Spielberichte

„Wir haben mehr investiert“ – Brückl dreht das 0:1 und holt sich verdient drei Punkte

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WSG Brückl
GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b

In der 2. Klasse C hat sich die WSG Brückl am Samstag mit 2:1 gegen die SG GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b durchgesetzt. Nach dem Rückstand blieb die Mannschaft von Mario Radler bei ihrer Linie, glich noch im ersten Durchgang aus und legte in der Schlussphase nach. Der Brückler Trainer sprach danach von einem verdienten Heimsieg, weil seine Elf „über neunzig Minuten lang die spielbestimmende Mannschaft“ gewesen sei.

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Rückstand nach zwölf Minuten, Brückl antwortet früh

Die Partie begann für die Gastgeber ergebnistechnisch alles andere als ideal. Nach zwölf Minuten brachte Nicolas Julius Kristler die Gäste mit 1:0 in Führung. Brückl musste damit früh einem Rückstand nachlaufen, ließ sich laut Trainer Mario Radler davon aber nicht aus dem Konzept bringen. „Wir haben die Köpfe nicht hängen lassen und weiter unser Spiel aufgezogen“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Genau das war auch der Kern seiner Analyse. Radler sah seine Mannschaft trotz des Gegentreffers im Spiel, weil sie aus seiner Sicht die aktivere und über weite Strecken auch die spielbestimmende Mannschaft war. Der Lohn kam noch im ersten Durchgang: In Minute 21 gelang Niklas Haberl der Ausgleich zum 1:1. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause, und aus Brückler Sicht war dieses 1:1 mehr als nur eine Korrektur des Resultats. Es war die Bestätigung dafür, dass die Mannschaft nach dem Rückstand ruhig geblieben war und ihren Plan nicht über Bord geworfen hatte.

Radler sieht klare Vorteile über die ganze Spielzeit

Mario Radler wollte nach dem Spiel keinen einzelnen Augenblick als alleinigen Knackpunkt herausheben. Für ihn war vielmehr entscheidend, dass seine Mannschaft über die gesamte Dauer mehr investierte und sich ihre Möglichkeiten immer wieder erarbeitete. „Den entscheidenden Moment kann ich so nicht hervorheben. Wir waren über neunzig Minuten lang die spielbestimmende Mannschaft, haben das Spiel gemacht und uns immer wieder durch gute Kombinationen Chancen erarbeitet“, sagte der Brückler Trainer. Diese Einschätzung zog sich durch alle seine Antworten. Radler sprach davon, dass sein Team den Gegner zwar Ballbesitzphasen haben ließ, selbst aber auf die eigenen Momente lauerte und vor allem nach Ballgewinnen sofort den Weg in die Tiefe suchte. „Nach Ballgewinnen haben wir sofort die Tiefe gesucht und wollten das Spiel machen“, erklärte er. Dazu kam für ihn, dass Brückl die Gäste immer wieder vor Probleme stellte und sich dadurch nicht nur den Ausgleich, sondern in Summe auch den späteren Sieg verdient habe. Dass die Chancenverwertung aus seiner Sicht trotzdem noch Luft nach oben hat, verschwieg er nicht: „Da können wir noch mehr draus machen.“

Haberl entscheidet das Spiel spät

Nachdem es zur Pause 1:1 gestanden hatte, blieb die Begegnung lange offen. Brückl musste weiter geduldig bleiben, weil sich die Überlegenheit laut dem eigenen Trainer nicht sofort auf der Anzeigetafel niederschlug. Erst in der 81. Minute fiel die Entscheidung, und erneut war es Niklas Haberl, der für die WSG traf. Mit seinem zweiten Treffer des Tages machte er aus dem 1:1 ein 2:1 und brachte die Gastgeber damit endgültig auf die Siegerstraße. Dass am Ende gerade Haberl doppelt traf, passt zu einem Spiel, in dem Brückl aus Sicht des Trainers immer wieder zu Abschlüssen kam und sich für den betriebenen Aufwand doch noch belohnte. Radler hob dabei weniger Einzelspieler als vielmehr die geschlossene Leistung hervor. „Die Mannschaftsleistung war im Großen und Ganzen der Schlüssel zum Erfolg“, sagte er. Auch dem Gegner sprach er einen ordentlichen Auftritt nicht ab. Der Gegner habe „grundsätzlich gut Fußball gespielt“ und den Ball gut laufen lassen, erklärte Radler. Entscheidend sei für ihn aber gewesen, dass sich seine Mannschaft davon nicht habe beeindrucken lassen.

Verdienter Heimsieg als Grundlage für die nächsten Wochen

Unterm Strich bleibt für Brückl ein Heimsieg, den der eigene Trainer klar über die Spielanlage erklärt. Nicht ein Zufallsprodukt, nicht ein einzelner Ausreißer, sondern eine Partie, in der seine Mannschaft nach dem 0:1 geduldig blieb, weiter an ihre Abläufe glaubte und sich am Ende doch noch durchsetzte. „Grundsätzlich haben wir mehr investiert“, fasste Radler die entscheidende Differenz zwischen beiden Teams zusammen. Brückl habe sich dabei nicht beirren lassen und den Fokus bei sich behalten. Genau das dürfte dem Trainer am Ende besonders gefallen haben: Rückstand weggesteckt, ruhig geblieben, das Spiel angenommen und mit dem späten 2:1 durch Niklas Haberl die drei Punkte geholt. Für die WSG ist dieser Erfolg in Runde sechs damit nicht nur ein gutes Ergebnis, sondern auch ein Spiel, aus dem sich eine klare Botschaft mitnehmen lässt: Wenn Brückl seine Linie hält, ist diese Mannschaft schwer zu bremsen.

2. Klasse C: WSG Brückl : GSC Liebenfels/SC St. Veit 1b - 2:1 (1:1)

  • 81
    Niklas Haberl 2:1
  • 21
    Niklas Haberl 1:1
  • 12
    Nicolas Julius Kristler 0:1