Pflichtsieg in der Kärntner Liga: ATUS Ferlach drehte daheim ein wildes Spiel gegen FC-WR Nußdorf/Debant und gewann am Ende 4:2. Nach einer zähen ersten Hälfte mit zwei Rückständen fanden die Ferlacher nach der Pause ihren Zugriff und entschieden die Partie binnen drei Minuten. Co-Trainer Petar Maric sprach von einem „bissigeren“ Auftritt nach dem Wechsel und sah „die höhere Qualität“ auf seiner Seite – auch wenn er offen zugab, dass vorher „nicht allzu viel funktioniert“ hatte.

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Der Start lief aus Ferlacher Sicht alles andere als rund. „Die erste Halbzeit war von beiden Mannschaften auf einem schlechten Niveau. Wir wollten aggressiv spielen, haben es aber nicht geschafft“, sagte Co-Trainer Petar Maric. Nußdorf nutzte gleich die erste gute Phase und ging in Minute 17 durch Julian Graf mit 0:1 in Führung. Ferlach brauchte etwas Zeit, um ins Spiel zu finden, und kam in der 26. Minute zum 1:1 – im Ticker als Treffer von Val Zaletel Cernos geführt. Maric schilderte diese Szene allerdings als Glücksmoment: „Das erste Tor von uns war ein unglücklicher Ausschussversuch vom gegnerischen Tormann, er hat den eigenen Spieler getroffen und der Ball ist ins Tor gerollt – ein Eigentor. Das war in dem Moment sehr glücklich und wichtig.“ Die Gäste blieben aber eiskalt: Tobias Markus Trojer stellte in der 30. Minute erneut auf 1:2. Noch vor der Pause schlug Ferlach zurück: Daniel Jobst besorgte in Minute 43 das 2:2, mit dem es in die Kabinen ging. „Wir waren zweimal im Rückstand und haben Gott sei Dank zweimal ausgeglichen“, ordnete Maric die wilde erste Hälfte ein, in der Nußdorf „unsere Fehler ausgenutzt“ und „beide Tore gut gemacht“ habe.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. „In der zweiten Halbzeit waren wir aggressiver und bissiger und konnten das 3:2 schießen“, fasste Maric die Steigerung zusammen. Das Führungstor fiel in der 72. Minute, erneut durch Val Zaletel Cernos – und der Co-Trainer beschrieb die Entstehung detailliert: „Es war ein Ballgewinn im Mittelfeld. Dann hat unser Mittelfeldspieler Maks Pori einen wunderschönen Außenristpass über die Kette gespielt, und Val Zaletel Cernos ist alleine auf den Tormann gegangen und hat souverän abgeschlossen.“ Nußdorf versuchte zu antworten, doch Ferlach blieb am Drücker und legte nur drei Minuten später nach: In der 75. Minute traf Amir Dervisevic zum 4:2. Damit war der Deckel drauf. Die Heimelf hatte nun mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und brachte die beiden schnellen Stiche sicher über die Zeit.
So sehr die drei Punkte zählen, so klar blieb Maric im Fazit. „Besonders gut hat heute leider nicht allzu viel funktioniert. Wir haben uns viel mehr erwartet“, meinte der Co-Trainer, der die Reaktion nach der Pause aber als Schlüssel sah: „Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, dass die Qualität auf unserer Seite höher ist. Wir haben die Chancen genutzt und verdient gewonnen.“ Auch dem Gegner zollte er Respekt: „Nußdorf war relativ souverän bei den zwei ersten Toren. Sie haben unsere Fehler ausgenutzt.“ In der Tabelle verschafft sich Ferlach damit im dichten Feld etwas Luft (26 Punkte nach 27 Runden), während Nußdorf mit 17 Zählern weiter nachlegen muss. Für die restlichen Spiele formuliert Maric die Marschroute schlicht: Früher Zugriff, mehr Konsequenz – und die Aggressivität der zweiten Hälfte von Minute eins an auf den Platz bringen.