Experte der Woche, Wolfi Oswald, traute dem ASKÖ Gmünd nach fantastischen Vorstellungen in den bisherigen acht Ligapartien auch gegen Titelmitfavorit Treibach einen Punktegewinn zu. Der Schönherr-Elf mangelte es am heutigen Tag jedoch an der nötigen Routine um mit den ligaerfahrenen Kurstädtern mithalten zu können. Nach einem frühen Platzverweis und einigen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen ging man am Ende gegen einen übermächtigen Gegner sang und klanglos mit 0:4 unter.
Schon sehr früh in der Partie zeigte sich, dass Samstag der 14.09.2013 nicht der Tag des ASKÖ Gmünd werden würde. Die Heimischen verschliefen die Anfangsphase und lagen bereits nach 13 Spielminuten mit 0:1 zurück: Treibachs Werner Buchhäusl lauerte auf einen ungenauen Pass der gegnerischen Defensive, sprintete dazwischen und vollstreckte in Goalgetter-Manier zur frühen Führung. Im Minute 22 kochten die Gemüter am Sportplatz der Oberkärntner Künstlerstadt dann vollkommen über: Udo Gasser erhielt innerhalb von zwei Spielminuten zwei gelbe Karten wegen Foulspiels und wurde von Schiedsrichter Glantschnig deshalb frühzeitig unter die Dusche geschickt.“Eine katastrophale Fehlentscheidung“, wie Gmünd Coach Rudi Schönherr nach Spielende zornig kundtat. Gegen den nummerischen dezimierten Gegner taten sich die spielerisch bestens aufgelegte Treibacher Elf noch leichter, in Minute 43 kombinierte man sich mit fünf Ballkontakten vor das gegnerische Gehäuse, ehe erneut Werner Buchhäusl zum 0:2 vollstreckte. Kurz vor dem Pausentee legte Sebastian Hertelt einen weiteren Treffer nach, das 0:3 war die endgültige Vorentscheidung.
In Halbzeit Zwei konnten die dezimierten und psychisch geknickten Gmündner den übermächtigen Gegner freilich nicht mehr viel entgegensetzen. Treibach erspielte sich noch einige Chancen, ohne das Ergebnis weiter aufzubessern. In Minute 81 nahm sich der bereits wegen Kritik ermahnte Gmündner Spielertrainer Rudi Schönherr vom Platz und haderte weiter über die aus seiner Sicht „schwache Schiedsrichterleistung“. Von der Bank aus musste er dann auch noch das 0:4 durch Michael Rebernig zur Kenntnis nehmen, welches zugleich den Schlusspunkt unter den souveränen Treibacher Sieg setzte.
Rudi Schönherr, Trainer des ASKÖ Gmünd: „Das heutige Spiel ist schnell analysiert: Den Anfang haben wir verschlafen, dem Gegner das 1:0 buchstäblich geschenkt. Den Rest hat aus meiner Sicht der Schiri für uns erledigt. Der Ausschluss war nie und nimmer zu geben!“
Julius Grimschitz, Obmann des SK Treibach: „Ich sah ein einwandfreies Spiel meiner Truppe, welche heute haushoch überlegen war und verdient mit 4:0 gewann. Das Ergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können. Die Gmündner sind meines Erachtens sehr hart eingestiegen und auch der Ausschluss war gerechtfertigt. Wenn man den Gegenspieler zweimal aus die Socken holt, muss man eben vom Platz.“
Herausragender Spieler: Werner Buchhäusl (ST)