Zwischen Enttäuschung und Zuversicht ordnete Trainer Mario Pirker das 1:1 der Seeboden Juniors 1b gegen ASKÖ St. Egyden in der 2. Klasse B ein. Sein Team habe über weite Strecken mehr Ballbesitz und einen klaren Plan im Kombinationsspiel gezeigt, während die Gäste kompakt standen und auf schnelle Umschaltmomente setzten. Das Remis empfand er nicht als ganz gerecht, verwies jedoch zugleich auf eigene Abspielfehler, die Konter ermöglichten – und auf die Notwendigkeit, mit der jungen Mannschaft geduldig weiterzuarbeiten.

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Im Rückblick betonte Pirker die Dominanz in vielen Phasen des Spiels: Seine Mannschaft habe mehr Ballbesitz als der Gegner gehabt, weil sie ihr Kombinationsspiel aufziehen wollte. St. Egyden agierte mit hohen Bällen und blieb über Konter stets gefährlich. Bei der Chancenverteilung sah Pirker ein Plus auf Seiten der Hausherren, die ihre besten Möglichkeiten zu Beginn jedoch ungenutzt ließen. So prägten die erste Halbzeit Kontrolle und wiederholte Anläufe der Seebodner – allerdings mit zu vielen Ungenauigkeiten im Passspiel, aus denen Konter der Gäste entstanden.
Entscheidend für den Pausenstand war eine Szene kurz vor der Halbzeit: In der 37. Minute nutzte Elias Hudelist einen Umschaltmoment und hob den Ball aus 30 Metern über den herausgerückten Torhüter – das 0:1 aus Sicht der Juniors. Nach dem Wechsel erhöhten die Gastgeber den Druck und suchten konsequent den Ausgleich. Der fiel früh: In der 50. Minute lenkte Philip Fugger einen Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor und stellte damit das 1:1 her. Danach blieben die Seeboden Juniors 1b am Drücker, verpassten jedoch trotz weiterer Angriffe die nötige Präzision im letzten Drittel.
In seiner Gesamteinschätzung blieb Pirker selbstkritisch: Es sei „kein besonders gutes Spiel“ gewesen, zu viele Abspielfehler hätten St. Egyden immer wieder Konter ermöglicht. Einen „Mann des Spiels“ wollte er nicht küren und rückte stattdessen die Gruppe in den Mittelpunkt: Der aktuelle Matchplan werde noch nicht so umgesetzt, wie gewünscht; dennoch versuche das Team alles, um sich zu verbessern. Personell fehlte ein Spieler urlaubsbedingt, ansonsten ist der Kader fit und einsatzfähig. Den Blick nach vorne verband Pirker mit einem Appell an Geduld und Arbeitsethos: Mit der jungen Mannschaft müsse man dranbleiben – dann würden die Siege zurückkehren, wenn Präzision und Konsequenz im letzten Drittel zunehmen und der Plan über 90 Minuten durchgezogen wird.