In der Kärntner Liga setzte sich FC CT-Cartrade Lendorf mit 1:0 gegen SC St. Veit durch. Nach torloser Pause entschied Christian Wernisch in Minute 77 eine flotte Partie mit vielen Offensivaktionen. St.-Veit-Trainer Arno Paul Kozelsky sprach vom „besten Kärntner-Liga-Spiel seit Langem“, sah den Knackpunkt in einer Gelb-Roten gegen sein Team rund um die Stunde und lobte trotzdem Leistung, Moral und Chancen seiner Mannschaft – sowie den starken Tormann der Gastgeber.

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Auf dem Platz war von Beginn an Tempo drinnen. Aus Sicht der Gäste lief es zunächst nach Plan. „Wir waren mit den ersten zwanzig Minuten sehr zufrieden“, sagte Arno Paul Kozelsky, der seine Mannschaft in dieser Phase als das aktivere Team sah. Lendorf steckte nicht zurück, suchte ebenfalls den schnellen Weg nach vorne, zur Pause stand es aber 0:0. Aus der Kabine kam St. Veit wieder gut heraus, ehe die Szene passierte, die für Kozelsky entscheidend war: „Die Gelb-Rote gegen uns so um die 55. bis 60. Minute hat dem Spiel ein klares Ende gegeben.“ In Unterzahl stemmte sich St. Veit gegen den Druck. „Mit einem Mann weniger haben wir das ganz gut verteidigt. Es gab noch vier Standardsituationen für Lendorf, und aus einer ist, unglücklich, aber wahrscheinlich auch verdient, das 1:0 gefallen – vom Stürmer super gemacht.“ In der 77. Minute war es Christian Wernisch, der zuschlug. Trotz allem ergaben sich für St. Veit in der Schlussphase noch Möglichkeiten: „Wir hatten in Unterzahl die eine oder andere Chance auf den Ausgleich – es wollte an dem Tag nicht sein.“
Nach der knappen Niederlage suchte Kozelsky keine Ausreden bei der eigenen Leistung – im Gegenteil. „Gar nix hat nicht funktioniert. Es hat alles super funktioniert“, betonte der Trainer und erklärte, warum es trotzdem nicht reichte: „Wir haben gegen einen überragenden Tormann gespielt, der vier, fünf super Szenen entschärft hat.“ Die Partie war aus seiner Sicht über weite Strecken ein offener Schlagabtausch: „Zwei Mannschaften, die offensiv sehr viel probiert haben – wirklich ein gutes Kärntner-Liga-Spiel.“ Beim Gegner hob er eine Achse hervor: „Lendorf ist generell eine sehr, sehr gute und ausgeglichene Mannschaft. Für mich ist Michael Morgenstern auf der rechten Seite ein sehr auffälliger Spieler, der schon den Unterschied ausmacht.“ Beim Thema Schiedsrichter blieb er bewusst zurückhaltend, auch wenn man seinen Ärger heraushörte: „Man kann sehr, sehr viel drüber diskutieren. Jeder, der das Spiel gesehen hat und die Gelb-Rote gegen uns, soll sich selbst ein Bild machen – ich sag dazu jetzt nix, mir fällt nix Positives ein.“
Der Sieg hält Lendorf in der Spitzengruppe; die Hausherren stehen nach 25 Runden mit 46 Punkten auf Rang vier. St. Veit bleibt mit 38 Zählern Sechster – solide platziert und mit Leistungen, auf die sich aufbauen lässt. Genau das nahm Kozelsky aus dem Abend mit: starke erste 20 Minuten, ein guter Start in die zweite Hälfte, viel Einsatz und Chancen selbst in Unterzahl. „Wir waren in diesen Phasen das dominantere Team“, sagte er, ohne die Effizienzfrage schönzureden: „Wir sind heute an einem überragenden Tormann gescheitert.“ Für die kommenden Aufgaben gilt es, die Spielfreude und die Stabilität trotz Unterzahl mitzunehmen – und die vorhandenen Möglichkeiten konsequenter zu verwerten. „Es wollte einfach nicht sein“, so Kozelsky, „aber auf dieser Leistung können wir aufbauen.“