In der 2. Klasse B hat sich ASKÖ St. Egyden am Sonntag mit 2:1 gegen Rothenthurn 1b durchgesetzt, auch wenn es in der Schlussphase noch einmal eng wurde. Trainer Martin Koreiman sah den Unterschied vor allem in der Anfangsphase seiner Mannschaft: "In den ersten 20 Minuten haben wir die Basis gelegt." Weil St. Egyden gute Möglichkeiten liegen ließ und spät noch den Anschlusstreffer kassierte, blieb der Heimsieg bis zum Schlusspfiff offen.

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St. Egyden war von Beginn an sofort im Spiel und setzte genau dort an, wo der Trainer später auch den entscheidenden Unterschied ausmachte. "Wir sind richtig gut in das Spiel gestartet, haben in den ersten zehn Minuten drei Großchancen gehabt, die wir leider nicht in ein Tor ummünzen konnten", sagte Koreiman. Damit war die Richtung dieser Partie früh vorgegeben: Die Gastgeber hatten den besseren Start, konnten sich aber zunächst nicht belohnen. Auch danach blieb seine Mannschaft laut Einschätzung des Trainers "ein wenig überlegen", ohne sich entscheidend absetzen zu können. Erst in der 31. Minute fiel dann das 1:0, mit dem St. Egyden auch in die Pause ging. Dass es trotz der guten Anfangsphase zur Halbzeit nur bei diesem knappen Vorsprung blieb, war aus Sicht des Trainers bereits ein Hinweis darauf, warum es später noch einmal eng werden sollte.
Beim Führungstor sah Koreiman genau das, was er von seiner Mannschaft sehen wollte. "Das erste Tor war richtig schön. Das haben wir auch im Training so einstudiert", erklärte er über das 1:0 durch Kilian Lorenz Nemetz. Der Treffer gab St. Egyden zwar die verdiente Führung, doch die Partie war damit noch nicht entschieden. Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber in der 72. Minute durch Philip Fugger das 2:0 nach, und genau diesen Moment hob der Trainer später besonders hervor. "Einer der entscheidenden Momente war sicher das 2:0", sagte Koreiman. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass seine Mannschaft das Spiel danach nicht früher zugemacht hat. "Leider konnten wir da nicht nachlegen, obwohl wir noch gute Chancen hatten", meinte er. Das zweite Tor, so beschrieb er es, entstand nicht aus einem sauber ausgespielten Angriff, sondern eher glücklich: "Das zweite Tor war ein Gestocher, und dann fand der Ball den Weg ins Tor."
Weil St. Egyden aus den guten Phasen nicht mehr machte, blieb Rothenthurn 1b im Spiel und kam in der 87. Minute durch Samuel Lesacher noch zum 2:1. Damit bekam die Schlussphase genau die Spannung, die Koreiman aus Sicht seiner Mannschaft eigentlich vermeiden wollte. "Wir mussten bis zum Schluss zittern, da wir relativ spät noch ein Gegentor kassiert haben", sagte der Trainer. Besonders deutlich wurde dabei ein Problem, das er schon während des Spiels beobachtet hatte. "Wenn wir keine Tore schießen, werden wir nervös, verlieren etwas die Kontrolle und werden dann einfach sehr, sehr nervös im Spiel", brachte es Koreiman auf den Punkt. Gerade dieser Satz erklärte den Verlauf fast vollständig: St. Egyden hatte lange genug Vorteile, machte daraus aber zu wenig und brachte sich damit selbst in eine Lage, in der am Ende noch einmal gezittert werden musste. Den Gegner erlebte der Trainer dabei keineswegs als unterlegen. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe", sagte er, auch wenn er den Unterschied weiterhin in der besseren Anfangsphase seiner Elf sah.
Unterm Strich bleibt für St. Egyden in Runde fünf ein 2:1-Erfolg, der in der Tabelle mit nun acht Punkten den Platz im Mittelfeld absichert, während Rothenthurn 1b bei sieben Zählern hält. Viel mehr als die nackten Zahlen nahm Koreiman aber die Erkenntnis aus dem Spiel mit, dass seine Mannschaft die Richtung bereits gefunden hat, über längere Strecken aber noch ruhiger werden muss. "Der Unterschied lag in den ersten zwanzig Minuten, wo wir eigentlich richtig gut waren. Da haben wir mit dem 1:0 dann auch schon die Basis gelegt, um das Spiel am Ende zu gewinnen", sagte er. Diese Aussage passt gut zu einem Heimspiel, das St. Egyden verdient begann, ordentlich weiterführte und doch erst ganz spät sicher über die Linie brachte. Dass es daneben "kaum Szenen" gegeben habe, "über die man diskutieren konnte", und Koreiman die Leistung des Schiedsrichters sogar als "hervorragend" bezeichnete, rundete einen Nachmittag ab, an dem aus Sicht der Gastgeber vor allem eines zählte: drei Punkte, aber auch ein klarer Hinweis darauf, woran weiter gearbeitet werden muss.