In der 2. Klasse D hat der ASK Klagenfurt in Runde 20 den Gurnitz 1b mit 5:1 besiegt. Für die Gäste war mehr drin, findet Co-Trainer Hannes Magek. Er sah seine junge Truppe lange auf Augenhöhe, haderte aber mit Gegentoren nach Standards und einem Knackpunkt nach der Pause. „Der Sieg war zu hoch“, sagt Magek, „weil wir unsere Möglichkeiten hatten – und der ASK seine eiskalt nützte.“

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Der Favorit legte im ersten Durchgang den Grundstein: Nach elf Minuten brachte Luca Dietmar Pichler den ASK Klagenfurt 1:0 in Front, sechs Minuten später erhöhte Admir Jasic auf 2:0. Gurnitz 1b ließ sich davon nicht abschütteln und meldete sich zurück: In Minute 35 traf Gernot Erlacher zum 2:1, mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Hannes Magek gefiel, wie seine Mannschaft im Spiel blieb: „Man hat fast keinen Unterschied gesehen zwischen Erstem und Letztem. Wir haben dagegengehalten.“ Gleichzeitig mahnte er bereits da die Standards an – ein Thema, das sich durch den ganzen Nachmittag ziehen sollte.
Nach Seitenwechsel fiel die Vorentscheidung. In der 72. Minute stellte Sohel Rahimi auf 3:1 – für Magek der Moment, in dem das Spiel kippte: „Das 3:1, wieder aus einer Standardsituation heraus, da war die Partie entschieden.“ Der ASK blieb am Drücker und legte durch Patrick Schweizer zwei weitere Treffer nach, in der 75. und 89. Minute zum 4:1 und 5:1. Gerade Schweizer rückte beim Co-Trainer in den Fokus: „Patrick Schweizer ist eine Macht. Den darf man nicht allein lassen – schießen kann er.“ Besonders bitter aus Gurnitzer Sicht: „Genau das, was wir in der Kabine besprochen haben – Eckbälle und Freistöße – haben wir nicht in den Griff bekommen.“
Im Fazit wollte Hannes Magek seine Elf nicht kleinreden, im Gegenteil. „Der Sieg war zu hoch“, hielt er fest, „weil wir auch Chancen hatten und sie nicht gemacht haben.“ Aus seiner Sicht lag der Unterschied weniger im spielerischen als in der Reife der Mannschaften: „Die reine Routine vom ASK. Die haben sie, viele ältere Spieler, die wissen in solchen Momenten genau, was zu tun ist. Meine Buben sind jung – das ist schade, aber so ist Fußball.“ Dass mehrere Gegentore nach Standards fielen, passte für ihn ins Bild: Kleinigkeiten entscheiden, wenn der Gegner Standards so konsequent ausnützt.
Auch in Richtung Unparteiischer blieb Magek sachlich, obwohl ihn manches wurmte: „Der Schiedsrichter hat natürlich Fehler gemacht, aber das sind auch nur Menschen. Es gab ein paar Situationen, die er anders hätte lösen können. Ich bin nicht der Mensch, der einen Schiri kritisiert.“ Wichtiger ist ihm, die Lehren mitzunehmen: Standards verteidigen, die eigenen Möglichkeiten besser fertigspielen – dann kommen die Punkte. Der ASK Klagenfurt unterstrich mit den Toren von Pichler, Jasic, Rahimi und dem Doppelpack von Schweizer seine Klasse, während Gurnitz 1b trotz der klaren Niederlage zeigte, dass es gegen den Spitzenreiter mithalten kann.