Zwischen dem HSV und der SG ASKÖ Wölfnitz/SV Oberglan 1b entwickelte sich in der 2. Klasse C eine temporeiche, offene Begegnung. Trainer Christian Anton Fellner schilderte ein Duell kontrastierender Stile: die Gäste mit viel Ballbesitz und Dynamik, sein Team kompakt und auf schnelles Umschalten ausgerichtet. Nach dem Schlusspfiff überwog beim HSV sachliche Zufriedenheit – mit Anerkennung für die eigene Reife und der Einschätzung, dass das umkämpfte Remis insgesamt gerecht ist.

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„Es war ein sehr offenes Spiel. Wölfnitz ist technisch, spielerisch und läuferisch stark und hatte daher deutlich mehr Ballbesitz. Wir wollten mit kompaktem Stellungsspiel gegenhalten, schnell umschalten und vorne Nadelstiche setzen – das ist uns insgesamt gut gelungen“, erklärte Fellner. Standards spielten in dieser Partie kaum eine Rolle.
Nach ruhigem Beginn ohne zwingende Abschlüsse – die Gäste kamen über links zu Durchbrüchen, fanden aber keinen Abnehmer – schlug der HSV in der 23. Minute eiskalt zu: Andrej Klaric vollendete einen Konter über die linke Seite zum 1:0, vorbereitet von Alexander Gutenbrunner. Wölfnitz/Oberglan antwortete prompt, Elias Hausharter stellte in der 25. Minute auf 1:1. Der HSV blieb gefährlich im Umschalten: In der 32. Minute zog Stefan Trinker aus rund 20 Metern ab und traf zum 2:1 – zugleich der Pausenstand. Noch vor der Pause ließ Klaric im Strafraum zweimal die große Chance auf das mögliche 3:1 aus.
Nach dem Wechsel erhöhte Wölfnitz/Oberglan den Druck, Kilian Vries glich in der 53. Minute zum 2:2 aus. Der HSV konterte erneut: In der 67. Minute brachte Klaric mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag sein Team wieder mit 3:2 in Front. Die Gäste blieben hartnäckig und kamen in der 73. Minute durch Philipp Strutzmann zum 3:3. Rund um den Ausgleich wurde reklamiert, der Ball sei zuvor im Out gewesen; Fellner meinte dazu: „Das kann ich aus meiner Sicht nicht beurteilen.“
Fellner wollte keinen Einzelnen herausheben und lobte das geschlossene Auftreten beider Mannschaften. Für die nächsten Schritte setzt der Trainer klare Schwerpunkte: „Wir müssen konsequent weiterarbeiten, noch kompakter werden und unsere Chancen besser nützen. Wir hatten die Riesenchance zum 4:3 – wieder durch Klaric –, doch ein gegnerischer Verteidiger klärte auf der Linie. Solche Möglichkeiten müssen wir verwerten, um Spiele früher entscheiden zu können.“ Insgesamt fiel sein Fazit gelassen und positiv aus.