Im Spitzenspiel der 2. Klasse A hat sich URC Thal/Assling 1b am Freitag mit SG Prägraten/Virgen 1:1 getrennt. Nach einer starken ersten Hälfte und der Führung durch Maximilian Ortner ließ die Mannschaft von Trainer Christian Schneider die Gäste nach der Pause zurückkommen. „Jede Mannschaft hatte ihr Momentum“, sagte Schneider danach und brachte damit einen Abend auf den Punkt, an dem sich beide Teams den Zähler verdienten.

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Christian Schneider sprach nach dem Abpfiff von „zwei verschiedenen Halbzeiten“, und genau so stellte sich die Partie aus Sicht der Gastgeber auch dar. Vor allem vor der Pause hatte Thal das Spiel laut seinem Trainer „sehr gut unter Kontrolle“, war im Ballbesitz sauber, im Kurzpassspiel präsent und auch in den Zweikämpfen voll da. Dazu kamen jene Phasen, in denen die Heimischen das Spiel nach vorne gut aufziehen konnten und sich so auch Chancen erarbeiteten. In der 20. Minute belohnte sich Thal für diese Überlegenheit. Nach einer guten Aktion konnte ein Spieler der Gastgeber laut Schneider nur noch mit einem Foul gestoppt werden, den fälligen Strafstoß verwandelte Maximilian Ortner trocken zum 1:0. Mit dieser Führung im Rücken ging es auch in die Pause, und zu diesem Zeitpunkt sprach vieles für die Heimelf.
Nach der Pause änderte sich das Bild dann aber deutlich. Schneider hatte den Eindruck, dass Prägraten/Virgen personell nachjustierte und danach „aggressiver und offensiver gespielt“ habe. Das bekam Thal sofort zu spüren, denn gleich zu Beginn der zweiten Hälfte gab es einen Elfmeter für die Gäste. Dass dieser nicht zum Ausgleich führte, lag am Tormann der Gastgeber, der parieren konnte und seine Mannschaft damit zunächst im Spiel hielt. Trotzdem blieb das Momentum bei den Gästen. Schneider sagte offen, seine Mannschaft sei in dieser Phase nicht mehr richtig ins Spiel gekommen, habe im Zentrum wichtige Zweikämpfe verloren und sei „meistens einen Schritt zu spät“ gewesen. Der Ausgleich fiel dann in der 59. Minute und passte zum Verlauf dieser Phase: Nach einer kurz abgespielten Ecke traf Michael Lukas Kröll mit einem satten Schuss zum 1:1. „Bis dahin hatten wir schon um das Tor gebettelt“, meinte Schneider, der den Treffer deshalb auch als verdient einordnete.
Bis etwa zur 75. Minute sah Schneider die Gäste im Vorteil, danach wurde die Partie wieder ausgeglichener. Die ganz großen Offensivaktionen blieben auf beiden Seiten dann aber weitgehend aus. „Zum Schluss haben wir uns eigentlich gegenseitig neutralisiert“, sagte der Trainer, und genau das erklärte für ihn auch, warum es am Ende beim Remis blieb. Das Spiel plätscherte in der Schlussphase eher dahin, ohne dass eine Mannschaft noch dauerhaft Druck aufbauen konnte. Ganz vorbei war die Sache für die Gastgeber trotzdem noch nicht, denn mit etwas Fortune hätte Thal sogar alle drei Punkte mitnehmen können. Schneider verwies auf einen gut angetragenen Freistoß aus dem Halbfeld, der an allen vorbeiging und an der Stange landete. „Mit ein bisschen Glück gewinnen wir das Spiel sogar“, sagte er, schob aber sofort nach, dass ein Sieg in dieser Situation „glücklich“ gewesen wäre.
Gerade deshalb fiel Schneiders Gesamturteil klar und nüchtern aus. „Meiner Meinung nach ist das ein gerechtes Unentschieden“, sagte der Thaler Trainer und begründete das mit den unterschiedlichen Spielphasen. Seine Mannschaft sei in der ersten Halbzeit besser gewesen, Prägraten/Virgen habe dafür nach dem Wechsel mehr Wucht entwickelt und sich den Punkt verdient. Auch für den Gegner fand Schneider deutliche Worte: „Die Mannschaft Prägraten/Virgen war ein guter Gegner. Die sind nicht umsonst so weit vorne in der Tabelle.“ Dass sich im Duell der beiden punktgleichen Spitzenteams keiner entscheidend absetzen konnte, passt also zum Verlauf. Positiv äußerte sich der Trainer außerdem über den Unparteiischen, dessen Leistung er als „ausgezeichnet“ bezeichnete. Und trotz der verpassten Möglichkeit auf den Heimsieg blieb sein Blick nach vorne gerichtet: „Wir bleiben auf unserem Weg und ich bin da positiv gestimmt.“