein Spiel auf einer schiefen Ebene. Wir waren klar die bessere Mannschaft von Anfang bis zum Schluss und haben verdient gewonnen“, sagte der Trainer des FC Lurnfeld. Auf die Führung musste die Heimelf bis zur 23. Minute warten, dann brachte Markus Harald Kampitsch seine Mannschaft mit 1:0 in Front. Nur sechs Minuten später legte Sandro Unterkofler das 2:0 nach, womit FC Lurnfeld die gute erste halbe Stunde auch im Ergebnis klar sichtbar machte. Mit diesem Vorsprung ging es in die Pause, ehe Sandro Unterkofler in der 47. Minute gleich nach Wiederbeginn auch noch das 3:0 nachlegte. Genau dort sah Marktl einen ganz wichtigen Punkt im Spiel: „Das erste Tor hat uns befreit, und vor allem das dritte Tor gleich nach der Halbzeit hat den Sack zugemacht.“
Dass der Sieg aus Sicht des Trainers nicht nur wegen der drei Tore verdient war, begründete Marktl vor allem mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat. „Wir haben unser Kombinationsspiel aufgezogen und die Tore so umgesetzt, wie wir es gestern im Training geübt haben“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht eine Phase, in der FC Lurnfeld das Spiel deutlich kontrollierte. „Wir haben 60 Minuten sehr guten Fußball gespielt, sehr viel Ballbesitz gehabt und uns immer wieder zwingende Chancen erarbeitet“, so Marktl. Der 3:0-Endstand war für ihn deshalb eher ein Resultat, mit dem man zufrieden sein kann, das aber nicht alles erzählt. Denn auch das sprach der Trainer offen an: „Wir hätten heute viel mehr Tore schießen können als drei. Aber drei Punkte sind drei Punkte, da muss man zufrieden sein.“
Auf die Leistung der TSU Ainet blickte Bernhard Marktl nach dem Schlusspfiff sachlich, aber ebenfalls sehr klar. „Wir wussten schon vor Spielbeginn, dass TSU Ainet einige Abgänge zu verzeichnen hatte. Wir haben uns punktuell gut verstärkt und waren somit einfach qualitativ überlegen“, erklärte der Trainer. Damit lieferte er auch gleich die Erklärung dafür, warum seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Spiel hatte und die Partie nur selten offen wirkte. Diskussionen über Nebenschauplätze wollte Marktl gar nicht erst aufkommen lassen. „Die Schiedsrichterentscheidungen waren gut. Wir hatten viel mehr vom Spiel und das Spiel war relativ eindeutig. Deswegen gab es nicht viele strittige Szenen“, sagte er. Auch das passte ins Bild eines Nachmittags, an dem FC Lurnfeld nach Meinung des Trainers das Geschehen klar bestimmte und wenig Zweifel am Sieger aufkommen ließ.
Der 3:0-Erfolg war für FC Lurnfeld mehr als nur ein gelungener erster Spieltag. Marktl machte deutlich, dass dieser Auftakt auch mit Blick auf die Saison wichtig war. „Es war ein souveräner Sieg zum Start, den wir gebraucht haben, weil wir von Anfang an bis zum Ende vorne dabei sein wollen“, sagte der Trainer. Gerade deshalb sei es entscheidend gewesen, gleich im ersten Spiel die drei Punkte mitzunehmen. Mit dem Heimsieg steht FC Lurnfeld nach Runde eins bei drei Zählern und vorerst auf Rang zwei der Tabelle. Viel mehr wollte Marktl aus diesem Nachmittag nicht machen, aber die Richtung ist klar: Der Start ist gelungen, die Leistung hat gepasst, und der Anspruch innerhalb der Mannschaft ist gleich zum Auftakt deutlich formuliert worden.