In der Kärntner Liga lieferte ATUS Ferlach gegen den favorisierten SV Donau Klagenfurt - St.Ruprecht einen zähen Fight und erkämpfte nach 1:0-Führung am Ende ein 1:1. Nach torloser erster Hälfte traf Martin Posratschnig für die Hausherren, ehe Donau in der langen Nachspielzeit ausglich. Co-Trainer Petar Maric sprach von einem Kaderengpass, aber auch von einer Mannschaft, die über Mentalität und Kampf zum verdienten Zähler fand – und trotz klarer Donau-Vorteile im Ballbesitz wenig zuließ.

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Von Beginn an war spürbar, dass Donau viel vom Spiel haben würde. Petar Maric brachte es auf den Punkt: „Donau hatte mehr Spielanteile und viel Ballbesitz, aber keine wirkliche Idee, wie sie zu Abschlüssen kommen. Wir haben sehr gut verteidigt.“ Zur Pause stand folgerichtig das 0:0, mit dem beide leben konnten. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Ferlach dann für den Aufwand: In Minute 53 drückte Martin Posratschnig den Ball zum 1:0 über die Linie. „Dann sind wir sehr gut gestanden, haben gut verteidigt“, sagte Maric. Aus einer kompakten Ordnung verteidigten die Gastgeber den Vorsprung lange weg, ließen wenig zu und lauerten auf den einen Umschaltmoment, der das 2:0 bringen hätte können.
Die Partie blieb eng, Ferlach verteidigte das 1:0 mit viel Laufarbeit und klarem Plan. Umso größer war der Ärger über die Länge der Nachspielzeit: „Zehn Minuten Nachspielzeit – das habe ich in der Kärntner Liga noch nie erlebt“, meinte Maric. In der sechsten Minute der Nachspielzeit traf Melvin Osmic zum 1:1. Trotz der späten Szene blieb der Co-Trainer sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war wieder mal gut.“ Und er stellte klar, dass der Punkt unterm Strich passt: „Grundsätzlich sind wir mit dem 1:1 sehr zufrieden.“ Auch das Chancenverhältnis hätte sogar Richtung Ferlach kippen können: „Wir hatten eine super Chance aufs 2:0, der Torwart hat sehr gut gehalten.“
Der Punktgewinn wiegt noch schwerer, wenn man die Personalnot betrachtet. „Wir hatten Kaderschwierigkeiten, viele Verletzte, einige krank, zwei Schlüsselspieler gesperrt“, erklärte Maric. Ferlach musste improvisieren – und tat es mit viel Herz. „Es haben zwei 15-Jährige gespielt und auch ein 45-Jähriger. Dr. Gero Spruk hat sich bereit erklärt, uns auszuhelfen“, so der Co-Trainer. Auf dem Platz zeigte sich genau das, was in so einer Lage entscheidend ist: „Diesmal war die Mentalität da. Der Kampfgeist war da, und den Spaß am Fußball hat man wieder seit Langem gesehen.“ Anstatt lange zu jammern, arbeitete die Mannschaft gegen den Ball, verschob konsequent und nahm jeden Zweikampf an – genau die Basis, die gegen einen starken Gegner einen Punkt möglich macht.
Die Einordnung fällt positiv aus – auch im Blick auf die Tabelle. Donau reist als Tabellendritter an, während Ferlach auf Rang 15 unterwegs ist. Umso mehr ist das 1:1 ein starkes Ergebnis. Maric fasste die Stimmung zusammen: „Man hat gesehen, dass Wille, Mentalität und Kampf auch gegen so eine Mannschaft bestehen können.“ Zugleich blieb er bei allem Ärger über die Nachspielzeit gelassen und lobte sein Team: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Ferlach nimmt diesen Punkt und das Gefühl, wieder Freude am Kicken gefunden zu haben, mit in die nächsten Aufgaben.