Eng, kampfbetont und am Ende mit Jubel im Gästeblock: In der 2. Klasse B setzte sich der ASKÖ St. Egyden beim BSV Bad Bleiberg mit 1:0 durch. Das Tor des Tages fiel nach einer einstudierten Ecke in der 27. Minute und trug die Unterschrift von Michael Smoliner. Trainer Martin Koreiman sprach von einem „harten Stück Arbeit“ und einem „verdienten Sieg“. Mit dem Dreier fixierte St. Egyden zudem den siebten Platz – ein sauberer Schlusspunkt für einen zähen Auswärtsauftritt.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Martin Koreiman nahm seine Mannschaft nach dem knappen Auswärtssieg in Schutz und lobte zugleich den Charakter. „Aufgrund der dünnen Personaldecke war es wie erwartet von Anfang bis zum Ende ein hartes Stück Arbeit für uns, aber am Ende konnten wir uns durch einen Eckball mit 1:0 durchsetzen und haben verdient gewonnen“, sagte der St.-Egyden-Coach. Der entscheidende Moment kam früh: In Minute 27 nutzten die Gäste eine einstudierte Variante – zum bereits zweiten Mal in dieser Saison erfolgreich. „Wir haben eine Eckballvariante einstudiert, und die hat wieder funktioniert“, erklärte Koreiman, ehe er den Matchwinner würdigte: „Der Torschütze war unser Oldboy, der heute die Karriere beendet: Michael Smoliner.“ Mit der 1:0-Führung ging es auch in die Pause, der knappe Vorsprung hielt schließlich bis zum Schlusspfiff.
Im Anschluss ordnete Koreiman das Spiel sehr nüchtern ein. „Bleiberg hat voll dagegengehalten, war spielerisch richtig stark und hat uns phasenweise vor Probleme gestellt“, betonte er. Was bei seinen Jungs den Ausschlag gab, war für ihn klar erkennbar: „Besonders imponiert hat mir heute die Zweikampfstärke und der unbedingte Wille, das Spiel gewinnen zu wollen.“ Auch den Schlüssel zum Erfolg benannte er ohne Umschweife: „Der entscheidende Moment war, dass wir aus einem Eckball das Tor geschossen haben und dann den unbedingten Willen hatten, das Spiel auch zu gewinnen.“ Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den Teams, meinte er: „Beide Teams waren auf ähnlichem Niveau. Im Endeffekt hat das Eckballtor für uns entschieden.“ Ein Sonderlob gab es zudem für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war sehr gut. Es gab ein, zwei kleinere strittige Situationen, aber er hatte das immer voll im Griff.“
Der Sieg hatte für St. Egyden auch eine emotionale Note. Michael Smoliner netzte zum 1:0 und verabschiedete sich damit standesgemäß. „Ich möchte die gesamte Mannschaft für die Saison loben. Wir haben uns heute noch den siebten Platz gesichert“, sagte Koreiman, der die Gelegenheit nutzte, um zwei Routiniers vor den Vorhang zu holen: „Besonders möchte ich mich bei Michael Smoliner und Martin Koller bedanken, die mit dem heutigen Tag ihre Karriere beenden.“ Die mitgereisten Anhänger bekamen ein echtes Arbeits-1:0 serviert und wurden vom Trainer ausdrücklich gewürdigt: „Ein besonderer Dank gilt den mitgereisten Fans.“
Unterm Strich nimmt St. Egyden einen hart erkämpften Auswärtsdreier sowie viel Moral mit – und darf den fixierten Rang sieben als verdienten Lohn eines zähen Saisonfinales verbuchen. "Besonders gratulieren möchte ich meinem Freund und Trainerkollegen Robert Samonik zum Meistertitel in der ersten 1. Klasse-Mitte und zum Aufstieg in die Unterliga."