Runde 25 in der Kärntner Liga brachte für die Sportunion Matrei in Osttirol ein spätes 0:1 gegen die SVG Bleiburg. Bei kräftigem Wind blieb die erste Hälfte chancenarm, nach der Pause nutzten die Kärntner einen Umschaltmoment eiskalt: Mathias Knauder traf in Minute 75 zum Auswärtssieg. Trainer Zan Sekaucnik sprach von einer geschlossenen Leistung, viel Arbeit gegen den Ball und der nötigen Entschlossenheit in den Zweikämpfen – und sah dennoch Luft nach oben im letzten Pass.

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Die Partie begann zäh, und der Wind spielte mit. „Von der ersten Minute an war es hart umkämpft. Es war sehr windig, das hat das Spiel erschwert“, schilderte Bleiburgs Coach Zan Sekaucnik. In dieser Phase neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Es gab kaum klare Abschlüsse, zumal viele lange Bälle vom Wind getragen wurden und im Aus landeten oder bei den Abwehrreihen hängen blieben. „In der ersten Halbzeit waren auf beiden Seiten wenige Torszenen“, so Sekaucnik, der die Stabilität seiner Mannschaft hervorhob: „Für uns war es sehr gut, weil wir wirklich wenig zugelassen haben. Bis auf einen Abschluss nach einem Eckball war da fast nichts Zwingendes.“ Gerade diese kompakten Abstände und das konsequente Nachschieben im Mittelfeld ließen Matrei nur schwer ins letzte Drittel kommen und bereiteten den Boden für die zweite Hälfte.
Mit zunehmender Spieldauer legte sich der Wind ein Stück weit, und Bleiburg kam aus einer weiterhin disziplinierten Ordnung zu besseren Momenten. „In der zweiten Halbzeit sind wir zu zwei, drei Chancen gekommen“, erklärte Sekaucnik. Der entscheidende Stich fiel in Minute 75: Nach einem Ballgewinn schalteten die Gäste blitzschnell um, kombinierten geradlinig in die Tiefe – und Mathias Knauder blieb vor dem Tor kalt. „Der eingewechselte Armin Kahvedzic war im Zusammenspiel beteiligt, und Knauder schließt ab. Der Tormann ist noch dran, aber der Ball ist zum Glück trotzdem ins Tor gerollt“, so der Trainer. Seine Erleichterung war spürbar: „Gott sei Dank. Der Fußball gibt manchmal etwas zurück – vor drei, vier Wochen wäre der vielleicht nicht reingegangen.“ Matrei drückte in den Schlussminuten über einige Standards, doch Bleiburg verteidigte konsequent und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Im Rückblick war für Sekaucnik nicht eine Einzelaktion, sondern die Art des Auftritts ausschlaggebend. „Wir waren – wie in den letzten zwei Spielen – total präsent, sind als Kollektiv aufgetreten. Einer hat sich für den anderen aufgeopfert und Fehler ausgebügelt“, betonte er. Besonders gefiel ihm die Mentalität in den Zweikämpfen: „Wir waren giftiger und entschlossener und haben diszipliniert gegen den Ball gearbeitet.“ Gleichzeitig blieb der Coach selbstkritisch, was das eigene Umschaltspiel betrifft: „Wir hätten einige Balleroberungen besser fertigspielen können. Der Platz hat es nicht erleichtert, aber das ist keine Ausrede. Wenn wir den entscheidenden Pass anbringen, kommen wir zu noch mehr Chancen.“ Gerade diese Mischung aus Stabilität und dem Willen, sich im letzten Drittel zu schärfen, trug Bleiburg an diesem Abend zum Auswärtsdreier.
Auch für den Gegner fand Sekaucnik respektvolle Worte. Die Heimmannschaft sei zuhause schwer zu bespielen und werde von den Fans gut getragen. „Sie versuchen, Dinge spielerisch zu lösen, sind gegen uns dann aber auch auf längere Bälle gegangen“, sagte er und hob einen Offensivspieler ausdrücklich hervor: „Enrico Schubert auf der linken Seite ist im Eins-gegen-eins sehr gut. Wir haben ihn aber neutralisiert und aus dem Spiel genommen.“ Zur Schiedsrichterleistung blieb er gelassen: „Nach unserem Führungstreffer gingen ein paar Fifty-fifty-Szenen eher Richtung Heimteam, aber es gab keine Fehlentscheidung. Zwei, drei Abseits waren knapp – passiert.“ In der Tabelle steht Bleiburg mit 39 Punkten auf Rang sechs, Matrei hält bei 32 Zählern. Der Blick nach vorne ist klar: „Auf uns warten noch fünf Spiele, darunter zwei Cup-Finalspiele. Wir werden in den verbleibenden Partien das Maximum abrufen, um uns für unsere Arbeit im ganzen Jahr zu belohnen.“