In der 2. Klasse B hat FC Rennweg am Sonntag gegen SV Draschitz mit 3:0 gewonnen und damit den dritten Sieg im dritten Spiel geholt. Co-Trainer Mario Payer sah dabei keinen lockeren Nachmittag, obwohl seine Mannschaft über weite Strecken die Kontrolle hatte. Vor allem das 2:0 kurz vor der Pause hob er als Schlüsselmoment hervor. Dass es am Ende trotzdem klar wurde, lag aus seiner Sicht an einer stabilen Defensive, an geduldigem Spiel im Aufbau und daran, dass Rennweg die wenigen offenen Räume konsequent nutzte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Beginn war nach Payers Eindruck unangenehmer, als es das Ergebnis am Ende vermuten lässt. SV Draschitz schob früh an und machte dem FC Rennweg den Spielaufbau schwer. Gerade in dieser Phase musste die Heimmannschaft erst die Lösungen finden, um sauber ins Spiel zu kommen. Trotzdem sei die Linie nie verloren gegangen. „Am Anfang war es ein bisschen schwierig. SV Draschitz hat recht gut draufgeschoben, aber wir haben die Partie eigentlich von Anfang an richtig im Griff gehabt“, sagte Payer. Dazu passte auch seine Einschätzung über die Arbeit gegen den Ball: „Es hat keine richtigen Torchancen für Draschitz gegeben.“ Rennweg hatte also nicht alles leicht, ließ hinten aber wenig zu und blieb über weite Strecken das aktivere Team.
Entscheidend wurde dann jene Phase vor der Halbzeit, in der FC Rennweg seine Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel brachte. In der 36. Minute sorgte Samuel Seebacher für das 1:0, sieben Minuten später legte Alexander Pirker das 2:0 nach. Gerade dieses zweite Tor kurz vor dem Seitenwechsel sah Payer als ganz wichtigen Schritt. „Das 2:0 vor der Halbzeit war ausschlaggebend“, sagte er knapp, aber deutlich. Mit der 2:0-Führung ging FC Rennweg in die Pause und bekam kurz nach dem Wiederbeginn endgültig das Spiel in die gewünschte Richtung. Dejan Bozicic erhöhte in der 51. Minute auf 3:0. Spätestens da war für die Heimischen vieles geklärt. „Nach dem 3:0 haben wir schon gewusst, dass das eigentlich für uns laufen wird“, so Payer.
Trotz des klaren Resultats wollte Payer den Auftritt nicht schöner reden, als er aus seiner Sicht war. „Das war sicher nicht unser bestes Spiel“, stellte er fest. Vor allem im Aufbau tat sich seine Mannschaft phasenweise schwer, weil SV Draschitz von vorne bis hinten kompakt stand und die Räume zunächst eng machte. „Wir haben uns am Anfang echt schwergetan, damit wir die Räume finden“, sagte der Co-Trainer. Dass FC Rennweg trotzdem immer besser hineinkam, erklärte er mit Geduld und Ruhe am Ball: „Wir haben einfach den Ball und den Gegner laufen lassen, dann haben sich Räume ergeben und durch die Räume haben wir unsere Tore gemacht.“ Nur beim letzten Pass sah er noch Luft nach oben, auch wenn das Ergebnis am Ende keine Spannung mehr offenließ.
Viel Positives nahm der Co-Trainer dennoch mit, und das betraf nicht nur das Ergebnis. Besonders die Defensivarbeit hob er hervor, weil FC Rennweg dem Gegner kaum etwas anbot. „Lobenswert war sicher unsere Verteidigung, die hat nicht viel zugelassen“, sagte Payer. Ab etwa der 70. Minute kamen dazu noch junge Spieler ins Match, die laut Payer „richtig wieder Dampf nach vorne gemacht“ haben und gezeigt hätten, dass im Kader weiteres Potenzial steckt. Auch den Unparteiischen erwähnte er ausdrücklich lobend und sprach von einer „wirklich sehr guten“ Leistung. Unter dem Strich stand für FC Rennweg deshalb nicht nur ein 3:0-Heimsieg, sondern auch die Bestätigung, dass man mit neun Punkten aus drei Spielen auf einer stabilen Basis weiterarbeiten kann.