In der 2. Klasse B hat sich Seeboden Juniors 1b gegen SV Postwurf Stockenboi am Weissensee mit 1:0 durchgesetzt. Lange war es ein Geduldsspiel, weil die Gastgeber viel Ballbesitz hatten, ihre Möglichkeiten aber zunächst nicht nützen konnten. Trainer Mario Pirker sprach trotzdem von einer Partie, die seine Mannschaft "jederzeit im Griff" gehabt habe, auch wenn der Sieg bis zum Ende offen blieb.

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Genau so schilderte Pirker auch den Verlauf über weite Strecken. "Wir haben unseren Matchplan von Anfang an sehr gut eingehalten", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Vor allem in der ersten Halbzeit habe Seeboden Juniors 1b das eigene Spiel sauber aufgezogen, den Ball gut in den eigenen Reihen gehalten und sich gegen tief stehende Gäste immer wieder in gute Positionen gebracht. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, lag aus seiner Sicht nicht am fehlenden Zugriff, sondern daran, dass die Chancen nicht verwertet wurden. "Der Gegner war sehr defensiv eingestellt. Wir konnten den Ball in unseren Reihen sehr gut laufen lassen und uns einige Chancen erarbeiten, jedoch kein Tor erzielen", so Pirker. Auch damit war die Richtung der Partie für ihn aber schon klar vorgegeben.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Seeboden Juniors 1b zunächst das aktivere Team, doch mit jeder Minute ohne Treffer wurde die Aufgabe unangenehmer. Pirker sprach offen an, dass seine Mannschaft in dieser Phase etwas die Ruhe verlor und nicht mehr ganz so klar bei ihrem Spiel blieb. "Je länger es 0:0 gestanden ist, desto nervöser sind wir geworden. Wir haben dann mehr in Einzelaktionen und Dribblings versucht, zum Erfolg zu kommen, was nicht so gut war", meinte er. Die Erlösung kam dann eine Viertelstunde vor Schluss, als Michael Pölzl das 1:0 erzielte. Genau dieses Tor wertete Pirker als Knackpunkt der Partie. "Ausschlaggebend war natürlich das 1:0, weil wir dann ein bisschen Sicherheit bekommen haben und wieder zu unserem Spiel gefunden haben, das wir von Anfang an praktiziert haben." Ganz entschieden war die Begegnung damit aber noch nicht, weil Seeboden Juniors 1b eine Möglichkeit auf das 2:0 liegen ließ und SV Postwurf Stockenboi am Weissensee noch zu einer guten Chance auf den Ausgleich kam.
Dass der Heimsieg am Ende trotzdem verdient war, begründete der Trainer vor allem mit der Kontrolle im Ballbesitz. "Die größte Stärke unserer Mannschaft lag darin, dass wir im Ballbesitz heute gut waren, den Ball meistens in unseren Reihen halten konnten und schön nach vorne gespielt haben. Wir hatten das Spiel jederzeit im Griff", sagte Pirker. Gleichzeitig machte er deutlich, woran weiter gearbeitet werden muss. Vor allem im letzten Drittel und im Abschluss will er mehr Konsequenz sehen. "Wir müssen konzentrierter im vorderen Drittel spielen, die Torchancen besser herausspielen und dadurch mehr Tore kreieren. Dann werden die Spiele schneller entschieden", forderte er. Über den Gegner fand Pirker ebenfalls anerkennende Worte, weil SV Postwurf Stockenboi am Weissensee kompakt verteidigte und über Konter zum Erfolg kommen wollte. Strittige Szenen habe es keine gegeben, die Schiedsrichterleistung sei "sehr gut" gewesen. Überschattet wurde der Schlusspfiff nur noch von der Verletzung eines Spielers der Gastgeber. Pirker hofft, "dass er keine schwerere Verletzung davongetragen hat", ehe der Blick schon auf die neue Woche und das schwere Auswärtsspiel in Bleiberg geht.