Im Duell der 2. Klasse D zwischen St. Stefan NextGen und SV Viktoria Viktring überwog bei Trainer Christian Sablatnig nach einem überzeugenden 4:0-Auswärtssieg die Zufriedenheit – mit einem Schuss Selbstkritik. Er sprach von einem Spiel auf ein Tor und hob den klaren Ballbesitzvorteil seiner Mannschaft hervor. Zugleich betonte er, das Resultat sei gemessen an den zahlreichen Chancen „eigentlich zu niedrig“ ausgefallen. Seine Elf setzte viele Akzente, blieb aus eigener Sicht aber in der Effizienz unter den Möglichkeiten.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Viktring prägte die Partie durch Kontrolle und Tempo. Das Geschehen verlagerte sich über weite Strecken in Richtung Heimtor, die Gäste hatten deutlich mehr Ballbesitz und erspielten sich über die gesamte Spieldauer zahlreiche Abschlüsse. St. Stefan wurde in der ersten Hälfte nur einmal richtig gefährlich. Der Tenor: strukturiert im Aufbau, präsent im letzten Drittel – mit Luft nach oben bei der Verwertung der vielen Angriffe.
Ein Schlüssel lag in den ruhenden Bällen. Die Führung fiel nach einem Eckball und gab früh die Richtung vor: In der 32. Minute traf Amer Krcic zum 1:0, das auch den Pausenstand markierte. Direkt nach Wiederbeginn zog der SV Viktoria Viktring davon: In der 60. Minute erhöhte Tobias Schaflechner auf 2:0, nur eine Minute später legte Ruslan Levyha das 3:0 nach (61.). Das Spielbild blieb stimmig – viel Kontrolle, viele Aktionen in Richtung Heimtor –, ehe Raphael Kassler in der 80. Minute mit dem 4:0 den Schlusspunkt setzte. Für Sablatnig war die Trefferfolge die logische Konsequenz der Feldüberlegenheit; zugleich hielt er fest, dass seine Elf die Vielzahl an Möglichkeiten noch konsequenter hätte nutzen können.
Die Atmosphäre auf dem Platz beschrieb Sablatnig als sehr fair: Für den Schiedsrichter sei es ein dankbares Spiel gewesen, die Leistung gut. Beim Blick auf Einzel-Lob rückte er das Kollektiv in den Vordergrund und hob den geordneten Aufbau aus der Abwehr hervor. Für die nächsten Einheiten formulierte er einen klaren Arbeitsauftrag: Nach Ballverlusten kompakter stehen, schneller in die Rückwärtsbewegung kommen und die Balance zwischen Angriffslust und Absicherung weiter schärfen. Unterm Strich steht eine souveräne, faire Auswärtsleistung mit vielen Chancen.