In der 2. Klasse D setzte sich der ASV St. Margarethen/Lav. beim SV Maria Rain mit 1:0 durch. Das Goldtor fiel kurz vor der Pause, der Sieg blieb nach einer intensiven zweiten Hälfte bestehen. Co-Trainer Roland Schrammel sprach von einem verdienten Auswärtssieg und einer Mannschaft, die ihren Plan durchzog: „Wir sind von der ersten Sekunde an aggressiv reingegangen. Wir wollen aufsteigen – das ist unser Ziel.“ Für Maria Rain blieb es trotz tapferem Kampf beim 0:1.

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St. Margarethen nahm vom Anpfiff weg das Heft in die Hand. Roland Schrammel hob vor allem den Start hervor: „Wir sind von der ersten Sekunde an aggressiv in die Partie reingegangen. Das hat super gepasst, wir hatten Chancen und haben Druck gemacht.“ Dass es nicht früher klingelte, schrieb er dem stark aufgelegten Heimkeeper zu: „Der Tormann von Maria Rain war sehr gut, ehrlich.“ Der entscheidende Moment kam dann in Minute 44: Nach einem Eckball blieb St. Margarethen im Strafraum präsent, die erste Abwehr der Hausherren half nur kurz – und Florian Michael Friesacher schob eiskalt zum 0:1 ein. „Es war ein Eckball, wir waren präsent, und Florian hat ihn eiskalt eingeschoben. Perfekt“, so Schrammel. Mit diesem Treffer im Rücken ging es mit 0:1 in die Kabinen, genau der Zeitpunkt, den sich die Gäste gewünscht hatten.
Nach dem Wechsel änderte sich das Bild: weniger Spielfluss, mehr Duelle, viele Pfiffe – aber St. Margarethen blieb stabil. „Die zweite Halbzeit war einfach nur eine kämpferische Partie mit sehr vielen Fouls“, beschrieb Schrammel die 45 Minuten nach der Pause. Was seiner Truppe half, war die klare Marschroute: „Wir schießen ein Tor und kriegen hinten keins mehr. Die Moral der Mannschaft ist mega, wir haben das durchgepresst, volle Körner.“ Auch heikle Szenen wurden angesprochen, ohne Öl ins Feuer zu gießen: „Abseits hin und her – einmal so, einmal so. Aber ich bin nicht Schiedsrichter. Im Endeffekt war die Schiedsrichterleistung super.“ Maria Rain versuchte es, kam aber selten sauber durch. Aus Gästesicht hatten die Hausherren mitunter den Rhythmus gebrochen. „Viele Teams schießen Bälle weg oder verzögern, das stört den Spielfluss. Trotzdem: Sie haben probiert, Fußball zu spielen und haben ein paar gute Jungs drin“, ordnete der Co-Trainer ein.
Der Dreier passt zur Lage der Lavanttaler, die laut Tabelle vorne mitmischen: St. Margarethen hält Rang zwei, Maria Rain liegt im Mittelfeld auf Platz sieben. Für Schrammel ist die Richtung klar: „Wir wollen aufsteigen. Definitiv.“ Der O-Ton zieht sich durch seine gesamte Analyse – und wird mit viel Lob für den eigenen Haufen unterfüttert: „Wir haben einen Haufen, der guten Fußball spielen will. Und wenn’s einmal nicht geht, dann fighten wir. Wir kämpfen und geben Gas.“ Nach dem Arbeitssieg in Maria Rain klang auch ein Dank an die Leute im Verein mit: Man wolle die vielen Helfer im Hintergrund belohnen. „Ich glaube, wir verdienen uns heuer den Aufstieg. Ich glaube, es gibt derzeit keine bessere Mannschaft als wir.“ Mit dem Auswärts-1:0 und dem Goldtor von Florian Michael Friesacher hat St. Margarethen dafür den nächsten, nüchternen Schritt gesetzt – ein Treffer zur rechten Zeit, danach kompromisslos verteidigt, fertig.