In der 1. Klasse West musste sich SV Gregoritsch Penk/Reißeck am Samstag gegen ASKÖ Dellach/Drau mit 1:2 geschlagen geben. Nach dem 0:2 zur Pause kam Penk/Reißeck zwar mit dem frühen Anschlusstreffer zurück, für Zählbares reichte es aber nicht mehr. Trainer Antun Miskovic sprach danach von einer "verschlafenen ersten Hälfte", von "katastrophalen Fehlern" in der Defensive und von zu wenig Durchschlagskraft trotz ordentlicher Ballbesitzphasen.
Für die Gastgeber war es eine Partie, die ihnen schon in der Anfangsphase aus der Hand glitt. Miskovic machte aus seiner Sicht gleich klar, wo das Spiel gekippt war: "Die erste Halbzeit haben wir ein bisschen verschlafen. Hinten haben wir katastrophale Fehler gemacht, und der Gegner hat das genutzt." Genau das zeigte auch der Spielstand sehr früh. Bereits in der 4. Minute brachte Lukas Gerd Breitegger die Gäste in Führung, in der 13. Minute erhöhte Amer Jukan auf 0:2. Für Penk/Reißeck war das ein schwerer Rucksack, weil Dellach damit genau das bekam, was auswärts besonders wertvoll ist: Ruhe und ein Ergebnis, das in die Karten spielt. Miskovic sagte dazu sehr deutlich: "Nach zwanzig Minuten 0:2 hinten zu sein, da ist es schwer, wieder ins Spiel zu kommen." Viel mehr brauchte es aus seiner Sicht gar nicht, um den Knackpunkt dieses Nachmittags zu benennen.
Ganz vorbei war die Sache nach der Pause trotzdem noch nicht. Penk/Reißeck kam mit Schwung aus der Kabine und meldete sich sofort zurück. In der 47. Minute stellte Dominik Jonas Eder auf 1:2 und brachte die Gastgeber damit wieder in Schlagdistanz. Genau dieser frühe Treffer nach Wiederbeginn ließ noch einmal Hoffnung aufkommen. "Wir haben gleich von Anfang an das Tor gemacht. Da haben wir Hoffnung gehabt, dass vielleicht noch was geht", schilderte Miskovic diese Phase. Der Ausgleich fiel aber nicht mehr, weil Dellach die Partie danach aus Sicht des Penk-Trainers gut verwaltete. "Der Gegner hat das ziemlich gut gemacht. Hinten haben sie sehr gut defensiv gestanden, und wir haben nicht die richtigen Wege Richtung Tor gefunden." So blieb es bei einem Spiel, in dem Penk zwar noch einmal herankam, den Rückstand aber nicht mehr vollständig aufholen konnte.
Interessant war dabei, dass Miskovic seiner Mannschaft nicht alles absprach. Er sah durchaus Dinge, auf denen man aufbauen kann, nur eben nicht dort, wo Spiele entschieden werden. "Wir haben den Ballbesitz ziemlich gut gehabt, aber nach vorne ist zu wenig herausgekommen", sagte der Trainer. Damit beschrieb er recht genau das Problem der Gastgeber. Der Ball war phasenweise da, der Ertrag daraus aber zu gering. Dazu kam, dass Dellach laut Miskovic genau in den Situationen stark war, in denen Penk eigentlich ins eigene Spiel kommen wollte. "Sie haben gutes Pressing gemacht. Genau da haben sie uns erwischt." Auch die Entstehung der Gegentreffer ordnete er in diese Richtung ein. Penk wollte unter Druck herausspielen, leistete sich dabei Fehler, und Dellach nutzte das konsequent aus. "Da ist einfach ein Fehlerpass passiert, und der Gegner hat das ausgenutzt", so Miskovic. Für ihn war damit klar, dass nicht ein einzelner Zufall, sondern mehrere unsaubere Momente in der Anfangsphase den Ausschlag gaben.
Nach dem Schlusspfiff war beim Penk-Coach deshalb auch kein großes Suchen nach Nebenschauplätzen zu hören. Zur Spielleitung sagte er nur knapp: "Schiedsrichterlich will ich nicht viel sagen." Stattdessen blieb er bei den Dingen, die seine Mannschaft selbst beeinflussen kann. "Wir sind ziemlich locker ins Spiel hineingekommen, so war es nicht ausgemacht", meinte Miskovic, der von einem schlechten Tag sprach, den man jetzt sauber aufarbeiten müsse. Vor allem im Offensivspiel sieht er Luft nach oben: "Da müssen wir unter der Woche schauen, dass wir nach vorne effektiver werden. Chancen muss man hundertprozentig ausnutzen." Der Blick geht also schnell wieder nach vorne. "Schlechte Tage haben wir gehabt. Wir werden nicht nachlassen und schauen, dass wir in den nächsten Spielen wieder etwas Gutes machen", kündigte Miskovic an. Nach dem 1:2 bleibt für Penk/Reißeck damit vor allem die Erkenntnis, dass ein verschlafener Beginn in dieser Liga nur schwer zu reparieren ist.