Zum Auftakt der 2. Klasse A hat der SV Berg beim SK Grafendorf mit 6:2 gewonnen und damit einen torreichen Start hingelegt. Trainer Bernd Albert Feil sah den Erfolg vor allem in der letzten halben Stunde entschieden. Nach dem 2:2 habe seine Mannschaft läuferisch und technisch die Oberhand gewonnen. Dass das Ergebnis am Ende so klar ausfiel, hielt er trotz der Sommerhitze zwar für etwas zu hoch, insgesamt aber für verdient.

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Schon in seiner ersten Einschätzung machte Bernd Albert Feil klar, dass er den Auswärtssieg trotz des frühen Rückstands als verdient ansah. „Aufgrund der höheren Chancenanzahl von der ersten Minute weg geht das Spiel für mich in Ordnung“, sagte der Trainer. Zunächst lag seine Mannschaft aber hinten, weil Manfred Franz Josef Waldner in der 22. Minute das 1:0 für den SK Grafendorf erzielte. Berg ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und blieb im Spiel. In der 33. Minute gelang Julian Schmidpeter der Ausgleich, und noch vor der Pause drehte Jonas Hueter die Partie mit dem 2:1 in der 45. Minute. Mit dieser Führung ging SV Berg auch in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, weil SK Grafendorf noch einmal zurückkam. Justin Dennis Kroos erzielte in der 55. Minute das 2:2 und stellte damit genau jenen Zwischenstand her, von dem aus sich das Spiel aus Sicht von Feil klar in Richtung seiner Mannschaft entwickelte. „Der entscheidende Moment war circa in der sechzigsten Minute, wo man gemerkt hat, dass wir läuferisch und technisch die Oberhand im Spiel gewonnen haben“, sagte der Trainer. Genau das spiegelte sich dann auch im Ergebnis wider. Florian Peter Suntinger brachte SV Berg in der 70. Minute wieder in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Elias Valentin Walter Wassermann auf 4:2. Wassermann legte in der 78. Minute noch einmal nach, ehe Christian Horst Aigner in der 84. Minute den 6:2-Endstand herstellte.
Feil begründete den klaren Sieg nicht nur mit der Anzahl der Tore, sondern vor allem mit der Art, wie seine Mannschaft zu ihren Möglichkeiten kam. „Wir haben heute den Ball gut gehen lassen. Im Endeffekt war es so, dass wir uns die Chancen auch zentral oder über die Seiten super erarbeitet haben“, sagte er. Der Trainer lobte also die Struktur im Spiel nach vorne, sprach aber ebenso offen an, dass noch nicht alles passt. „Abschlusstechnisch müssen wir noch arbeiten“, meinte Feil, obwohl seine Mannschaft sechsmal traf. Auch in der Defensive sieht er noch Luft nach oben. Die beiden Gegentore waren für ihn ein Zeichen dafür, dass dort noch eine Lücke zu schließen ist und in den nächsten Wochen weiter gearbeitet werden muss.
Dass das Spiel lange nicht entschieden war, lag für Feil auch am Auftreten des Gegners. SK Grafendorf habe „auf Konterschancen gelauert“ und diese auch gut umgesetzt, sagte der Trainer. Gerade das 2:2 war für ihn ein Beleg dafür, dass der Gastgeber seine Möglichkeiten effizient nutzte und Berg bis weit in die zweite Hälfte hinein forderte. Den Unterschied sah Feil danach vor allem in der Geschlossenheit seiner Mannschaft und in der Breite des Kaders. „Mit einer Bank, die zum Schluss noch Druck machen konnte, haben wir sicher mehr Power ins Spiel bringen können“, erklärte er. Positiv hob er außerdem den Unparteiischen hervor: „Die Schiedsrichterleistung war heute sehr gut. Es hat wenig Situationen gegeben, über die man diskutieren kann.“ Für SV Berg steht damit ein klarer Auftaktsieg, den der Trainer als verdient einordnet, auch wenn er weiß, dass noch nicht alles ausgereizt ist.