In der 2. Klasse A hat SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf zuhause gegen SV Berg mit 1:2 verloren. Trainer Marc Angelo Mareschi sah keine klar unterlegene Vorstellung seiner Mannschaft, sondern vor allem jene Fehler, die den Ausschlag gaben. „Die Mannschaft hat alles probiert, hat gut gekämpft, aber leider haben uns die individuellen Fehler einfach die Punkte gekostet“, brachte er die Partie nach dem Schlusspfiff auf den Punkt.

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Aus Sicht von Mareschi begann die Partie für seine Mannschaft durchaus ordentlich. Der Trainer sprach von einem guten Start und davon, dass seine Elf die Begegnung in den ersten rund 20 Minuten „im Griff“ gehabt habe. Gerade deshalb schmerzte der frühe Rückschlag umso mehr. In der 14. Minute brachte Christian Horst Aigner die Gäste mit 1:0 in Führung, nachdem die Gastgeber eine eigentlich berechenbare Situation nicht klären konnten. Mareschi beschrieb die Szene sehr deutlich: „Es ist eine Flanke in unseren Sechzehner gekommen, und unser Verteidiger hatte Zeit, den Ball wegzuputzen, hat ihn aber verpasst. Dann ist er genau zum Gegner gekommen, und der musste nur mehr einschieben.“ Für den Trainer war das der erste jener Momente, in denen seine Mannschaft den Gegner selbst einlud. Nach diesem Gegentor, so schilderte er es, habe es bei seinem Team einen Bruch gegeben. „Da haben wir ein bisschen ein Blackout gehabt“, sagte Mareschi. Berg musste in dieser Phase aus seiner Sicht gar nicht über längere Strecken dominieren, sondern profitierte vor allem davon, dass Oberdrauburg/Nikolsdorf den vorher ordentlichen Rhythmus verlor und mit dem 0:1 in die Halbzeit ging.
Auch nach dem Seitenwechsel sah der Trainer seine Mannschaft zunächst wieder besser im Spiel. Er sprach erneut von einem guten Start in die Halbzeit und machte damit klar, dass er durchaus Ansätze gesehen hatte, die Partie noch zu drehen. Diese Phase bekam dann allerdings einen zusätzlichen Einschnitt durch die Rote Karte in der 65. Minute gegen Hubert Florian Pichler. Mareschi schilderte diese Phase als Unterzahl für seine Mannschaft und hob gerade deshalb die Reaktion hervor. „Nachher haben wir die Moral und den Charakter gehabt, um das 1:1 zu machen“, sagte er. Tatsächlich gelang Daniel Hohenwarter in der 72. Minute der Ausgleich zum 1:1. Für Oberdrauburg/Nikolsdorf war das in dieser Phase die passende Antwort auf einen komplizierten Spielverlauf. Der Ausgleich war aus Sicht des Trainers ein Zeichen dafür, dass seine Mannschaft trotz Rückstand und trotz des Ausschlusses nicht aufgegeben hatte. Gerade dieser Abschnitt passte zu seiner Einschätzung, dass die Partie insgesamt „mehr oder weniger ausgeglichen“ gewesen sei und es keine klaren Vorteile für eine Seite gegeben habe.
Die Hoffnung auf zumindest einen Punkt hielt aber nicht lange. Nur sechs Minuten nach dem Ausgleich stellte Richard August Moritzer auf 2:1 für Berg, und auch bei diesem Treffer war für Mareschi die Ursache schnell benannt. Wieder sprach er von einem individuellen Fehler, diesmal beim Spielaufbau beziehungsweise bei der Klärung. „Der Tormann hatte Zeit, den Ball wegzuschießen oder nach außen zu spielen, und dann ist er genau zum Gegner gekommen“, erklärte der Trainer. In der Folge sei Berg in dieser Aktion zum Abschluss gekommen und habe den entscheidenden Treffer erzielt. Viel mehr Unterschied zwischen beiden Mannschaften wollte Mareschi im gesamten Spiel nicht erkannt haben. „Von beiden Teams habe ich gestern ganz wenig Unterschied gesehen“, sagte er. Noch deutlicher wurde er bei der Frage, was der Gegner besser gemacht habe: „Er hat unsere Fehler ausgenutzt. Ganz einfach.“ Damit fasste er die Partie im Grunde komplett zusammen. Berg machte nicht auffällig mehr aus dem Spiel, war in den entscheidenden Momenten aber konsequenter und nahm die Geschenke an, die Oberdrauburg/Nikolsdorf an diesem Tag verteilte.
Auffällig war nach dem Spiel auch, worauf Mareschi seinen Fokus nicht legen wollte. Obwohl es mit der Roten Karte eine Szene gab, über die andere Trainer vielleicht länger gesprochen hätten, vermied er jede Diskussion über den Unparteiischen. „Ich respektiere alle Schiedsrichter, weil allein pfeifen unglaublich schwer ist“, sagte er und stellte klar, dass Fehler im Spiel dazugehören und von allen Beteiligten akzeptiert werden müssten. Damit zog er das Thema gar nicht erst groß auf, sondern lenkte den Blick wieder dorthin zurück, wo er die Niederlage sah: bei der eigenen Mannschaft. Für die SG bleibt damit eine Partie, in der laut Trainer Einsatz, Moral und Kampfgeist durchaus vorhanden waren, in der aber zwei entscheidende Situationen gegen sie liefen, weil sie selbst nicht sauber gelöst wurden. Das 1:2 gegen Berg ist aus seiner Sicht deshalb keine Geschichte von klarer Unterlegenheit, sondern von jenen kleinen Fehlern, die in einem ausgeglichenen Spiel eben den Unterschied machen. „Mehr ist nicht gewesen, glaube ich“, meinte Mareschi – und genauso nüchtern fiel auch seine Einordnung dieser Heimniederlage aus.