In der Kärntner Liga setzte sich der SV Dellach/Gail klar mit 4:0 gegen den SV Sportastic Spittal durch. Nach einer offenen Anfangsphase kippte die Partie mit einem Doppelschlag um die 30. Minute. Noch vor der Pause fiel das 3:0, den Schlusspunkt setzte Dellach in der Nachspielzeit. Spittals Sportchef Wolfgang Oswald sprach von entscheidenden Eigenfehlern und fehlender Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor – Dellach nützte seine Chancen konsequent und machte an diesem Abend den Unterschied aus.

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In den ersten dreißig Minuten begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. „Es war bis zur ersten halben Stunde ein offenes Spiel“, hielt Wolfgang Oswald fest. Dann folgten die zwei Minuten, die alles veränderten: Saso Kovacevic traf in der 31. und 33. Minute und stellte innerhalb kürzester Zeit auf 2:0. Oswald erklärte, wie es aus seiner Sicht dazu kam: „Wir haben souverän einen Zweikampf gewonnen und dann durch einen Abspielfehler das 0:1 bekommen – und gleich zwei Minuten später ebenso durch einen Querpass das 0:2.“ Dellach blieb dran und legte vor der Pause nach: Samir Nuhanovic erhöhte in der 43. Minute auf 3:0, womit zur Halbzeit eine klare Richtung vorgegeben war.
Nach dem 0:3 zur Pause war für Spittal der Berg steil. Sie kamen zwar wieder raus, mussten aber weiter einem deutlichen Rückstand nachlaufen. „Wir haben aus unseren wenigen Chancen keine Tore gemacht“, fasste Oswald das Dilemma zusammen. Dellach machte es anders: „Dellach hat aus ihren Chancen Tore gemacht. Wir haben aus unseren Chancen keine Tore gemacht.“ Mehr muss man zu Effizienz kaum sagen. Die Gastgeber ließen im zweiten Durchgang wenig zu und warteten geduldig auf den Moment, um endgültig den Deckel draufzusetzen. In der Nachspielzeit war es erneut Samir Nuhanovic, der mit seinem zweiten Treffer zum 4:0-Endstand (90+2) den Abend für Dellach abrundete.
Auch zum Unparteiischen hatte Oswald eine klare, ruhige Einschätzung: „Der Schiedsrichter hat das Spiel relativ laufen gelassen, und das war für beide Seiten in Ordnung.“ Streitpunkte gab es aus seiner Sicht keine – der Schlüssel lag woanders: in den Fehlern vor den Gegentoren und in der Chancenverwertung. Der Blick auf die Tabelle unterstreicht die Bedeutung der Punkte: Dellach steht nach 25 Runden mit 40 Zählern auf Rang fünf und damit komfortabel im Vorderfeld, Spittal hält bei 24 Punkten auf Platz 14. Für die Draustädter heißt das: einfache Fehler abstellen, wieder Stabilität finden, vor allem aber die eigenen Möglichkeiten in Tore ummünzen. Oswalds Kernbotschaft nach diesem Abend war unmissverständlich: „Wir haben es dem Gegner zu leicht gemacht.“ Genau da will Spittal in den nächsten Wochen ansetzen – kompakter auftreten, Fehler minimieren und sich endlich wieder belohnen.