In der 2. Klasse B hat sich ASKÖ St. Egyden in einer langen Geduldsprobe gegen SC Landskron 1b noch mit 2:1 durchgesetzt. Nach torloser erster Hälfte lag die Koreiman-Elf ab der 74. Minute zurück, drehte die Partie aber durch zwei späte Treffer von Heimo Zwittnigg. Trainer Martin Koreiman sah sein Team von Beginn an tonangebend, monierte aber einmal mehr die Chancenverwertung.

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Das Spiel entwickelte sich genau so, wie es Koreiman nach dem Schlusspfiff beschrieben hat: St. Egyden hatte aus seiner Sicht von Beginn an mehr vom Spiel, kam aber lange nicht zum Ertrag. Zur Pause stand es 0:0, obwohl die Gastgeber laut ihrem Trainer schon davor tonangebend waren. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, und in der 74. Minute geriet St. Egyden dann sogar in Rückstand, als Adnan Midzic das 0:1 für Landskron 1b erzielte. Erst in der Schlussphase kippte die Begegnung. Heimo Zwittnigg glich in der 81. Minute zum 1:1 aus und traf in der Nachspielzeit noch einmal zum 2:1, womit aus einer zähen Partie doch noch ein Heimsieg wurde.
Gerade dieser späte Umschwung war für Koreiman der Punkt, an dem der Glaube an den Sieg richtig greifbar wurde. „Das hat heute ziemlich lange gedauert, bis zur 80. Minute, weil wir vorher in Rückstand geraten sind. Mit dem 1:1 habe ich dann eigentlich geglaubt, dass wir das Spiel noch gewinnen können“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung der eigenen Leistung: „Wir waren heute von Beginn an tonangebend. Leider waren wir im letzten Drittel zu ineffizient und konnten unsere Chancen lange nicht in Tore ummünzen.“ Auch deshalb war für ihn der Ausgleich der Schlüsselmoment. „Das 1:1 war sicher das Ausschlaggebende, damit wir noch drei Punkte machen konnten“, so Koreiman über den Treffer von Zwittnigg.
Der späte Sieg änderte für den Coach aber nichts daran, dass eine Baustelle die Mannschaft schon seit Wochen begleitet. „Wie den gesamten Herbst schon müssen wir weiter an unserer Chancenverwertung arbeiten, weil wir jedes Spiel einfach zu viele Chancen auslassen“, sagte Koreiman. Gleichzeitig hob er hervor, was seiner Mannschaft diesmal am Ende doch noch den Ausschlag gegeben hat: „Die größte Stärke lag heute darin, dass wir bis zum Schluss geglaubt haben, dass wir das Spiel noch gewinnen können.“ Dieses Lob zog sich auch in seinem Schlusswort durch. Koreiman betonte, dass seine Mannschaft „bis zur 95. Minute daran geglaubt“ habe und dann durch den zweiten späten Treffer noch belohnt worden sei.
Bei aller Freude über die Wende verteilte der Trainer auch Anerkennung an den Gegner. „Landskron hat richtig gut dagegengehalten und uns sehr lange vor Probleme gestellt“, sagte Koreiman, der zugleich einräumte, dass sich St. Egyden das lange Warten auf den ersten Treffer auch selbst zuzuschreiben hatte. Umso größer war am Ende die Erleichterung: „Schlussendlich müssen wir mit dem Sieg heute mehr als zufrieden sein.“ Auch die Leistung des Schiedsrichters beurteilte er positiv. „Der Schiedsrichter war heute richtig gut. In der ersten Hälfte hätten wir vielleicht einen Elfmeter bekommen können, aber das war nicht so tragisch.“ Mit dem 2:1 bleibt St. Egyden nach zehn Runden bei 18 Punkten im Vorderfeld und nimmt vor allem die drei Zähler mit.