Nach dem intensiven Auftritt von SV Maria Rain gegen den Eberndorfer AC in der 2. Klasse D ordnet Trainer Miroslav Marinkovic die Lage ein: viel Kontrolle, viele Chancen, am Ende aber der späte Ausgleich und eine Rote Karte. Der Tenor: Offensivmut, hohes Arbeitspensum und starke Physis prägten die Partie. Zugleich mahnt der Coach mehr Ruhe und Konsequenz im Abschluss ein, dankt den Fans und Funktionären – und erinnert sein Team daran, bis zum Schluss voll konzentriert zu bleiben.

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Über weite Strecken sah Marinkovic seine Mannschaft am Drücker und sprach von klaren Vorteilen im Ballbesitz (etwa 70:30 bis 60:40). Eberndorf zog sich tief zurück und operierte häufig mit hohen Bällen, während Maria Rain den Rhythmus bestimmte. Trotz zahlreicher Gelegenheiten stand es zur Pause 0:0 – auch, weil der Schlussmann der Gäste zweimal bis dreimal stark parierte. „Wir waren im Chancenplus und hatten das Spiel über 90 Minuten im Griff“, so der Coach, der mehr Ruhe und Effizienz im letzten Drittel einforderte. Nach dem Seitenwechsel nutzte der auffällige Flügelmann eine der vielen Angriffe: In der 58. Minute traf Adnan Avdicausevic zum 1:0.
Die Partie bekam eine Zäsur, als Maria Rain in der 64. Minute in Unterzahl geriet: Sayed Sadat sah Rot, woraufhin umgestellt werden musste. Dennoch blieb das Team in den Duellen präsent; Marinkovic hob die körperliche Bereitschaft ausdrücklich hervor. In der heiklen Schlussphase kam Eberndorf nach einem Standard zurück. Der Trainer haderte mit der Entstehung und sprach von Abseits: „Ich will den Schiedsrichter nicht schlechtmachen, aber ich kritisiere die Szene – für mich war es Abseits.“ Daniel Faak traf in der 90. Minute zum 1:1 und stellte damit den Endstand her. Marinkovic’ Botschaft an sein Team bleibt klar: „Das Spiel ist erst dann vorbei, wenn der Schiedsrichter abpfeift – erst dann dürfen wir abschalten.“
Personell gefiel dem Coach die Mischung aus Routiniers und jungen Kräften, die Tempo und Frische brachte. Besonders überzeugte Adnan Avdicausevic mit druckvollen Läufen, vielen gewonnenen Duellen und dem wichtigen Führungstor. Im Zentrum strukturierte die Achse mit Andreas Schloif und Alexander Juch das Geschehen.
Über das Sportliche hinaus richtete Marinkovic ein großes Dankeschön an das Umfeld: Fans und Funktionäre sorgten mit starker Organisation – von der Kantine bis zu den neuen Lautsprechern – für eine tolle Atmosphäre. Aus dem positiven Auftritt will Maria Rain Elan und Effizienz für die nächste Aufgabe mitnehmen – mit dem klaren Anspruch, die Chancen konsequenter zu nutzen und bis zur letzten Sekunde hellwach zu bleiben.