In der 2. Klasse D mussten sich die SAK Amateure am Samstag beim SC Diex mit 0:6 geschlagen geben. Trainer Herwig Josef Hobisch sah eine Partie, in der seine ersatzgeschwächte und sehr junge Mannschaft eine Halbzeit lang ordentlich mithielt, nach der Pause aber klar abreißen ließ. Für ihn lag der Hauptgrund auf der Hand: zu wenig Kraft, zu wenig Alternativen und ein körperlich schwieriges Spiel auf engem Platz.

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Der Spielverlauf passte aus Sicht von Herwig Josef Hobisch genau zu den Voraussetzungen, mit denen seine Mannschaft nach Diex gefahren war. „Die ersten 45 Minuten haben wir gut mitgehalten. In den zweiten 45 Minuten sind meine jungen Spieler von der Kraft her und vom Spiel her eingebrochen“, sagte der Trainer der SAK Amateure nach dem Schlusspfiff. Auf der Anzeigetafel war dieser Verlauf deutlich zu sehen. SC Diex ging in der 24. Minute durch Felix Kupferschmied in Führung und legte in der 36. Minute durch Christoph Borovnik das 2:0 nach. Mit diesem Rückstand war für die Gäste zur Pause noch nichts entschieden, doch nach dem Seitenwechsel kippte die Partie immer klarer in Richtung Heimteam. Andreas Wolf erhöhte in der 56. Minute auf 3:0, Florian Johannes Napetschnig stellte in der 65. Minute auf 4:0, Borovnik traf in der 81. Minute noch einmal und Marc Alexander Sollhart setzte in der 88. Minute den Schlusspunkt zum 6:0.
Hobisch machte aus den Gründen für diese deutliche Niederlage keinen Hehl. „Wir haben nur mit ganz jungen Spielern gespielt. Dazu sind mir noch welche ausgefallen. Im Prinzip hatten wir nur noch einen Wechselspieler“, erklärte er. Dazu kam für die SAK Amateure eine personell heikle Ausgangslage, weil parallel auch die Kampfmannschaft im Einsatz war. „Dadurch, dass Diex parallel zum Spiel der SAK-Kampfmannschaft angesetzt hat, die in Wendorf gespielt hat, haben wir im Endeffekt sechs bis sieben Spieler gehabt, die uns gefehlt haben“, sagte Hobisch. Dass seine Mannschaft mit vielen 15- und 16-Jährigen antreten musste, wurde vor allem nach der Pause immer deutlicher. „Der Knackpunkt war, dass die jungen Spieler in der zweiten Halbzeit die Kraft nicht mehr gehabt haben, weil sie am Tag davor auch schon in der U17 gespielt haben“, so der Trainer. Für ihn war genau das der Punkt, an dem die Partie auseinanderlief.
Dass die Niederlage aus Sicht der SAK Amateure nicht nur mit dem Resultat erklärt werden soll, betonte Hobisch mehrmals. Er sah in einzelnen Phasen durchaus spielerische Akzente bei seiner Mannschaft. „Das Spielerische war auf unserer Seite. Wir haben in gewissen Situationen wirklich gut kombiniert, aber das Körperliche war einfach das Problem“, sagte er. Gerade das Spiel von hinten heraus habe ihm phasenweise gefallen. „Wir haben nicht nur den Ball hinausgeschlagen. Das Spiel von hinten raus hat geklappt“, meinte Hobisch. Was seiner Mannschaft aber fehlte, war der Zugriff in die gefährlichen Zonen. „Wir haben nach vorne den Zugriff nicht gehabt, weil die Jungen das auf dem kurzen und kleinen Platz auch nicht gewohnt waren.“ Den Gegner beschrieb er als sehr geradlinig. „SC Diex hat Kick and Rush gespielt, also von hinten raus hohe Bälle auf unsere Innenverteidigung.“ Dazu seien Gegentore nach Standardsituationen gekommen, die man aus seiner Sicht „normal nicht bekommt“. Auch darin sah er einen Unterschied an diesem Nachmittag.
So deutlich das 0:6 am Ende auch ausfiel, Hobisch wollte den Auftritt seiner jungen Mannschaft nicht einfach nur auf das nackte Ergebnis reduzieren. Im Gegenteil: Für ihn stand nach dem Spiel auch im Vordergrund, was solche Partien für eine zweite Mannschaft bedeuten. „Die jungen Spieler haben gut gekämpft, sind viel gelaufen und haben wirklich das Bestmögliche rausgeholt“, sagte er. Genau darum gehe es bei den SAK Amateuren. „Das soll ja Sinn und Zweck sein für eine Zweitmannschaft, damit wir Spieler entwickeln können, die auch im Männerfußball lernen. Da sind wir stolz drauf.“ Damit ordnete der Trainer die klare Niederlage auch über diesen einen Nachmittag hinaus ein. Sportlich war in Diex wenig zu holen, für die Entwicklung seiner vielen Nachwuchsspieler nahm er aber dennoch etwas mit.