In der 2. Klasse B hat sich ASKÖ St. Egyden am Samstag daheim mit 1:0 gegen SV Sachsenburg durchgesetzt. Das Goldtor fiel erst in der 79. Minute durch Kilian Lorenz Nemetz, obwohl die Gastgeber laut Trainer Martin Koreiman schon davor klar mehr vom Spiel hatten. Der Sieg war verdient, zufrieden war der Coach danach aber nur mit dem Ergebnis – nicht mit der Chancenverwertung.

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Über weite Strecken lief die Partie so, wie es sich Koreiman von seiner Mannschaft erwartet hatte. St. Egyden war das aktivere Team, hatte mehr vom Spiel und arbeitete sich im Verlauf der neunzig Minuten immer wieder in gute Abschlusspositionen. Der Trainer sprach nach dem Spiel sogar davon, seine Mannschaft sei "endlich über neunzig Minuten überlegen" gewesen. Zur Pause stand es trotzdem 0:0, weil die Gastgeber aus den vielen Möglichkeiten noch keinen Ertrag gemacht hatten. Erst in der 79. Minute fiel die Entscheidung, als Kilian Lorenz Nemetz zum 1:0 traf. Für Koreiman war das der Moment, in dem sich das Spiel endgültig auf die Seite seiner Mannschaft neigte: "Nach dem 1:0 hatte ich schon das Gefühl, dass wir das Spiel nicht mehr verlieren werden."
Dass der Heimsieg am Ende knapp ausfiel, lag aus Sicht des Trainers nicht daran, dass seine Mannschaft zu wenig investiert hätte. Im Gegenteil: Gerade die Bereitschaft, immer weiter auf den Treffer hinzuarbeiten, hob Koreiman ausdrücklich hervor. "Dass wir über neunzig Minuten das Spiel gewinnen wollten und so lange auf den Treffer hingearbeitet haben, bis schließlich der Ball ins Tor ging", nannte er als größte Stärke seiner Elf. Gleichzeitig machte er aber auch klar, wo der Hebel für die nächsten Wochen anzusetzen ist. "Wir müssen im Abschluss klar besser werden und viel mehr von den zahlreichen Chancen, die wir uns jedes Spiel erarbeiten, in Tore ummünzen", sagte der Coach. Der Sieg gegen Sachsenburg war daher einer, der St. Egyden in erster Linie wegen der Spielkontrolle und des anhaltenden Drucks gelang, nicht wegen eiskalter Effizienz vor dem Tor.
Auch gegen den Ball sah Koreiman seine Mannschaft auf einem guten Weg. Sachsenburg habe zwar versucht, selbst am Spiel teilzunehmen, "konnte uns aber nicht so richtig gefährlich werden", sagte der Trainer. Ganz ohne wichtige Szene in der Defensive ging es trotzdem nicht, denn einen Moment hob er besonders hervor: "Sehr wichtig war für uns auch, dass unser Torwart Michael Kristl einen extrem schweren Ball sehr gut gehalten hat." Dazu passte auch sein kurzer Befund zur Leitung des Spiels: "Der Schiedsrichter war sehr gut. Strittige Szenen gab es nicht." Unterm Strich nahm St. Egyden damit genau das mit, was in solchen engen Partien zählt: drei Punkte und ein weiteres Spiel ohne Gegentor. Nach sechs Runden hält die Mannschaft nun bei elf Zählern. Der Auftritt gegen Sachsenburg lieferte dem Trainer viele positive Ansätze, gleichzeitig blieb seine Hauptbotschaft klar: Wenn St. Egyden seine Chancen künftig besser nutzt, können solche Spiele deutlich früher entschieden werden.