In der 2. Klasse A hat die SPG Oberes Mölltal am Sonntag beim SK Grafendorf mit 0:1 gewonnen. Zur Pause hatte es in einer zähen, umkämpften Partie noch 0:0 gestanden, ehe Lukas Oberdorfer in Minute 77 den Unterschied machte. Trainer Gerwald Wallner brachte den Verlauf danach auf eine einfache Formel: "Es waren viele hohe Bälle, wenig Spielerisches, aber am Schluss hat dieses eine Tor den Unterschied gemacht."

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Wer in Grafendorf auf ein offenes Spiel mit vielen Abschlüssen gehofft hatte, bekam aus Sicht der Gäste eine andere Partie zu sehen. Wallner sprach von "einer sehr umkämpften Partie mit Hin und Her", die vor allem von langen Bällen gelebt habe. Genau das zog sich auch durch die erste Halbzeit. Beide Teams lieferten sich ein robustes Spiel, im Mittelfeld wurde viel gearbeitet, klare Möglichkeiten blieben aber Mangelware. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, passte deshalb gut zum Verlauf. Wallner nannte die Begegnung ein "sehr mittelfeldgeprägtes Spiel", das nur wenig Chancen hergegeben habe. Gerade deshalb war früh zu spüren, dass wohl eine einzige gelungene Aktion reichen könnte.
Diese eine Aktion kam dann in der 77. Minute, und sie war aus Sicht von Oberes Mölltal sauber und direkt zu Ende gespielt. Für Wallner war auch sofort klar, was der entscheidende Moment gewesen war: "Das Tor, natürlich das Tor. Das Tor hat das ganze Spiel dann am Schluss entschieden." Den Treffer schilderte der Trainer im Detail. Zunächst kam ein langer Ball vom eigenen Tormann, danach verlängerte Dominik Ploner stark. Im nächsten Schritt setzte sich Niklas Zraunig im Eins-gegen-Eins durch, ließ seinen Gegenspieler stehen und spielte den Ball in die Mitte. Dort war Lukas Oberdorfer mitgelaufen und vollendete, wie Wallner es nannte, "mit einem super Lauf" zum 0:1. Mehr brauchte diese Partie am Ende nicht.
Dass es spielerisch kein Glanzauftritt war, verschwieg der Trainer nach dem Schlusspfiff nicht. Im Gegenteil: "Der Kampfgeist hat heute auf jeden Fall gestimmt. Das Spielerische war heute sehr schwierig." Damit lieferte Wallner auch gleich die passendste Einordnung für diesen Auswärtssieg. Oberes Mölltal musste sich in einer Partie behaupten, in der es weniger um schöne Kombinationen als um Zweikämpfe, zweite Bälle und Geduld ging. Den Gegner beschrieb Wallner als robust und routiniert. Es habe deutliche Größen- und Altersunterschiede gegeben, Grafendorf sei "sehr viel routinierter, aber nicht so spritzig" gewesen. Den kleinen Vorteil sah er deshalb eher bei seiner Mannschaft in der Technik. "Vielleicht war die technische Stärke bei uns ein bisschen höher", sagte Wallner, ohne dabei zu verschweigen, dass es insgesamt ein offenes Spiel gewesen sei.
Auch bei den strittigen Situationen blieb Wallner sachlich. Ein paar Abseitsentscheidungen gegen seine Mannschaft seien dabei gewesen, zudem hätte aus seiner Sicht eine Elfmeterentscheidung auch für Oberes Mölltal ausfallen können. Trotzdem stellte er klar: "Am Schluss ist das alles akzeptabel gewesen und wir nehmen das 1:0." Genau so liest sich dieser Nachmittag auch insgesamt. Es war kein Spiel, das über viele Höhepunkte kam, aber eines, in dem Oberes Mölltal geduldig blieb und den entscheidenden Angriff setzte. Mit dem Auswärtssieg hält sich die Mannschaft nach acht Runden mit 14 Punkten in der Spitzengruppe der Liga. Für Wallner und seine Mannschaft zählt an so einem Tag vor allem eines: In einer engen Partie den einen Moment auf die eigene Seite gezogen zu haben.