In der 2. Klasse A hat SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b am Samstag bei Rapid Lienz 1b mit 0:2 verloren. Trainer Thomas Fresser sah seine Elf anfangs gut im Spiel, danach aber im Offensivspiel zu harmlos. „Der Ruck nach vorne hat gefehlt“, sagte der Matreier Coach nach einer Partie, in der Lienz laut Fresser die „schlauere Mannschaft“ war und seine Chancen durch Adis Mema und Dominik Broz besser nutzte.

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Aus Sicht der Gäste begann die Partie zunächst ordentlich. „In den ersten fünfzehn Minuten ist meine Mannschaft, Lok Matrei, sehr gut ins Spiel gekommen“, sagte Fresser, der mit dem Start seiner Elf also durchaus leben konnte. Danach kippte das Bild aber Stück für Stück. Lienz stellte sich laut dem Matreier Trainer besser auf die Anfangsphase der Gäste ein und fand immer besser in die Partie. Matrei kombinierte zwar weiter gefällig, doch genau dort sah Fresser schon das Hauptproblem des Nachmittags: „Leider ist es nicht gelungen, ins letzte Drittel zu kommen.“ Während die Gäste in der Offensive zu wenig Durchschlagskraft entwickelten, zeigte sich Lienz vor der Pause deutlich effizienter. Fresser brachte es klar auf den Punkt: „Lienz hatte in der ersten Hälfte zwei Chancen und ein Tor erzielt. Sehr effektiv.“ Dieses Tor fiel in der 29. Minute durch Adis Mema, und mit diesem 1:0 ging es auch in die Kabinen.
Zur Pause versuchte Matrei noch einmal gegenzusteuern. Fresser reagierte mit einem Dreifachwechsel, um seiner Mannschaft neue Impulse zu geben und dem Spiel vielleicht noch eine andere Richtung zu geben. Zunächst blieb es aber dabei, dass Lienz in den entscheidenden Momenten gefährlicher wirkte. In der 54. Minute krachte ein Freistoß der Gastgeber an die Querlatte, auch das erwähnte der Matreier Trainer als wichtige Szene in einer insgesamt eher zähen Partie. Richtig unangenehm wurde es für die Gäste dann rund zwanzig Minuten vor dem Ende. Für Fresser war dieser Moment ausschlaggebend, weil seine Mannschaft in dieser Phase einen leichten Abwehrfehler machte und Lienz daraus Kapital schlug. Offiziell stellte Dominik Broz in der 71. Minute auf 2:0. Danach lief Matrei weiter an, doch Fresser musste anerkennen: „Matrei war danach noch bemüht, der ersehnte Treffer blieb dennoch aus.“ Damit war das Spiel im Grunde entschieden, auch wenn sich die Gäste bis zum Schluss nicht völlig aufgaben.
Der Matreier Trainer suchte nach dem Schlusspfiff keine Ausreden, erklärte die Niederlage aber sehr deutlich über das eigene Offensivspiel. „Im Großen und Ganzen war Lienz in diesem Spiel die schlauere Mannschaft“, sagte Fresser. Gleichzeitig machte er klar, dass die Partie kein Fußballfest war: „Der große Leckerbissen war das Spiel nicht, wobei die Hitze auf dem großen Platz auch ausschlaggebend war.“ Vor allem nach vorne fehlte seiner Elf das, was sie sonst auszeichnet. „Die schnellen Bälle in die Spitze und auf die Seiten haben gefehlt“, meinte Fresser, und genau deshalb sei man „zu wenig oft in das letzte Drittel gekommen“. Dass er die Leistung des Gegners dennoch anerkannte, schob er gleich nach: Lienz sei „eine sehr spielstarke junge Mannschaft“ und habe „zwei, drei außergewöhnliche Spieler“, die am Ende den Ausschlag gegeben hätten. Ein extra Lob gab es außerdem für den jungen Lienzer Tormann, der seine Aufgabe laut Fresser „ausgezeichnet gemacht hat“. Auch den Schiedsrichter hob der Coach positiv hervor: „Die Schiedsrichterleistung war top. Der Schiedsrichter war der unauffälligste an diesem Spieltag und so soll es auch sein.“ Für Matrei heißt es nun, die Niederlage rasch abzuhaken. „Wichtig ist jetzt, den Kopf nicht hängen zu lassen, die Woche wieder gut zu trainieren und zu schauen, dass man beim nächsten Heimspiel wieder anschreiben kann“, sagte Fresser. Nach sechs Runden hält Matrei damit bei sieben Punkten, Rapid Lienz steht nach dem Heimsieg bei zehn Zählern.