In der 1. Klasse West hat die Sportunion Oberlienz am Sonntag gegen ASKÖ Dellach/Drau eine 2:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Trainer Mario Steiner sah dabei eine Partie, in der seine Mannschaft früh gute Möglichkeiten liegen ließ, dann aber vor allem an den eigenen Fehlern scheiterte. Dass Oberlienz nach der Pause besser ins Spiel kam und noch einmal herankam, änderte an seiner klaren Einordnung nichts: "Die Eigenfehler waren der Knackpunkt im Spiel."

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Aus Sicht von Mario Steiner begann die Partie eigentlich so, wie man sie sich als Heimteam wünscht. "Wir haben in den ersten zwei Minuten zwei gute Einschussmöglichkeiten vorgefunden", sagte der Trainer der Sportunion Oberlienz. Gerade deshalb wog der frühe Rückstand umso schwerer. In der 3. Minute traf Alkiviadis Tsakiris zum 0:1 für ASKÖ Dellach/Drau, nachdem Oberlienz laut Steiner einen Konter nicht sauber unterbinden konnte. Der Trainer sprach davon, dass bei dieser Szene auf der rechten Abwehrseite Probleme entstanden seien und auch ein taktisches Foul weiter vorne ausgeblieben sei. Danach fand seine Mannschaft nur mehr schwer hinein. Steiner formulierte es deutlich: Man habe "sehr, sehr schwer ins Spiel gefunden". Bis auf einen Lattenschuss sei in der ersten Halbzeit kaum etwas Zwingendes gelungen, während Dellach vor allem mit hohen Bällen in die Halbräume immer wieder gefährlich wurde. "Wir sind die nicht angelaufen. Wir waren zu weit weg", erklärte Steiner und beschrieb damit recht klar, warum seine Elf bis zur Pause einem 0:1 hinterherlaufen musste.
Auch der Start in die zweite Hälfte lief für die Sportunion Oberlienz überhaupt nicht nach Wunsch. Kaum war wieder angepfiffen, fiel in der 46. Minute das 0:2 durch Tolga Dalkilic. Für Steiner war auch dieses Tor vermeidbar, weil es aus einer eigenen Einwurfsituation heraus entstand. "Wir haben uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, haben durch einen Einwurffehler von uns in der ersten Minute der zweiten Halbzeit das 0:2 kassiert", sagte er. Trotzdem gab sich Oberlienz danach nicht auf. Steiner sah seine Mannschaft nun als das aktivere Team und meinte: "Wir waren dann die spielbestimmende Mannschaft." Der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Luis Henrique Oliveira de Almeida in der 57. Minute passte genau in diese Phase. Oberlienz war zurück im Spiel, hatte wieder Zugriff und kam zu Möglichkeiten. Doch statt des Ausgleichs fiel in der 66. Minute erneut ein Gegentor, wieder durch Tolga Dalkilic zum 1:3. Steiner sprach von einer ähnlichen Szene wie vor dem 0:2. Dass Julian Nikolaus Gomig in der Nachspielzeit noch auf 2:3 verkürzte, änderte am Ausgang nichts mehr, zeigte aber immerhin, dass Oberlienz bis zum Schluss dranblieb.
In seiner Analyse wurde der Oberlienz-Trainer nach dem Schlusspfiff sehr deutlich. Auf die Frage, was bei seiner Mannschaft nicht funktioniert habe, antwortete er knapp und unmissverständlich: "Die Laufbereitschaft und der Wille, das Spiel zu gewinnen." Besonders die erste Hälfte stieß ihm auf, weil aus seiner Sicht Bewegung ohne Ball, Einsatzwille und das konsequente Anlaufen fehlten. Dass die zweite Halbzeit besser war, sprach er seiner Mannschaft zwar zu, aber auch das wurde nicht schöngefärbt. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns zumindest Torchancen rausgespielt, haben sie dann leider nicht genutzt. Die zweite Halbzeit war besser als die erste", sagte Steiner. Gleichzeitig hielt er fest, dass die eigenen Tore zwar "schön herausgespielt" gewesen seien, am Ende aber eben "leider zu wenig". So blieb eine Niederlage, die der Trainer trotz der späten Aufholbewegung als verdient einordnete: "Alles in allem geht der Sieg für Dellach in Ordnung." Für die nächste Trainingswoche sieht Steiner damit genügend Themen auf dem Tisch. "Es waren einige Knackpunkte, wo wir ansetzen werden für die nächste Woche", sagte er. An der Leitung des Spiels hatte er nichts auszusetzen: Die Schiedsrichterleistung sei, so Steiner, "sehr gut" gewesen.