In der 2. Klasse A hat sich die SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b im Heimspiel gegen SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf mit einem 2:2 begnügen müssen. Trainer Thomas Fresser fand danach sehr klare Worte und sprach von einem „lustlosen Sonntagskick“. Dass seine Mannschaft nach roter Karte in Unterzahl noch zum Ausgleich kam, war für ihn am Ende das einzig wirklich Positive an diesem Nachmittag.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Thomas Fresser klar, warum ihn der Punkt nur bedingt beruhigte. „Beide Mannschaften haben ein anderes System gespielt“, sagte der Trainer und erklärte, dass seine Elf eigentlich über Kombinationen ins Spiel kommen wollte, während die Gäste aus seiner Sicht vor allem mit hohen Bällen arbeiteten. Gerade das störte ihn, weil seine Mannschaft sich davon zu sehr beeinflussen ließ. „Wir haben uns zu viel dem Gegner angepasst“, sagte Fresser. Dazu kam, dass er insgesamt wenig Niveau in der Partie sah. „Beide Mannschaften waren heute nicht gut“, lautete sein hartes Urteil. Trotzdem ging die SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b in der 41. Minute in Führung, als Oliver Bstieler zum 1:0 traf. Mit diesem Vorsprung ging es dann auch in die Pause.
Dass die Führung aus Sicht der Gastgeber keine Sicherheit brachte, zeigte sich nach dem Seitenwechsel sehr schnell. Fresser sprach im Rückblick von einer „enttäuschenden Leistung“ und wurde dabei sehr konkret. „Es hat eigentlich gar nichts funktioniert, was wir uns vorgenommen haben. Wir schaffen es nicht, ohne Fehler zu spielen, und sind nach vorne zu harmlos“, sagte der Trainer. Genau in diese Phase hinein fiel in der 60. Minute der Ausgleich durch Elias Karl Hubert Urbaner. Nur fünf Minuten später legte Simon Brandstätter das 1:2 für die SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf nach. Für Fresser passte auch das ins Bild dieses Nachmittags. „Wir machen leider immer wieder die gleichen Fehler, haben dadurch zwei Tore bekommen“, sagte er und erklärte damit auch, warum aus der Pausenführung plötzlich ein Rückstand wurde.
Was den Trainer zusätzlich ärgerte, war die fehlende Durchschlagskraft nach vorne. „Nach vorne sind wir teilweise zu wenig oft ins letzte Drittel gekommen“, sagte Fresser. Seine Mannschaft fand also weder mit Ball noch gegen den Ball zu einem Auftritt, mit dem er zufrieden sein konnte. Und dennoch bekam die Partie in der Schlussphase noch eine besondere Wendung. In der 84. Minute sah Tormann Elias Schilcher die rote Karte. In dieser Lage schien der Rückstand noch schwerer zu wiegen. Doch in der 94. Minute kam die SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b doch noch zum Ausgleich. Fabio Andre Stefan Schöpfer erzielte das 2:2 und rettete den Hausherren damit zumindest noch einen Punkt.
So fiel auch das Schlussfazit des Trainers zweigeteilt aus. Einerseits ordnete er das Remis nüchtern ein und sagte: „Dadurch, dass unser Tormann in der 84. Minute Rot gesehen hat und wir danach mit einem Mann weniger waren, muss man mit dem Unentschieden im Großen und Ganzen zufrieden sein.“ Andererseits wollte er die Leistung damit nicht schönreden. „Das einzige Positive ist, dass wir mit einem Mann weniger in der 94. Minute noch den Ausgleich gemacht haben und somit mit einem blauen Auge davongekommen sind“, sagte Fresser. Viel mehr wollte er aus diesem 2:2 nicht mitnehmen. „Funktioniert hat eigentlich nicht viel. Man konnte das nicht umsetzen, was man vorher besprochen hat.“ Nach drei Runden steht die SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b damit bei vier Punkten, der späte Ausgleich verhindert Schlimmeres, ändert aber nichts an einer sehr kritischen Analyse des eigenen Trainers.