Zum Auftakt in der 1. Klasse West hat sich ESV Admira Villach bei SV "Malerei Delic GmbH" Baldramsdorf mit 2:1 durchgesetzt. Nach einem langen 0:0 sorgten Mario Kleinbichler in der 88. Minute und Daniel Brandauer in der Nachspielzeit für die Entscheidung, ehe Christoph Brunner kurz vor Schluss noch verkürzte. Sportlicher Leiter Siegfried Mödritscher sah den Ausschlag vor allem in der Ruhe seiner Mannschaft: "Wir haben Geduld bewiesen und bis zum Schluss auf unsere Möglichkeiten gewartet."

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Für ESV Admira Villach war es laut Mödritscher gleich zum Start "eine Standortbestimmung", und genau so entwickelte sich die Partie auch. Der Funktionär sprach von einem "erwartet schweren ersten Spiel" und beschrieb einen Abend, an dem seine Mannschaft zwar über weite Strecken mehr Ballbesitz hatte und spielerisch Vorteile besaß, sich dafür aber lange nicht belohnen konnte. Baldramsdorf konzentrierte sich stark auf die Defensivarbeit, stand kompakt und machte es dem Favoriten damit schwer. "Baldramsdorf hat sich aufs Verteidigen konzentriert und hat das auch mit Bravour gemeistert", sagte Mödritscher. So blieb es bis zur Pause beim 0:0, und auch danach lief vieles auf eine Geduldsprobe hinaus. Dazu kamen laut dem Sportlichen Leiter schwierige Bedingungen, weil es rund zwanzig Minuten vor Schluss immer dunkler wurde und die Sicht zusehends schlechter wurde.
Entscheidend wurde aus Sicht von ESV Admira Villach dann die Schlussphase. Mödritscher verwies auf einen Dreifachwechsel um die 70. Minute, der dem Spiel seiner Mannschaft noch einmal neuen Schwung gegeben habe. "Wir haben probiert, das Spiel spielerisch zu lösen. Baldramsdorf hat mit Mann und Maus verteidigt", sagte er, ehe sich der Aufwand doch noch bezahlt machte. Dem 1:0 in der 88. Minute ging laut seiner Schilderung eine Balleroberung im Mittelfeld voraus, danach trug ESV Admira Villach den Angriff rasch über die rechte Seite nach vorne. Der Querpass landete bei Mario Kleinbichler, der zum 0:1 einschob. In der vierten Minute der Nachspielzeit legte Daniel Brandauer nach. Diesmal gewann ESV Admira Villach nach einem Einwurf von SV Baldramsdorf den Ball, spielte schnell in die Tiefe und Brandauer stellte auf 0:2. Mödritscher sprach in dieser Phase vom "erlösenden Tor" und davon, dass dann eigentlich "der Deckel drauf" gewesen sei.
Ganz durch war die Partie damit allerdings noch nicht, denn in der 96. Minute kam SV "Malerei Delic GmbH" Baldramsdorf durch Christoph Brunner nach einem Eckball noch zum 1:2-Anschlusstreffer. Mödritscher schilderte diese Szene als schwer einsehbar, weil die Sicht zu diesem Zeitpunkt kaum mehr gut gewesen sei. Am Gesamteindruck änderte das für ihn aber nichts. "Die Defensive ist eigentlich wieder gut gestanden. Wir haben wenig zugelassen", sagte der Sportliche Leiter, der beim Gegner nur von vereinzelten guten Aktionen sprach. Auch den Unparteiischen nahm er trotz der schwierigen Lichtverhältnisse ausdrücklich in Schutz und nannte die Leistung "im Großen und Ganzen" gut. Luft nach oben sieht er eher im Offensivspiel: "Im Spiel nach vorne könnte es noch etwas zielstrebiger werden, um noch mehr zu Abschlüssen zu kommen." Trotzdem fiel das Fazit nach dem erfolgreichen Auftakt klar positiv aus. "Im Großen und Ganzen war das fürs erste Spiel recht in Ordnung", sagte Mödritscher. ESV Admira Villach habe dort weitergemacht, "wo wir im Herbst aufgehört haben" und genau das soll nun auch in den kommenden Runden die Richtung vorgeben.