In der 25. Runde der Kärntner Liga trennte sich der SAK Klagenfurt vom SK Austria Klagenfurt Amateure mit 0:0. Nach einem zähen ersten Durchgang bekam die Partie nach der Pause mehr Leben, Tore blieben aber aus. SAK-Co-Trainer Simon Sadnek sprach von einem „gerechten Unentschieden“, haderte jedoch mit der eigenen Konsequenz: „Wir hätten daheim gewinnen wollen.“ Die Austria-Amateure überzeugten mit einer jungen, gut organisierten Truppe und nahmen verdient einen Zähler mit.

Image by Lutz Peter from Pixabay
Die Begegnung begann abwartend, beide Teams suchten Sicherheit, echte Highlights blieben vor der Pause Mangelware – zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0. Nach dem Seitenwechsel kam mehr Tempo hinein, der SAK fand nun die großen Momente. „Es war ein torloses 0:0. In der zweiten Halbzeit hatten wir zwei große Torchancen“, sagte Simon Sadnek. Besonders dick wurde es in Minute 60: Joker Luka Jerin, zur Pause gekommen, lief allein auf den Tormann zu und schoss ihn an. Spät, rund um die 80. Minute, lag der Jubel erneut in der Luft: „Wir hatten einen Lattenköpfler“, so Sadnek. Weil auf der Gegenseite die Austria-Amateure nach einem Steilpass ebenfalls eine Topchance vergaben, blieb es beim Remis. Der Co-Trainer bilanzierte nüchtern: „Insgesamt geht das 0:0 in Ordnung. In beide Richtungen hätte es so oder so ausgehen können.“
So gerecht das Ergebnis aus seiner Sicht war, so sehr ärgerte sich der SAK über die liegen gelassene Möglichkeit auf den Heimsieg. „Wir sind eher unzufrieden mit dem Punkt. Wir hätten zu Hause gewinnen wollen“, stellte Sadnek klar. In seiner Analyse ging er deutlich auf die eigene Leistung ein: „Uns haben heute vielleicht 20 Prozent gefehlt – Körpersprache, Entschlossenheit. Dann gestalten wir die Partie vielleicht für uns.“ Der SAK hatte mehr als einmal die Chance, das 1:0 zu machen, doch im letzten Drittel fehlte die letzte Überzeugung. Sadnek führte das nicht auf fehlende Qualität zurück, sondern auf Nuancen im Auftritt: „Die ganz dicken Chancen haben am Ende gefehlt, um eine Mannschaft klar hervorzuheben.“ Genau diese Ehrlichkeit prägte seine Worte – die Mannschaft habe sich „lange nicht belohnt“ und müsse daran arbeiten, in solchen Phasen konsequenter zu sein.
Respekt hatte Sadnek vor dem Auftritt der Gäste, die mit einer jungen Elf antraten und über weite Strecken gut organisiert wirkten. „Die Austria Klagenfurt ist mit einer sehr jungen Mannschaft angetreten. Großes Lob: Sie sind gut gestanden, hatten Ballbesitz und haben sehr gut dagegengehalten“, sagte der Co-Trainer. Aus seiner Sicht ist das Remis für die Amateure „ein toller Punktegewinn gegen einen guten SAK“. Worte des Lobes fand er auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat sehr konzentriert und sehr gut gepfiffen. Großes Lob an den Schiedsrichter – er hat eine super Ausstrahlung.“ In einer engen Partie, in der beide Seiten ihre Momente hatten, half die klare Linie des Referees, das Spiel ruhig zu halten – Aufreger gab es keine.
In der Tabelle der Kärntner Liga bleibt die Lage nach dem 0:0 überschaubar: Die Austria Klagenfurt Amateure halten nach 25 Spielen bei 33 Zählern und rangieren im gesicherten Mittelfeld, der SAK Klagenfurt steht mit 29 Punkten auf Platz elf. Für die Gäste ist der Auswärtspunkt ein solides Ergebnis, für den SAK eher eine vertane Chance. Das sieht auch Sadnek so – nicht im Groll, sondern als Auftrag: Die „fehlenden 20 Prozent“ will man im Training anziehen, um die guten Phasen künftig in Zählbares zu verwandeln. Der Anspruch bleibt, vor heimischem Publikum wieder dreifach zu punkten.