Spielberichte

„Der letzte Wille hat gefehlt“ – Kötschach-Mauthen gerät in Mölltal vor der Pause auf die Verliererstraße

FC Mölltal
OSK Kötschach-Mauthen

In der 1. Klasse West setzte sich FC Mölltal Obervellach am Samstag mit 5:2 gegen OSK Kötschach-Mauthen durch. Für Trainer Hans Peter Wibmer war die Niederlage der Gäste vor allem schon vor der Pause angelegt, weil zwei Fehler direkt bestraft wurden. Nach dem Seitenwechsel kam sein Team zwar noch einmal auf, doch am Ende blieb seine klare Erklärung: „Der letzte Wille oder die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen“, habe gefehlt.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwei Gegentore, die Wibmer besonders schmerzen

Was Wibmer damit meinte, hatte sich aus seiner Sicht schon früh abgezeichnet. Kötschach-Mauthen stand nach seinen Worten „die ersten zwanzig Minuten gut“ und hielt die Partie zunächst offen. Dann aber kippte das Spiel mit zwei Szenen, die der Trainer sehr deutlich benannte. Beim 1:0 in der 24. Minute traf Rene Löschnig für die Gastgeber, und Wibmer sprach dabei von einem Stellungsfehler und zu spätem Verschieben. Noch schwerer wog für ihn das 2:0 in der 37. Minute durch Tim Schorratz. „Da haben wir in der Abwehr geschlafen“, sagte er. Mit dem 0:2 zur Pause war der Aufwand der ersten Minuten aus Sicht des OSK dahin, weil genau jene Fehler passierten, die man sich gegen einen spielstarken Gegner auswärts kaum leisten kann.

Nach dem Anschluss wieder dran, doch Mölltal antwortet sofort

Ganz erledigt war die Partie damit aber noch nicht. Wibmer betonte, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel besser aus der Kabine kam und das Spiel offener gestalten konnte. Zunächst half dabei auch das Eigentor von Nico Hackl in der 49. Minute, das den Rückstand auf 1:2 verkürzte. „Nach der Halbzeit kamen wir besser ins Spiel, konnten die Partie offen gestalten“, sagte der Trainer. Genau deshalb war das 3:1 nur drei Minuten später für ihn umso bitterer. Ramon Burger stellte in der 52. Minute den alten Abstand wieder her, und auch diese Szene erklärte Wibmer mit einem Fehler der eigenen Mannschaft: „Dann sind wir durch einen Stellungsfehler wieder 1:3 in Rückstand geraten.“ Dass Kötschach-Mauthen trotzdem nicht zusammenfiel, zeigte sich wenig später, als Christoph Schellander in der 60. Minute noch einmal auf 2:3 verkürzte und den Gästen wieder Hoffnung gab.

Die Schlussphase läuft gegen den OSK

Gerade weil Kötschach-Mauthen nach dem 2:3 noch einmal dran war, fiel die Analyse des Trainers nach dem Spiel so deutlich aus. Wibmer sah durchaus Dinge, die seine Mannschaft mitnehmen kann, wollte die Niederlage aber nicht schönreden. „Dass wir nicht aufgegeben haben und teilweise mit Mölltal mithalten konnten, obwohl sie spielerisch überlegen waren“, nannte er als positiven Punkt. Gleichzeitig blieb er in der Ursachenforschung klar: „Der letzte Wille oder die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen“, habe gefehlt. Über den Gegner sagte er: „Mölltal ist eine starke Mannschaft, spielerisch und routiniert, und die ist auf heimischem Platz schwer zu schlagen.“ In der Schlussphase nutzten die Gastgeber ihre Vorteile dann endgültig. Rene Löschnig traf in der 73. Minute zum 4:2, nach der Roten Karte gegen Kristjan Kovacevic in der 78. Minute wurde die Aufgabe für den OSK noch schwieriger, und Stefan Pacher setzte in der 83. Minute den Schlusspunkt zum 5:2.

Warum diese Niederlage klar einzuordnen ist

Unter dem Strich blieb damit eine Niederlage, die Wibmer vor allem über die eigenen Fehler erklärte und weniger über einen einzelnen Zufall. Die Phase vor der Pause und das schnelle 1:3 nach dem Anschluss waren aus seiner Sicht die Punkte, an denen das Spiel weglief. Gerade dort hatte Kötschach-Mauthen die Chance, länger in der Partie zu bleiben oder nach dem Wechsel noch mehr Druck aufzubauen. So aber reichte eine ordentliche Reaktion nach der Halbzeit nicht mehr, um in Mölltal wirklich etwas mitzunehmen. Für den OSK bleibt nach sechs Runden damit vorerst der Stand von zehn Punkten in der Tabelle. Das 2:5 liefert trotzdem eine klare Botschaft: Mithalten war phasenweise möglich, entscheidend waren aber jene Momente, in denen Mölltal wacher, routinierter und konsequenter war.

1. Klasse West: FC Mölltal : Kötschach-Mauthen - 5:2 (2:0)

  • 83
    Stefan Pacher 5:2
  • 73
    Rene Löschnig 4:2
  • 60
    Christoph Schellander 3:2
  • 52
    Ramon Burger 3:1
  • 49
    Eigentor durch Nico Hackl 2:1
  • 37
    Tim Schorratz 2:0
  • 24
    Rene Löschnig 1:0