In der 2. Klasse C setzte sich der HSV auswärts mit 1:0 beim SV Oberes Metnitztal durch. Trainer Christian Anton Fellner sprach nach dem Auswärtssieg von einer abgeklärten Vorstellung seiner Elf und von einer Mannschaft, die als Einheit auftrat. Der entscheidende Treffer fiel spät, in derselben Minute kassierten die Gastgeber zwei Rote Karten. Für Fellner ist es der verdiente Lohn für viel Arbeit und Konzentration – und ein wichtiger Dreier gegen einen Gegner, der vor dem Duell in der Tabelle vor seinem Team gelegen hatte.

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Beide Teams tasteten sich zunächst ab, zur Pause stand es 0:0. Aus HSV-Sicht passte dennoch viel. „Wir sind sehr fokussiert ins Spiel gegangen und waren eigentlich über die gesamte Spielzeit feldüberlegen. Leider haben wir es lange nicht geschafft, den letzten Pass anzubringen“, erklärte Christian Anton Fellner. Nach der Geduldphase kam die Szene des Tages: „Mettnitz hat auf Abseits gespielt, es war aber keine Abseitsstellung. Der Schiedsrichter hat weiterlaufen lassen.“ Den Angriff beschrieb der Coach klar: „Wir haben den Ball im Mittelfeld abgefangen, über die linke Seite gespielt, Pass in die Mitte – und Christian Kainbacher stand goldrichtig und hat zum 1:0 eingedrückt.“ In derselben 81. Minute wurde es hitzig: Oberes Metnitztal sah zweimal Rot – betroffen waren Dietmar Frank und Johannes Schrittesser. Danach brachte der HSV den knappen Vorsprung seriös über die Zeit.
Während andere über Einzelaktionen reden, stellte Fellner den Kollektivgedanken nach vorne. „Ich bin stolz, dass wir wirklich als Einheit aufgetreten sind. Jeder war für jeden unterwegs und hat für den anderen gekämpft. Diese Einheit steht absolut im Vordergrund. Da kommt nichts dazwischen.“ Auf dem Platz zeigte sich das in einer erwachsenen Auswärtsleistung, die den Gegner vom eigenen Tor fernhielt. „Ich glaube, dass Mettnitz normal stärker ist – sie waren vor diesem Spiel in der Tabelle vor uns –, aber wir haben es heute nie richtig zugelassen, dass sie ins Spiel kommen. Deswegen haben wir die Partie absolut kontrolliert“, sagte der Trainer. Zu möglichen Ausfällen beim Gegner äußerte er sich bewusst vorsichtig: „Angeblich hat Metnitztal ein, zwei Ausfälle gehabt, die für die Spielgestaltung wichtig sind. Das kann ich aber nicht genau beurteilen.“ Für ihn war entscheidend, dass seine Elf den Plan durchzog und am Ende das Tor erzwang.
Der HSV ließ in der Rückwärtsbewegung wenig zu, blieb geduldig und nutzte seine Chance eiskalt, als sie sich bot. Genau das passte zum Bild, das Fellner zeichnete: viel Arbeit gegen den Ball, klare Wege nach vorne, keine Hektik. Dass der Treffer erst spät fiel, störte ihn nicht – im Gegenteil, es zeigte, wie ruhig seine Mannschaft das Auswärtsspiel annahm. Ein Blick auf die Tabelle zeigt den Wert des Sieges zusätzlich: Nach 20 Runden hält der HSV bei 36 Punkten auf Rang fünf, Oberes Metnitztal steht mit 34 Zählern auf Platz sieben. Der Ausblick bleibt dennoch bewusst knapp: „Die Mannschaft ist intakt. Wir haben eine sehr große Trainingsbeteiligung, wir gehen von Spiel zu Spiel. Bei uns stehen Spaß, Herz und Kameradschaft im Vordergrund. Wir wollen eine gesunde Basis auf den Fußballplatz bringen – das ist unser Ziel.“ Mit einer solchen Haltung lässt sich auch der nächste Auftritt selbstbewusst angehen.