Ein kampfbetonter Abend in Wolfsberg, an dem nach der langen Winterpause die Weichen neu gestellt wurden: Gegen den SV Sportastic Spittal zeigte ASCO ATSV Wolfsberg laut Otto Wegscheider über weite Strecken genau das, was es für einen gelungenen Start ins Frühjahr braucht. „Wir haben drei Punkte gemacht“, bilanzierte der Obmann und blieb realistisch: „Obwohl es nicht das Gelbe vom Ei war, bin ich trotzdem sehr zufrieden.“ Vor dem Hintergrund des Pflichtspiel-Neustarts ordnete er ein: „Es ist nach der langen Winterpause das erste Meisterschaftsspiel.“ Diese Mischung aus Zufriedenheit, Anspruch und Einordnung prägte die Stimmung rund um das Duell mit dem direkten Liga-Konkurrenten.

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Wegscheider charakterisierte den Abend klar: „Es war ein kampfbetontes Spiel mit sehr vielen Aktionen auf beiden Seiten. Spittal hat sich sehr gut präsentiert.“ Bei den Möglichkeiten ging es hin und her: Spittal traf einmal die Stange und einmal die Latte, auch Wolfsberg kam zu guten Chancen. Die Hausherren behielten in den entscheidenden Momenten die Oberhand und nutzten zwei schön herausgespielte Möglichkeiten: Patrick Pfennich traf in der 37. Minute, Marcel Stoni legte in der 65. Minute nach – der Endstand lautete 2:0. Trotz des Sieges blieb Selbstkritik: „Wir hatten die eine oder andere Chance, die wir verwerten hätten können – das ist nicht passiert.“
Ruhende Bälle spielten diesmal nur eine Nebenrolle. „Es gab hüben und drüben Corner, die im Strafraum immer gefährlich sind, aber insgesamt relativ wenige Standardsituationen“, so Wegscheider. In der Schlussphase wurde es kurz emotional: Ein unglücklicher Treffer eines Spittaler Spielers gegen einen Wolfsberger führte zu einem kurzen Aufeinandertreffen beider Teams, das rasch bereinigt wurde. Von Unfairness könne keine Rede sein: „In einem kampfbetonten Spiel passieren Fouls, aber im Großen und Ganzen gab es keine Gehässigkeiten.“
Die Leistung ordnete Wegscheider in den Kontext des Neustarts ein: „Im ersten Spiel, in dem die Punkte zählen, kann man die Vorbereitung nicht eins zu eins mitnehmen. Da passieren kleine Fehler wie Ballverluste oder Fehlpässe – das ist zu Beginn einer Saison normal, aber es war nicht extrem.“ Positiv hob er die spielerische Linie beider Teams hervor: „Im Großen und Ganzen gab es einige schöne Spielzüge von unserer Seite und auch von den Spittalern – unter dem Strich sind wir zufrieden.“ Der Kurs ist klar: „Wir haben ein Ziel vor Augen und dieses Ziel wollen wir erreichen. Dafür ist es sehr wichtig, wenn man permanent punktet.“ Für das nächste Auswärtsspiel zeigt er sich zuversichtlich, dass der Trainer „die richtige Taktik finden und die Mannschaft so einstellen wird, dass wir auch auswärts erfolgreich sein können“.