Im Duell der 1. Klasse West hat der SV Gregoritsch Penk/Reißeck bei der TSU Ainet einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Auswärtssieg verwandelt. Trainer Antun Miskovic sprach von einer zunächst ausgeglichenen Partie, in der seine Elf zwei Gegentreffer hinnehmen musste, ehe sie nach der Pause „Charakter gezeigt“ und das Spiel mit viel Druck noch komplett gedreht habe.

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Zur Halbzeit war die Ausgangslage für die Gäste alles andere als einfach. Dabei sah Miskovic die Partie bis dahin keineswegs als einseitig an. „Es war ungefähr eine ausgeglichene Partie“, sagte der Penk-Trainer und machte zugleich deutlich, warum sein Team trotzdem mit 0:2 in Rückstand lag. Aus seiner Sicht kassierte seine Mannschaft die Tore auch wegen ihrer jungen Besetzung. Ainet nutzte diese Phase aus und ging schon in der 9. Minute durch Levi Lukasser in Führung. Kurz vor der Pause legten die Osttiroler nach, als Manuel Hertscheg in der 39. Minute auf 2:0 stellte. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabinen, obwohl die Gäste das Spiel nicht als klar unterlegen erlebt hatten.
Was Penk/Reißeck nach dem Seitenwechsel zeigte, gefiel dem Trainer dann deutlich besser. Miskovic sprach von einer ganz anderen Energie und hob vor allem die letzte halbe Stunde hervor. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Charakter gezeigt und das Spiel komplett gedreht“, sagte er. Den Wendepunkt verortete er ziemlich genau: „Ab der 60. Minute haben wir Vollgas gepresst.“ Dieses Anlaufen machte sich schnell bezahlt. In der 63. Minute verkürzte Hanno Gradnitzer auf 2:1 und nur drei Minuten später stellte Dominik Jonas Eder bereits auf 2:2. Penk blieb am Drücker, gewann laut Miskovic immer wieder Bälle und setzte weiter nach. In der 85. Minute war es dann noch einmal Eder, der den Umschwung endgültig vollendete und das 3:2 erzielte.
Für den Trainer lag der Unterschied in dieser starken Phase nicht in einer einzelnen Aktion, sondern in mehreren Dingen, die endlich ineinandergriffen. „Wir standen gleich in der Nähe zum Gegner, haben schnell nach vorne umgeschaltet und die Chancen genutzt, die wir hatten“, fasste Miskovic zusammen. Genau das war aus seiner Sicht der Schlüssel, nachdem seine Mannschaft vor der Pause noch zweimal bestraft worden war. Den Gegner bewertete er dennoch sehr positiv. Ainet sei „eine sehr gute Mannschaft, überhaupt daheim“, sagte der Penk-Coach. Er beschrieb die Gastgeber als gut organisiert, „von hinten bis vorne“, und verwies auch auf zwei schnelle Stürmer, mit denen Ainet seine Mannschaft im Konter erwischt habe. Die beiden Gegentore ordnete er genau in dieses Muster ein. Mit der Leitung des Schiedsrichters war Miskovic ebenfalls einverstanden: „Der Schiedsrichter war in Ordnung. Ich konnte mich nicht beschweren.“
Über das Ergebnis hinaus war Miskovic wichtig, welchen Weg seine Mannschaft gerade einschlägt. Er sprach mehrfach davon, weiterzuarbeiten und die eigenen Stärken noch konsequenter auszunutzen. Besonders hob er hervor, dass in seiner Elf viele junge Spieler Verantwortung übernehmen. „Wir haben so viele junge Perspektiven drin. Da spielt einer mit 16, einer mit 17 als Stammspieler. Auf die Jungen muss man aufbauen und weiterhin arbeiten“, sagte er. Der Auswärtssieg in Ainet passt damit genau zu dem Bild, das der Trainer zeichnete: eine Mannschaft, die noch lernen muss, die aber auf Rückschläge reagieren kann und diesmal aus einem 0:2 noch drei Punkte machte. Für Penk/Reißeck stehen damit nach sechs Runden zehn Punkte zu Buche.