In der Kärntner Liga trennten sich ASKÖ Köttmannsdorf und ATUS Ferlach 2:2. Köttmannsdorf führte zweimal, Ferlach antwortete genauso oft und musste nach einer Roten Karte gut eine halbe Stunde in Unterzahl auskommen. Ex-Trainer Darko Djukic verfolgte das Spiel nur von der Tribüne und bestätigte im Gespräch seinen Abschied sowie, dass bereits ein Nachfolger feststeht. Sportlich blieb es beim hart erarbeiteten Remis, das Köttmannsdorf im Kampf um Abstand nach unten hilft und Ferlach im Ringen um Punkte zumindest nicht mit leeren Händen heimfahren lässt.

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Der Start gehörte den Hausherren: Schon nach drei Minuten lag der Ball im Ferlacher Netz, Matic Ahacic traf zum 1:0 und setzte den Ton für eine lebhafte erste Halbzeit. Ferlach schüttelte sich kurz und schlug in Minute 12 zurück – Florian Verdel stellte mit einem platzierten Abschluss auf 1:1. Köttmannsdorf ließ sich davon nicht beirren und legte prompt nach: Daniel Hans Genser traf in der 16. Minute zum 2:1. Danach beruhigte sich das Geschehen etwas, beide Teams suchten weiter den Weg nach vorne, zur Pause blieb es aber beim knappen Vorsprung der Heimischen. Der Halbzeitstand lautete folgerichtig 2:1, weil Köttmannsdorf seine Drangphase besser nutzte und Ferlach die schnelle Antwort fand.
Nach dem Seitenwechsel kam Ferlach wieder gut heraus und belohnte sich rasch: In der 51. Minute brachte Martin Posratschnig den Ball zum 2:2 über die Linie. Zehn Minuten später folgte der Knackpunkt in personeller Hinsicht: Felix Fürstaller sah in der 61. Minute Rot, Ferlach musste die komplette Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Das machte es für die Gäste schwerer, doch am Spielstand änderte sich nichts mehr. Beide Teams arbeiteten diszipliniert gegen den Ball und suchten den einen Moment, der entscheidend sein könnte, der Lucky Punch blieb aber aus. Nach intensiven Zweikämpfen, viel Laufarbeit und einigen ruhenden Bällen ohne Ertrag stand am Ende ein Remis, mit dem beide Seiten leben mussten.
Abseits des Rasens prägte eine Personalie den Ferlacher Nachmittag. Darko Djukic, bisher als Trainer geführt, stand diesmal nicht mehr an der Linie. „Ich habe das Spiel gegen Köttmannsdorf als Zuschauer erlebt, weil ich nicht mehr Trainer bin“, sagte er offen. Auf die Nachfrage, seit wann der Abschied fix sei, meinte Djukic kurz: „Seit Samstag.“ Zum weiteren Vorgehen beim Klub ergänzte er, dass ein Nachfolger bereits feststeht. Eine sportliche Analyse des 2:2 wollte er verständlicherweise nicht geben, da er nicht mehr verantwortlich ist. Zu seiner eigenen Zukunft sagte Djukic: „Zurzeit noch nicht, aber ich werde sicher irgendwo noch Trainer sein.“ Damit war die Situation rund um Ferlach klar umrissen – auf dem Feld zählte der Punkt, daneben ist der Neustart eingeleitet.
Der Punkt hat Folgen für die Tabelle: Köttmannsdorf hält nach 24 Runden bei 27 Zählern und rangiert auf Platz zwölf, Ferlach steht mit 22 Punkten auf Rang 15. Für die Heimelf ist es ein weiterer Schritt, um Abstand nach unten zu wahren. Für Ferlach zählt im Abstiegskampf jeder Zähler – umso mehr, wenn man lange in Unterzahl spielen muss. Unter dem neuen Coach geht es nun darum, die Mannschaft zu stabilisieren und weiter zu punkten. Das 2:2 in Köttmannsdorf taugt als kleiner Startpunkt: Beide Teams haben gezeigt, dass sie antworten können – nun geht es darum, Konstanz über 90 Minuten zu finden.