In der 2. Klasse B musste sich ASKÖ St. Egyden am Samstag bei SV Obermillstatt mit 1:3 geschlagen geben. Aus Sicht von Trainer Martin Koreiman lag der entscheidende Punkt früh auf dem Tisch: Zwei Gegentore in der Anfangsphase brachten seine Mannschaft rasch ins Hintertreffen. Danach kam St. Egyden zwar besser ins Spiel, verkürzte noch vor der Pause und hielt auch in Unterzahl lange mit, am Ende blieb aber nichts Zählbares übrig.

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Martin Koreiman machte nach der Partie keinen großen Bogen um die Ursachen der Niederlage. Für ihn begann das Problem schon in den ersten Minuten, als seine Mannschaft nicht richtig Zugriff bekam. "Wir haben in den ersten zwanzig Minuten etwas geschlafen und zwei Gegentore eingefangen", sagte der Trainer von ASKÖ St. Egyden. Genau diese Phase spiegelte sich auch am Spielstand wider: In der 16. Minute brachte Fabian Gerhard Esterl den SV Obermillstatt mit 1:0 in Führung, nur wenig später legte Christoph Müller das 2:0 nach. Koreiman sprach beim ersten Treffer von einem Stellungsfehler, bei dem der Stürmer zu frei zum Ball gekommen sei. Beim zweiten Gegentor sah er erneut ein klares Problem im eigenen Verhalten: "Beim zweiten Tor konnten wir einen Eckball nicht verteidigen und bekamen dadurch ein Kopfballtor." Dazu passte auch seine Einschätzung über die Stärken des Gegners. "Vor allem die Standardsituationen waren sehr gefährlich. Da waren sie wirklich gut", sagte Koreiman.
Trotz des frühen Rückstands war das Spiel für ASKÖ St. Egyden damit noch nicht verloren. Die Gäste arbeiteten sich nach und nach hinein und konnten den Rückstand noch vor der Pause verkürzen. In der 33. Minute traf Kilian Lorenz Nemetz zum 2:1 und brachte seine Mannschaft wieder näher heran. Gerade diese Phase war für Koreiman ein Beleg dafür, dass seine Elf insgesamt kein komplett schwaches Spiel abgeliefert hatte. "Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht", stellte er klar. Noch schwieriger wurde die Aufgabe aber unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als Elias Noah Hudelist die rote Karte sah und ASKÖ St. Egyden damit die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten musste. Koreiman hob trotzdem hervor, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel, sondern weiter im Spiel blieb. "Wir haben mit einem Mann weniger noch Druck gemacht und hätten auch durchaus den Ausgleich schießen können", sagte er. Der Halbzeitstand von 2:1 ließ also noch alles offen, die personelle Unterzahl machte die Aufholjagd danach aber ungleich schwerer.
Gerade die zweite Hälfte blieb aus Sicht der Gäste deshalb der Abschnitt, aus dem Koreiman noch etwas Positives ziehen konnte. "Wir haben mit einem Mann weniger in der zweiten Hälfte sehr gut dagegengehalten und konnten uns mehrere Chancen erspielen. Leider haben wir vorne das Tor zum Ausgleich nicht gemacht", sagte er. Diese Aussage erklärt das Spiel letztlich ziemlich genau: ASKÖ St. Egyden war nach dem Fehlstart längst nicht chancenlos, belohnte sich aber nicht mehr. So blieb der SV Obermillstatt vorne und setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt, als Matthias Krammer in der 92. Minute zum 3:1 traf. Unterm Strich blieb bei Koreiman vor allem der Ärger über die eigene Anfangsphase. "In Summe war es einfach die Schlafmützigkeit in der Anfangsphase", sagte der Trainer. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er dabei gar nicht erst aufmachen, im Gegenteil: "Die Schiedsrichterleistung war sehr gut." Während der SV Obermillstatt mit dem vierten Sieg im vierten Spiel an der Spitze bleibt, steht ASKÖ St. Egyden nach vier Runden bei fünf Punkten und weiß nach diesem Abend vor allem, wie teuer ein schwacher Start in dieser Liga werden kann.