Spielberichte

Nach 0:1-Rückstand: SAK Amateure drehen auf, weil "der Spielwitz auf unserer Seite war"

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SAK Amateure
Eberndorfer AC

In der 2. Klasse D haben die SAK Amateure gegen den Eberndorfer AC einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Heimsieg verwandelt. Trainer Herwig Josef Hobisch sah seine Mannschaft über weite Strecken als das bessere Team, auch wenn sie sich lange nicht belohnte. Für ihn lag der Unterschied am Ende vor allem in der Technik, im Spielwitz und daran, dass seine junge Mannschaft nach dem Gegentor erst richtig aufdrehte.

Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Lange ohne Lohn, dann kam der Weckruf

Bis zur Pause spiegelte das 0:0 aus Sicht der Gastgeber nur einen Teil des Spiels wider. Hobisch hatte seine Mannschaft spielerisch im Vorteil gesehen, ärgerte sich aber darüber, dass dieser Aufwand zunächst ohne Ertrag blieb. "Wir waren technisch die bessere Mannschaft, haben das Spiel bestimmt und vor der Pause die Tore nicht gemacht", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gerade deshalb traf ihn das 0:1 in der 59. Minute umso mehr. Daniel Faak brachte Eberndorf nach einem hohen Ball und einem Stellungsfehler in der SAK-Defensive in Führung, und Hobisch sprach offen von einem Gegentor "aus dem Nichts". Für seine Elf war das aber nicht der Knackpunkt zum Schlechteren, sondern eher der Moment, in dem sie endgültig wach wurde.

Innerhalb von drei Minuten die Partie gedreht

Was danach folgte, gefiel dem SAK-Coach deutlich besser. Seine Mannschaft wurde aggressiver, suchte konsequenter den Weg nach vorne und legte den Schalter sofort um. Schon in der 61. Minute fiel der Ausgleich, als Massimo Leon Prutej nach einem Angriff über die Flügel zum 1:1 traf. Hobisch nannte diesen Treffer "sehr wichtig", weil er seinem Team sofort die Bestätigung gab, dass in dieser Partie noch alles möglich war. Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb ohnehin nicht, denn in der 64. Minute setzte SAK sofort nach. Niklas Preinig nutzte die nächste starke Phase und machte aus einem Eins-gegen-eins das 2:1. "Die Aggressivität ist geblieben", sagte Hobisch, und genau diese wenigen Minuten erklärten am Ende auch, warum das Spiel noch gekippt ist.

Kompakter als zuletzt und mit einem starken Rückhalt

Für Hobisch war der Sieg nicht nur wegen der schnellen Wende bemerkenswert, sondern auch wegen der Art, wie seine Mannschaft diesmal auftrat. "Der Tormann war sensationell", sagte er über den starken Rückhalt, der einige Möglichkeiten der Gäste zunichtemachte. Dazu kam eine Kompaktheit, die der Trainer in den vergangenen Spielen noch vermisst hatte. "Wir waren diesmal wirklich gut kompakt", betonte Hobisch. Vor allem seine jungen Spieler hob er mehrmals hervor. Sie hätten "sehr brav gefightet", gut kombiniert und sich viele Chancen erarbeitet. Entscheidend sei auch gewesen, dass sie in die Zweikämpfe gegangen seien, viele Bälle geholt hätten und nach Ballverlusten rasch wieder hinter den Ball gekommen seien. Genau diese Mischung aus Einsatz, Ordnung und Spiel mit dem Ball war für ihn der Schlüssel.

Eberndorf hielt dagegen, SAK sieht einen Schritt nach vorne

Dass der Erfolg nicht gegen irgendeinen Gegner zustande kam, stellte Hobisch ebenfalls klar. Eberndorf sei "keine schlechte Mannschaft", habe gute Spieler in seinen Reihen, spiele aggressiv und habe sich ebenfalls Chancen herausgespielt. Umso höher ordnete der SAK-Trainer die drei Punkte ein. "Der entscheidende Unterschied war, dass wir konditionell besser drauf waren. Der Spielwitz war auf unserer Seite und die Technik war auf unserer Seite. Deswegen haben wir verdient gewonnen", sagte er. Auch abseits der beiden Tore zum 1:1 und 2:1 nahm er etwas Positives mit. Seine Mannschaft habe gezeigt, "dass sie schön langsam beim Männerfußball ankommt". Mit dem 2:1-Erfolg stehen die SAK Amateure nach vier Runden bei sechs Punkten und nehmen aus diesem Nachmittag vor allem das Gefühl mit, dass die Entwicklung stimmt.

2. Klasse D: SAK Amateure : Eberndorf - 2:1 (0:0)

  • 64
    Niklas Preinig 2:1
  • 61
    Massimo Leon Prutej 1:1
  • 59
    Daniel Faak 0:1