Ein kampfbetontes Derby in Diex. Der SC Diex empfing den SV Rasenschach Tainach – in der 2. Klasse D wurde um jeden Meter gerungen. Trainer Marc Alexander Sollhart sprach von einer harten Partie, in der die Gäste zunächst mehr Ballbesitz hatten und seine Mannschaft nach der Pause die Kontrolle übernahm. Prägend waren ruhende Bälle, die den Diexern den Weg wiesen – zugleich formulierte der Coach klare Hausaufgaben für ein saubereres Aufbauspiel.

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Der Charakter des Duells war eindeutig: körperlich, eng, mit vielen direkten Duellen – ein Derby, das seine Energie aus Intensität zog. Aus Diexer Sicht verlief der Start zäh. Sollhart schilderte, dass sein Team den Ball hinten zunächst nicht sauber herausspielte, häufig auf lange Bälle setzte und so wenig Zugriff entwickelte. „In der ersten Halbzeit war Tainach ballbesitzstärker, in der zweiten Halbzeit haben wir das Heft in die Hand genommen“, fasste der Trainer zusammen. Mit zunehmender Spielzeit gewann Diex Struktur im Aufbau und Präsenz in den entscheidenden Zonen, während Tainach nach dem Seitenwechsel weniger Kontrolle ausstrahlte. Genau dieser Umschwung bereitete den Boden für die Momente, die das Derby kippten.
Früh erhielt die Partie eine klare Richtung: In der 22. Minute traf Philip Luschin für Tainach zum 0:1 – ein Rückstand aus Diexer Sicht, der bis zur Pause Bestand hatte. Nach Wiederbeginn setzten die Hausherren die in der Kabine besprochenen Anpassungen sichtbar um und fanden über Standards den Weg zurück: In der 52. Minute glich Andreas Wolf zum 1:1 aus, ehe in der 71. Minute Simone Pontillo das 2:1 nachlegte. Beide Treffer fielen nach ruhenden Bällen – der ausschlaggebende Faktor an diesem Nachmittag. So fügte sich der Spielverlauf stimmig: früher Rückschlag, gesteigerter struktureller Zugriff – und schließlich Effizienz bei Standards, die das Derby auf Diexer Seite zogen.
Ein zentrales Puzzlestück der zweiten Hälfte kam von der Bank: Die eingewechselten Spieler Simone Pontillo und Felix Kupferschmied verliehen dem Auftritt nach der Pause spürbaren Schwung. Das passte zur physischen Grundnote des Nachmittags: „Wir haben ein sehr hartes Spiel hinter uns“, so Sollhart. Zur Spielleitung meinte er, die eine oder andere Gelbe oder vielleicht auch eine Rote wäre möglich gewesen; insgesamt habe der Schiedsrichter „eine durchschnittlich gute Partie“ gezeigt. Für die kommenden Wochen steckt der Fokus im Detail: gezielteres Aufbauspiel und mehr Einbindung der Sechser, um den Ball flacher und kontrollierter durch die Zentrale zu tragen. Diex will aus der Derby-Erfahrung lernen – vom schwierigen Beginn über die zurückeroberte Kontrolle bis zur kaltschnäuzigen Nutzung der Standards – und die Stabilität der zweiten Halbzeit in die nächste Aufgabe mitnehmen.