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„Wir haben heute nicht den notwendigen Druck aufgebaut“ – Rothenthurn 1b gibt den Sieg spät noch aus der Hand

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Seeboden Juniors 1b
Rothenthurn 1b

In der 11. Runde der 2. Klasse B trennten sich Seeboden Juniors 1b und Rothenthurn 1b mit 2:2. Bei den Gästen blieb nach dem Abpfiff ein zwiespältiges Gefühl zurück, weil sie nach der Roten Karte gegen Timon Murauer ab der 20. Minute lange in Überzahl spielten und den Sieg dennoch erst in der Nachspielzeit aus der Hand gaben. Trainer Robert Suprun brachte den Hauptpunkt danach klar auf den Nenner: „Wir haben heute nicht den notwendigen Druck aufgebaut.“

Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Rückstand nach Abstimmungsfehler, dann nutzt Rothenthurn die Überzahl

Aus Sicht von Rothenthurn begann die Partie trotz schwieriger Voraussetzungen ordentlich. Suprun berichtete von vielen Ausfällen und einer umgebauten Mannschaft, vor allem in der Defensive, und genau dort lag dann auch die Ursache für den frühen Rückstand. Beim 0:1 in der 7. Minute durch Julian Werner Brunner habe es „Abstimmungsprobleme“ und ein Missverständnis in der Abwehr gegeben, sagte der Trainer. Dadurch habe Seeboden in Führung gehen können. Trotzdem sei seine Mannschaft nicht schlecht ins Spiel gekommen. „Wir haben eigentlich gar nicht schlecht begonnen“ und auch schon vor dem Gegentor „die eine oder andere gefährliche Aktion“ gehabt, erklärte Suprun. Die entscheidende Szene der ersten Hälfte folgte dann in Minute 20, als Timon Murauer die Rote Karte sah. Im Nachgang dieser Aktion fiel auch der Ausgleich: Kevin Steiner köpfte in der 25. Minute nach einem Eckball zum 1:1 ein. Dass es trotz numerischer Überlegenheit bis zur Pause offen blieb, passte dem Rothenthurn-Coach allerdings gar nicht. „Bis zur Halbzeit haben wir unsere Überzahl nicht ausspielen können“, sagte Suprun, der betonte, dass Seeboden auch mit einem Mann weniger eine „sehr, sehr offene Partie“ zuließ.

Nach der Pause besser im Griff, aber vorne fehlte der letzte Punch

Nach dem Seitenwechsel sah Suprun seine Mannschaft dann klar verbessert. Rothenthurn habe das Spiel „doch um einiges besser“ gemacht und die Partie „recht gut unter Kontrolle“ gehabt. Genau darin lag aber auch der Widerspruch dieses Nachmittags: Die Gäste waren nun häufiger am Ball und hatten die besseren Voraussetzungen, konnten daraus aber nicht genug Druck entwickeln. „Wir haben auch nicht die Torchancen entwickeln können, die wir gern gehabt hätten“, sagte der Trainer. Trotzdem kam Rothenthurn in dieser Phase zur Führung. In der 66. Minute verwandelte David Schafflinger einen Elfmeter zum 2:1. Für Suprun war das die Phase, in der seine Mannschaft näher am Sieg war, weil sie das Spiel besser im Griff hatte als vor der Pause. Gleichzeitig blieb er in seiner Analyse klar. Gerade mit einem Mann mehr müsse man „zielstrebiger Fußball spielen, mehr Aktionen kreieren, mehr Druck aufbauen“. Dass das nicht in der gewünschten Form gelang, erklärte er auch mit der personellen Lage. Einige Spieler seien nach Verletzungen zurückgekommen oder hätten zuletzt wenig trainiert, dazu sei eine sehr junge Mannschaft am Feld gestanden. „Da ist uns halt schon der notwendige Punch abgegangen“, fasste er zusammen.

Der späte Ausgleich schmerzt, am Remis rüttelt Suprun trotzdem nicht

Besonders bitter war für Rothenthurn dann die Schlussphase. In der zweiten Minute der Nachspielzeit kam Seeboden noch zum 2:2 durch Stefan Brugger. Suprun schilderte die Szene so, dass ein Freistoß zunächst an die Latte gegangen sei und der Ball anschließend über die Linie gedrückt wurde. Dazu meinte er auch, das Tor sei „sehr abseitsverdächtig“ gewesen. Genau deshalb fühlte sich der Punktverlust aus Sicht der Gäste natürlich besonders bitter an. „Die Art und Weise, wie das Unentschieden zustande kommt, ist natürlich sehr bitter“, sagte der Trainer. Trotzdem wollte er das Ergebnis nicht auf diese eine Szene reduzieren. „Das Unentschieden geht für mich so in Ordnung“, stellte Suprun klar. Entscheidend sei für ihn gewesen, dass Rothenthurn die lange Überzahl nicht konsequent genug genutzt habe. Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für den Gegner. Die Seebodner hätten „das sehr gut gemacht“, nach der Roten Karte keineswegs aufgehört und „frech weiter Fußball gespielt“. Für Rothenthurn bleibt damit ein Punkt, der spät schmerzte, aber auch eine klare Erkenntnis mitliefert: Die junge Mannschaft habe „brav dagegengehalten“, Verantwortung übernommen und sich hineingearbeitet, nur belohnt habe sie sich am Ende nicht ganz.

2. Klasse B: Seeboden Juniors 1b : Rothenthurn 1b - 2:2 (1:1)

  • 92
    Stefan Brugger 2:2
  • 66
    David Schafflinger 1:2
  • 25
    Kevin Steiner 1:1
  • 7
    Julian Werner Brunner 1:0