Spielberichte

Arno Paul Kozelsky (Trainer SC St. Veit): „Uns haben die letzten Prozent gefehlt“

SC St. Veit
SAK Klagenfurt

Die Kärntner Liga lieferte am Sonntag ein intensives Duell: Der SC St. Veit empfing den SAK Klagenfurt – am Ende stand ein 1:2. Ein früher Doppelschlag brachte die Gäste in Front, St. Veit verkürzte noch vor der Pause. Danach drückte die Heimelf, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Trainer Arno Paul Kozelsky sprach von einem „schwierigen Start“ und davon, dass seiner Mannschaft im letzten Drittel „die letzten Prozent“ und die Konsequenz Richtung Tor fehlten.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Früher Doppelschlag, dann Pertlwiesers Anschluss

Der Start erwischte St. Veit eiskalt: Sinan Samardzic traf in der 6. und 7. Minute binnen kürzester Zeit zum 0:2 und stellte das Spiel früh auf den Kopf. „Eigentlich war die Partie nach zehn Minuten schon entschieden. Wir sind extrem schlecht gestartet“, sagte Arno Paul Kozelsky später. Seine Mannschaft fing sich, hatte mehr Ballbesitz und kam noch vor der Pause zurück: In Minute 42 drückte Felix Pertlwieser zum 1:2 über die Linie. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieb St. Veit das aktivere Team, „wir haben’s aber dann nicht geschafft, unsere Überlegenheit in Torchancen umzumünzen und noch den Ausgleich zu erzielen“, so der Trainer, dessen Mannschaft die zweite Hälfte trotz klarer Feldvorteile ohne den Ausgleich beenden musste.

„Spielbestimmend, aber zu wenig konkret“ – St. Veit ringt um den letzten Punch

Kozelsky ordnete die 90 Minuten klar ein: „Uns hat im Ballbesitz die Konkretheit gefehlt, zu wenig auf den Endzweck gespielt. Wir waren sicher die spielbestimmende Mannschaft.“ Der SAK verteidigte kompakt und machte die Wege eng – genau das hob der Coach hervor: „Der SAK hat das super gemacht. Das 2:1 geht in Ordnung. Uns hat vielleicht gefehlt, das Spiel konkreter aufs Tor zu spielen oder mehr Druck zu machen, um das Tor zu erzwingen.“ So blieb St. Veit nach dem frühen Rückstand lange am Drücker, ohne sich zu belohnen. Der Ball lief, die Kontrolle war da, doch im letzten Drittel fehlten Genauigkeit, Timing und Konsequenz. Für die Gastgeber fühlte sich das an wie ein Spiel, das man mit einem Treffer noch kippen kann.

Faire Partie, Lob für den Unparteiischen – und Respekt vor dem SAK

Auch mit Blick auf das Schiedsrichterteam blieb Kozelsky anerkennend. „Ich finde, die Leistung vom Schiedsrichter war gut. Ich fühle mich auf keinen Fall benachteiligt. Es gibt Situationen, die sieht der eine so und der andere so – insgesamt war das sehr unauffällig und in Ordnung.“ Auch für den Gegner fand er klare Worte: „Sie sind super gestartet, haben es dann richtig gut verteidigt und waren in Umschaltsituationen immer wieder giftig. Das war kein Gegner, der leicht zu bespielen war.“ In der Tabelle bleibt St. Veit nach 24 Runden im Spitzenfeld (38 Punkte), während der SAK mit diesem Auswärtssieg wichtige Zähler einsammelte (28). Den Blick nach vorne lässt der Trainer optimistisch: „Ich nehme aus dem Frühjahr ganz viel Positives mit. Uns fehlen nur noch die letzten Prozent – daran arbeiten wir weiter.“

Kärntner Liga: SC St. Veit : SAK - 1:2 (1:2)

  • 42
    Felix Pertlwieser 1:2
  • 7
    Sinan Samardzic 0:2
  • 6
    Sinan Samardzic 0:1