Spielberichte

„Wir belohnen uns für unseren Aufwand nicht“ – Admira bleibt gegen Irschen trotz Dauerdruck nur bei einem Punkt

Admira Villach
ASKÖ Irschen

In der 1. Klasse West hat sich ESV Admira Villach am Samstag trotz klarer Feldvorteile mit einem 1:1 gegen ASKÖ Irschen begnügen müssen. Die Gastgeber lagen nach einem Gegentor von Enis Musanovic zur Pause hinten, kamen durch Daniel Brandauer zurück und drängten danach auf den Sieg. Für den Sportlichen Leiter Siegfried Mödritscher blieb dennoch vor allem eines hängen: zu viele gute Möglichkeiten und zu wenig Ertrag.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

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Starker Beginn ohne Ertrag, dann schlägt Irschen zu

Für Mödritscher erzählte dieses 1:1 vor allem die Geschichte einer ersten halben Stunde, in der seine Mannschaft sich eigentlich selbst auf Kurs hätte bringen müssen. „Das Spiel wogte anfangs hin und her, wobei wir gleich in der 8., 11. und 16. Minute drei Topchancen hatten“, sagte der Sportliche Leiter. Daniel Brandauer stand dabei mehrmals im Mittelpunkt, einmal rettete der Gästetormann, einmal die Querlatte. Was aus Sicht der Villacher folgte, passte dann umso weniger zum Verlauf: In der 23. Minute nutzte Enis Musanovic einen Fehler im Aufbauspiel der Admira und brachte Irschen mit 1:0 in Führung. „Das war ein Dämpfer“, sagte Mödritscher, zumal seine Mannschaft nach seinen Worten zu diesem Zeitpunkt „eigentlich schon mit mindestens ein oder zwei Toren führen“ hätte müssen. So aber nahmen die Gäste den Vorsprung mit in die Pause.

Nach der Pause fast nur noch eine Richtung

Dass die Admira am Ende nur mit einem Punkt dastand, war für Mödritscher deshalb schwer zu akzeptieren, weil er seine Mannschaft über weite Strecken klar im Vorteil sah. „Näher am Sieg war absolut die Heimmannschaft“, stellte er klar. Vor allem nach dem Seitenwechsel sei seine Elf das aktivere Team gewesen und habe die Partie immer stärker an sich gezogen. „In der zweiten Hälfte war es fast Powerplay. Die Gäste aus Irschen sind kaum aus ihrer eigenen Hälfte gekommen“, sagte er. Mit Wechseln erhöhte die Admira noch einmal den Druck, blieb am Drücker und belohnte sich in der 74. Minute zumindest mit dem Ausgleich. Daniel Brandauer traf zum 1:1, das nach dem Spielbild aus Sicht der Gastgeber längst verdient war. Doch auch nach diesem Treffer hörte die Admira nicht auf, sondern spielte weiter nach vorne und suchte konsequent den zweiten Treffer.

Das letzte Drittel bleibt der Knackpunkt

Genau dort lag für Mödritscher aber auch der entscheidende Unterschied zwischen Aufwand und Ertrag. „Was gefehlt hat, waren eigentlich die Tore“, sagte er, obwohl er mit vielen Phasen des eigenen Spiels durchaus zufrieden war. Der Aufbau habe gepasst, die Ballstaffetten von hinten heraus seien gut gewesen, und bis an den Strafraum habe seine Mannschaft vieles richtig gemacht. „Bis zum Sechzehner war es eigentlich gut, aber danach leider nicht“, brachte er es auf den Punkt. Im letzten Drittel habe der letzte Pass, die letzte Konsequenz und manchmal auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Dazu kam in der Schlussphase noch eine Szene, die Mödritscher als einzige wirklich strittige Situation des Nachmittags bezeichnete. In der 83. Minute sah er den Ball nach einem Admira-Abschluss klar hinter der Linie. „Das wäre schon das 2:1 gewesen“, meinte er. Zugleich stellte er aber auch klar, dass der Schiedsrichter seine Sache „im Großen und Ganzen gut gemacht“ habe und diese eine Entscheidung aus seiner Sicht die Ausnahme geblieben sei.

Ein Lichtblick im Remis und trotzdem zu wenig Zufriedenheit

Neben aller Enttäuschung nahm Mödritscher aber zumindest einen positiven Punkt aus diesem Heimspiel mit. Michael Unterassinger feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback und war laut dem Admira-Funktionär sofort an einem wichtigen Moment beteiligt. „Das hat uns ganz besonders gefreut“, sagte Mödritscher. Unterassinger leitete den Ausgleich mit einem schönen Wechselpass von der linken auf die rechte Seite ein und kehrte vor allem schmerzfrei zurück. Auch das machte den Nachmittag aus Sicht der Villacher nicht wertlos. Trotzdem überwog am Ende das Gefühl, dass gegen einen kompakten Gegner aus Irschen deutlich mehr möglich gewesen wäre. Mödritscher beschrieb die Gäste als geschlossene Mannschaft mit guten Legionären und gefährlichen Kontern, einer davon führte zum Tor. Am Fazit änderte das für ihn aber nichts: „Wir belohnen uns für unseren Aufwand nicht und nutzen die Chancen zu wenig.“ Genau deshalb fühlte sich dieses 1:1 bei der Admira nicht wie ein gewonnener Punkt, sondern wie zwei verlorene an.

1. Klasse West: Admira Villach : Irschen - 1:1 (0:1)

  • 74
    Daniel Brandauer 1:1
  • 23
    Enis Musanovic 0:1