Spielberichte

„Bei 3:0 war es für mich entschieden“ – Bodensdorf holt gegen sehr starke Gäste einen hoch eingeschätzten 3:1-Sieg

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
ASKÖ Bodensdorf
Seeboden Juniors 1b

In der 2. Klasse B hat ASKÖ Bodensdorf am Sonntag Seeboden Juniors 1b mit 3:1 geschlagen und damit einen Erfolg eingefahren, den Trainer Mario Ladinig besonders hoch einordnet. Der Bodensdorfer Coach sprach von einer ausgeglichenen Partie mit mehr Ballbesitz für die Gäste, sah den Ausschlag aber in der Geschlossenheit seiner Mannschaft und im konsequenten Nutzen der eigenen Möglichkeiten.

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung legt den Grundstein

Der Start half den Gastgebern ganz klar in die Partie. Schon in der 6. Minute brachte Nico Pirker Bodensdorf mit 1:0 in Führung, und genau diese frühe Szene hob Ladinig nach dem Schlusspfiff auch hervor. „Das Spiel war eine ausgeglichene Partie mit mehr Ballbesitz für Seeboden“, sagte der Trainer, der den Gegner über weite Strecken als sehr präsent erlebte. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass seine Mannschaft von Beginn an dagegenhielt. „Wir sind in jeden Zweikampf reingegangen“, so Ladinig. Bodensdorf war nach seinen Worten anfangs „noch nicht bei hundert Prozent“, versuchte viel über die Außen, kam damit nicht immer durch, blieb aber im Spiel. Kurz vor der Pause legte David Basta in der 38. Minute das 2:0 nach. Damit hatte sich die Heimelf für eine erste Hälfte belohnt, in der sie laut ihrem Trainer zwar nicht alles sauber ausspielte, aber immer wieder gefährlich werden konnte.

Das 3:0 als klarer Knackpunkt

Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild für Ladinig ähnlich: Seeboden hatte viel Ball, brachte Tempo auf den Platz und war läuferisch sehr stark, Bodensdorf stemmte sich mit großer Disziplin dagegen. In der 59. Minute fiel dann jenes Tor, das der Bodensdorfer Trainer als eigentliche Entscheidung ansah. Gottfried Gallob traf zum 3:0, und Ladinig sagte dazu sehr klar: „Bei 3:0 war es für mich entschieden.“ Gerade diese Szene ordnete er als Wendepunkt ein, obwohl noch reichlich Zeit auf der Uhr war. Für ihn war das weniger ein Zeichen dafür, dass der Gegner nachgelassen hätte, sondern vielmehr Ausdruck dafür, wie viel seine eigene Mannschaft an diesem Tag investierte. Ganz vorbei war die Partie damit freilich nicht. Jakob Unterlerchner verkürzte in der 76. Minute auf 3:1 und brachte die Gäste noch einmal näher heran. Ladinig meinte trotzdem, seine Mannschaft hätte in dieser Phase sogar noch „den einen oder anderen Konter fertig spielen müssen“, dann wäre der Vorsprung noch klarer abgesichert gewesen.

Sehr viel Respekt für den Gegner, noch mehr Lob für die eigene Elf

Bemerkenswert war nach dem Spiel, wie oft Ladinig die Stärke des Gegners hervorhob. Mehrmals bezeichnete er Seeboden als die bisher stärkste Mannschaft, gegen die Bodensdorf in dieser Saison gespielt hat. „Wir haben heute gegen eine brutal starke Mannschaft gewonnen“, sagte er, und er schob gleich nach: „Wenn man uns gestern gesagt hätte, wir gewinnen heute 3:1 gegen Seeboden, hätte ich sofort unterschrieben.“ Trotzdem wollte der Trainer den Blick nicht nur auf den Gegner richten. Für ihn lag die größte Stärke seiner Mannschaft klar auf der Hand: „Die Geschlossenheit, die Teamarbeit, das Wir-Gefühl. Jeder hat für den anderen gekämpft.“ Besonders hoch rechnete er den Sieg auch deshalb ein, weil im Zentrum zwei wichtige Spieler fehlten. Ausreden ließ Ladinig aber nicht gelten. „Wir haben einen Kader von 20 Leuten. Zwei Startspieler waren nicht da, die anderen haben das sehr gut gemacht“, sagte er. Auch die beiden Torhüter erwähnte er ausdrücklich positiv und fand für seinen Schlussmann deutliche Worte: „Zurzeit gehört Johannes Lukatsch für mich zu den besten Tormännern in der 2. Klasse B.“

Dritter Platz gefestigt, in Rennweg wartet gleich der nächste Härtetest

So zufrieden Ladinig mit dem Ergebnis und der Leistung auch war, ganz ohne Hinweis auf die nächsten Aufgaben ging sein Fazit nicht zu Ende. Er sprach offen an, wo er noch Luft nach oben sieht: „Wir müssen noch mehr trainieren. Die Bälle müssen spätestens mit dem zweiten Kontakt gespielt werden, und wir müssen noch schneller umschalten.“ Das passt zu seiner gesamten Einordnung dieser Partie, denn trotz des 3:1 wollte er den Sieg nicht als fertiges Endprodukt verstanden wissen. Auch in seiner Bewertung blieb er sachlich und rückte lieber den Fußball in den Mittelpunkt. „Die zwei Mannschaften waren die Hauptakteure“, sagte er über die Begegnung und bescheinigte auch dem Unparteiischen eine gute Leistung. In der Tabelle steht Bodensdorf nach zehn Runden mit 24 Punkten auf Platz drei, und Ladinig macht keinen Hehl daraus, dass dieser Erfolg wichtig war. Gerade weil er den Gegner so stark einschätzte, hat der Sieg für ihn besonderes Gewicht. Schon kommende Woche geht es auswärts zu FC Rennweg, wo er „Ähnliches wie heute“ erwartet.

2. Klasse B: Bodensdorf : Seeboden Juniors 1b - 3:1 (2:0)

  • 76
    Jakob Unterlerchner 3:1
  • 59
    Gottfried Gallob 3:0
  • 38
    David Basta 2:0
  • 6
    Nico Pirker 1:0