Spielberichte

Günter Josef Hutze (ASKÖ Techelsberg): „Wieder das Kommando“ – spätes 2:0 gegen Gurk

Techelsberg
SV Union Gurk

Ein intensives Duell zwischen ASKÖ Techelsberg und SV Union Gurk in der 2. Klasse C, geprägt von einer frühen Regenunterbrechung und wechselndem Momentum: So ordnet es Günter Josef Hutze ein. Der Trainer beschreibt ein körperbetontes Spiel, in dem seine Abwehr gefestigt wirkte und Standards auf dem schnellen, nassen Rasen zur Herausforderung wurden. Den 2:0-Schlussakkord hält er für verdient – vor allem, weil seine Mannschaft in der Endphase „wieder das Kommando“ übernahm.

Fußball wird mit rotem Fußballschuh gestoppt

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Regenpause, verschobene Kräfteverhältnisse und ein zähes Ringen

Die Partie brauchte Zeit, um in den Rhythmus zu finden. Eine kurze Regenunterbrechung  die laut Hutze rund elf bis zwölf Minuten dauerte, veränderte zunächst die Statik: Nach dem Wiederanpfiff kam Gurk besser in die Zweikämpfe und hatte optisch mehr vom Spiel. Der Trainer schildert die Phase so: „Sie gewannen mehr Zweikämpfe, waren physisch präsenter – dadurch lag die optische Überlegenheit zunächst bei Gurk.“ Mit fortschreitender Spielzeit kippte die Waage jedoch wieder. Techelsberg arbeitete sich in die Duelle, stellte Wege zu und suchte spielerische Lösungen am Boden. Zur Pause stand es 0:0 – ein Spiegel einer engen, oft im Mittelfeld geführten Begegnung, in der klare Torchancen rar blieben.

Stabil im Verbund, wenig Ertrag bei Standards

Besonders zufrieden zeigte sich Hutze mit der Arbeit der letzten Linie. „Also meine Viererkette hinten muss ich loben. Die hat wirklich nichts zugelassen, egal ob aus dem Spiel oder über die Standards. Die stand sehr gut, hat gut kommuniziert und eigentlich alles wegverteidigt, was gekommen ist.“ Offensiv blieben ruhende Bälle hingegen hinter den Möglichkeiten: „Bei unseren Standards sah es heute nicht gut aus. Der Regen hat den Platz sehr schnell gemacht und die Bälle sind dann eigentlich alle irgendwo im Nirgendwo gelandet.“ Dass seine Mannschaft dennoch geduldig blieb und sich nicht in Hektik treiben ließ, passte zum Bild eines Spiels, das weniger von Kombinationen im letzten Drittel als von Disziplin, Zweikampfschärfe und der richtigen Balance zwischen Risiko und Absicherung lebte.

Körperlichkeit, Qualität am Ball – und der entscheidende Schlusssprint

Hutze beschrieb das Duell als robust, ohne dass die spielerische Linie verloren ging: „Wir wussten, dass Gurk über Körperlichkeit ins Spiel kommen will. Wir haben dagegengehalten – nicht immer –, aber wenn der Ball am Boden war, glaube ich, hatten wir die besseren Einzelspieler, um das Spiel in unsere Bahnen zu lenken.“ Die erhoffte Klarheit vor dem Tor stellte sich spät ein: In der 83. Minute traf Clemens Tscharnuter zum 1:0, zwei Minuten später erhöhte Martin Müller in der 85. auf 2:0 – präzise Nadelstiche, die den zuvor ausgeglichenen Abend endgültig auf Techelsberger Seite kippen ließen.

Den Blick nach vorne richtet der Trainer nüchtern: „Der nächste Gegner ist immer der Schwerste. Wir werden konzentriert arbeiten und versuchen, nächste Woche wieder die Punkte auf unsere Seite zu ziehen und eine gute Auswärtsleistung abzuliefern. Und dann schauen wir weiter.“

2. Klasse C: Techelsberg : SV Gurk - 2:0 (0:0)

  • 85
    Martin Anton Müller 2:0
  • 83
    Clemens Tscharnuter 1:0