In der 2. Klasse A hat URC Thal/Assling 1b das Derby gegen Sillian 1b mit 4:0 gewonnen und dabei von Beginn an den Ton angegeben. Trainer Christian Schneider sprach nach dem Schlusspfiff von einem über 90 Minuten verdienten Sieg, bei dem seine Mannschaft sofort im Spiel war, aggressiv in die Zweikämpfe ging und den Gegner kaum zur Entfaltung kommen ließ.

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Thal/Assling war von der ersten Phase weg in der Partie und bekam früh jene Bestätigung, die Schneider später als zusätzlichen Schub bezeichnete. Schon in der 5. Minute brachte Patrick Hainzer die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Für den Trainer war das ein wichtiger Moment, aber nicht der einzige: "Vielleicht hat uns das 1:0 nach fünf Minuten noch einen weiteren Push gegeben, aber auch das zweite, dritte und vierte Tor waren wichtig." Nach 31 Minuten legte Stefan Webhofer das 2:0 nach, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb Thal/Assling weiter das aktivere Team. Paul Felder erhöhte in der 57. Minute auf 3:0, Julian Pondorfer stellte in der 74. Minute den Endstand her. Schneider bilanzierte klar: "Über 90 Minuten waren wir der verdiente Sieger." Dazu kamen laut dem Coach noch drei Stangen- beziehungsweise Lattenschüsse. Mit etwas besserer Chancenauswertung, so seine Einschätzung, hätte der Sieg sogar noch um zwei oder drei Tore höher ausfallen können.
Den Schlüssel zum klaren Heimsieg sah Schneider nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Art, wie seine Mannschaft das ganze Spiel angegangen ist. "Das ganze Spiel war ausschlaggebend", sagte er und führte das sehr deutlich aus. Seine Elf sei total in den Zweikämpfen drin gewesen, habe aggressiv gespielt, viele Duelle gewonnen und daneben auch spielerische Lösungen gefunden. Genau diese Mischung habe dafür gesorgt, dass Sillian nie richtig in sein eigenes Spiel kam. "Sillian konnte das Spiel nicht aufziehen", erklärte Schneider. Gerade deshalb maß er der Leistung viel Bedeutung bei, denn der Respekt vor dem Gegner war vor dem Derby groß. Seit er Trainer ist, hatte seine Mannschaft gegen Sillian in drei Spielen nur einen Punkt geholt und war nach seiner eigenen Einschätzung dabei meistens die schlechtere Mannschaft gewesen. Umso zufriedener war er diesmal mit dem Auftritt: "Der Gegner war bemüht, aber wir waren heute einfach zu gut." Besonders hob Schneider hervor, dass das Niveau auch nach mehreren Wechseln nicht abfiel. "Die größte Stärke war das ganze Team", sagte er. Dass die Mannschaft geschlossen funktionierte und die Intensität durchzog, sei an diesem Abend der große Trumpf gewesen.
Entsprechend fiel auch das Fazit des Trainers aus. "Heute habe ich überhaupt nichts zu bemängeln", meinte Schneider, und diese Aussage bezog er ausdrücklich auf mehrere Bereiche. Die Laufbereitschaft habe gepasst, die Passqualität ebenso, dazu seien die Abschlüsse gut gewesen und die Verteidigung habe top gearbeitet. Auch die Tatsache, dass der eigene Torhüter fast nichts zu tun hatte, passte für ihn ins Bild eines souveränen Auftritts. Sogar die Spielleitung sprach er noch gesondert an. "Der Schiedsrichter war ausgezeichnet", sagte Schneider und verwies darauf, dass es aus seiner Sicht keine strittigen Szenen gegeben habe. Bei einer Aktion hätte es zwar vielleicht Elfmeter für seine Mannschaft geben können, doch der Unparteiische ließ den Vorteil laufen, der in weiterer Folge zum 4:0 führte. Zum Abschluss richtete der Trainer den Blick schon über dieses Derby hinaus. Weil die Mannschaft nun relativ früh mit dem Herbstdurchgang und der vorgezogenen Runde durch ist, wollte er der Gruppe ausdrücklich ein Lob aussprechen. Er sei stolz auf den ganzen Kader, weil die Mannschaft dazugelernt habe und sich eine gute Basis erarbeitet habe. Nach der Pause wolle man wieder voll angreifen und daran arbeiten, dass die Spieler im Passspiel, in der Technik, in der körperlichen Fitness und auch in der Verantwortung noch einmal einen Schritt machen.