In der 1. Klasse West musste sich der SV Tristach am Freitagabend bei ASKÖ Irschen mit 0:2 geschlagen geben. Lange war aus Sicht der Gäste durchaus mehr möglich, weil Tristach ordentlich ins Spiel fand. Sebastian Lackner sah die Gründe für die Niederlage aber klar bei der eigenen Mannschaft: zu wenig Druck nach vorne, zu viele Ballverluste im Mittelfeld und im Abschluss nicht konsequent genug.

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Aus Sicht der Gäste begann die Partie gar nicht schlecht. Sebastian Lackner, Sektionsleiter bei Tristach, sprach sogar davon, dass seine Mannschaft zunächst spielbestimmend gewesen sei. Genau deshalb ärgerte ihn der Verlauf danach umso mehr. Tristach gab das Spiel nach ordentlichem Beginn Stück für Stück aus der Hand, ohne dass Irschen das Geschehen komplett an sich gerissen hätte. In der 28. Minute brachte dann ein Freistoß die Hausherren auf Kurs, Marco Heregger stellte auf 1:0. Mit diesem Rückstand ging es auch in die Pause, weil die Gäste trotz ihrer anfänglichen guten Phase nicht mehr richtig Zugriff bekamen.
Nach dem Seitenwechsel blieb aus Tristacher Sicht vor allem ein Punkt hängen: Nach vorne kam insgesamt zu wenig. Lackner formulierte das nach dem Spiel sehr deutlich: "Der entscheidende Moment war, dass in der Offensive von uns zu wenig gekommen ist." Dazu kamen jene Ballverluste im Mittelfeld, die aus seiner Sicht immer wieder den Rhythmus kaputt gemacht haben. "Wir konnten den Gegner dadurch nicht genug unter Druck setzen", sagte er. Auch das Spiel aus der Abwehr nach vorne habe nicht wie gewünscht funktioniert. Tristach kam zu selten sauber durch die Linien, vieles wirkte stockend, und dadurch fehlte auch im letzten Drittel die Durchschlagskraft. Im Abschluss sei seine Mannschaft zudem "zu wenig konsequent" gewesen, um zumindest einmal anzuschreiben.
Lackner wollte die Niederlage dabei nicht einfach auf die Stärke des Gegners schieben. "Wir waren einfach nicht gut genug", sagte er offen und ergänzte, dass beide Mannschaften aus seiner Sicht auf einem ähnlichen Niveau gewesen seien. Gerade deshalb fiel seine Analyse klar aus: Nicht die große Überlegenheit der Gastgeber habe das Spiel entschieden, sondern die wenigen Aktionen, die sauber zu Ende gespielt wurden. Der Freistoß von Marco Heregger brachte Irschen die Führung, und lange blieb genau dieses Tor der Unterschied. In der 89. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung, als Kilian Oberegger ein Eigentor zum 2:0 unterlief. Damit war die Partie für Tristach endgültig gelaufen.
Diskussionen rund um die Spielleitung wollte der Tristacher Funktionär gar nicht erst aufkommen lassen. Den Unparteiischen bewertete Lackner ausdrücklich positiv: "Die Schiedsrichterleistung war ausgezeichnet. Man kann ihm gar nichts vorwerfen." Auch insgesamt sei es keine überharte Partie gewesen, sondern ein Spiel, das seine Mannschaft vor allem an den eigenen Fehlern verloren habe. Für Tristach bleibt nach dem 0:2 damit weniger die Frage, was Irschen groß besser gemacht hat, sondern vielmehr, wie man selbst das Spiel aus der Abwehr sauberer nach vorne bringt und im letzten Drittel zwingender wird. Während Irschen nach sieben Runden bei 14 Punkten hält, bleibt Tristach bei drei Zählern und weiß nach diesem Abend ziemlich genau, wo angesetzt werden muss.